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Werkzeuge für den (privaten) Blogger: Die Kosten können schnell monatlich nach oben gehen

6. März 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Ich habe nun vor einigen Tagen damit begonnen, Podcasts zu erstellen. Und mit den Weggenossen Lars und Gunnar haben wir beschlossen, den 9vor9-Videocast auch als Podcast zur Verfügung zu stellen. Wenn wir uns schon den Spaß machen … Zu diesem Anlass bin ich dann wieder drüber gestolpert, wie viele Services ich als Hobby-Blogger nutze und wo überall Kosten anfallen. Privat wohl gemerkt. Da kann sich schon was zusammen summieren.

Fangen wir mal mit WordPress an. Symptomatisch: Ich will es einfach haben und nicht zu viel an der Technik rumschrauben müssen. Also habe ich mich für die von WordPress selbst gehostete Version WordPress.com, die mir zwar weniger Funktionen bietet, aber allen technischen Schnickschnack von mir fernhält. WordPress.Org, dass man selbst hosten oder hosten lassen muss, bietet mehr Funktionen. Doch mir genügt WordPress.com und ich bin auch sehr zufrieden. Es gibt eine freie Version, aber dort hat man einige funktionale Einschränkungen. Beispielsweise – gerade die Tage erfahren – kann man keine Podcasts hosten. Dafür braucht es die Premium-Version. Und die kostet natürlich: € 8 im Monat, also ein knapper Hunderter im Jahr. Hier findet man einen Vergleich der verschiedenen Pakete, die WordPress anbietet.

Tja, nun haben wir also eine Blog-Plattform und können schon mal loslegen. Lizenzfreie Fotos bekomme ich über Pixabay oder TheStocks.im. Und unverzichtbar für mich Skitch, ein einfaches Screenshot-Programm für den Mac, auch kostenfrei.

Social Media: Nicht nur, um Blogbeiträge zu teilen

Nun will ich natürlich meine Blogbeiträge auch teilen, auf Twitter, LinkedIn und anderen Kanälen. Das kann ich manuell pro Plattform machen oder aber ich nutze ein Social Media Management-Tool, um gleichzeitig mehrere Plattformen zu bespielen und meine Social Media-Nachrichten voraus zu terminieren. Hier habe ich in den vergangenen Jahren mit zwei Produkten Erfahrungen gesammelt: Hootsuite und Buffer. Beide bieten kostenlose Versionen an, die darin beschränkt sind, wie viele Kanäle angesteuert werden und wie viele Nachrichten auf Termin gelegt werden können. Die Profiversionen der Tools liegen zwischen € 15 und € 25 im Monat. Ich nutze derzeit Buffer in der kostenlosen Version, denn mir genügen Twitter, Facebook-Seiten und LinkedIn als Kanäle und auch die vorplanbaren 10 Nachrichten.

Social Tiles: Grafiken als Möglichkeit, mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen

Mir monatlich zu teuer, aber ein scharfes Werkzeug für Social Tiles: Canva

Ein unheimlich nützliches graphisches Werkzeug für Social Media ist Canva. Damit können im Browser sehr einfach Grafiken, insbesondere Banner und Social Tiles erstellt werden. Und solche Grafiken sorgen im sozialen Netz für mehr Aufmerksamkeit. Ich gestalte ein Motiv, eine graphische Social Media-Nachricht, und kann diese dann automatisch an die verschiedenen Grafikgrößen und -formate für Facebook-Beiträge. Pinterest, Twitter und Instagram anpassen lassen, um sie anschließend – beispielsweise über Buffer – auf den entsprechenden Kanälen auszuspielen. Doch diese Funktion ist eben wieder nur in der Profiversion für immerhin € 11,99 im Monat verfügbar. Extrem schade, das Tool ist super, aber mir einfach zu teuer. Zur richtigen Einordnung sei auch nochmals bemerkt, dass nicht alles ganz automatisch geht, man schon auch nach der Größenänderung hier und da nacharbeiten muss, damit es sauber aussieht.

Zuhören, um Ideen zu bekommen und in Dialog zu treten

Zur Arbeit mit und in Social Media gehört für mich natürlich auch das Zuhören und Finden von Informationen und Beiträgen. Hier habe ich verschiedene Werkzeuge im Einsatz: Tweetdeck ist mein Werkzeug, mit dem ich in einem Dashboard alle für mich relevanten Twitter-Infoströme anzeigen lasse. In nebeneinander angeordneten Spalten sehe ich die Tweets von Listen, die ich erstellt habe, meine eigenen Tweets in der nächsten Spalte, meine Benachrichtigungen, Twitter-Notifications in der folgenden. Auch Hashtags oder Suchbegriffe kann ich verfolgen und habe so einen exzellenten Überblick, was für mich auf Twitter basiert. Ist aber halt nur Twitter, aber bei aller Schimpferei über das Gezwitschere mein bevorzugter Kanal. Tweetdeck, dazu Twitter gehört, kann mit Buffer kombiniert werden.

Oft verkannt: Die Fähigkeiten von Tweetdeck, um eine bessere Übersicht auf Twitter zu haben.

Die beiden weiteren Werkzeuge zum Social Listening, die ich nutze, sind Talkwalker Alerts und Feedly. Talkwalker Alerts sind für mich da, informiert zu werden, wenn im Netz etwas zu bestimmten Begriffen auf Blogs und News-Seiten erscheint. So kann ich mir beispielsweise einmal am Tag zusenden lassen, wenn etwas in den News und auf Blogs in deutscher Sprache zu IBM und Cloud erscheint. Suchanfragen können mit Operatoren wie AND, OR, NOT eingegrenzt werden. Ich kann mich sofort stündlich, einmal am Tag informieren lassen und vieles mehr. Talkwalker bietet neben Alerts weitere Werkzeuge an, die aber Privatanwender hier keine Rolle spielen.

Und dann habe ich noch einen Klassiker im Einsatz: Feedly als RSS Reader. Feedly habe ich einmalig mit $ 99 unterstützt, als ich ein RSS Tool nach der Aufkündigung des Google Readers gesucht habe. Feedly ist unterdessen ein sehr mächtiges Werkzeug mit vielen Integrationen und wird immer weiter ausgebaut. Feedly Pro kostet heute $ 6 im Monat und kann auch wieder funktional über entsprechende Pakete erweitert werden.

Und weiter geht es: Wer wie ich auch in den Themen Videocasts/Live Streaming und/oder Podcasts aktiv werden will, muss sich auch entsprechend „ausrüsten“. Zum Schneiden von Podcasts nutze ich derzeit als Mac-Anwender GarageBand, ein einfach zu bedienendes Werkzeug, aber sicher nicht für professionellere Anwendungen geeignet. Dann geht es in Richtung Reaper und Ultraschall . Für Reaper fallen nach einer Probezeit wohl ¢ 69 einmalig an. Hier meine Notizen zu der ersten Podcasting-Erfahrungen.

Der professionelle Podcast-Hoster kostet monatlich

Nun habe ich also meinen Podcast geschnitten, doch wie und wo veröffentliche ich ihn. Auch hier habe ich privat wieder die Schmalhans-Version genommen und hoste auf der Premium-Version von WordPress.com, die ich ja eh bezahle. Wer keine Premium-Version besitzt oder bei einem Profi hosten will, der wird wieder zur Kasse gebeten. Das von verschiedener Seite empfohlene Podigee kostet in der Basisversion € 12 im Monat und kann auch wieder erweitert werden.

Und schließlich produziere ich ja auch zusammen mit Lars und Gunnar die schon erwähnte wöchentliche 9vor9-Sendung. Hier kommt auf dem Mac Ecamm als Videocasting und Livestreaming-Lösung zum Einsatz, mit der wir dann aufzeichnen und auf viele Kanäle wie YouTube, Pericsope/Twitter oder auch Facebook live übertragen können. Auch Ecamm hat irgendwann auf ein Subskriptionsmodell umgestellt. Ich habe die Lösung noch als gemeines Software-Paket gekauft. In der Standardversion fallen hier $ 12 im Monat an mit der Option auf eine Profiversion zu gehen.

Es kommt schnell monatlich was zusammen …

So weit in kurzer Beschreibung eine Übersicht der Werkzeuge, die ich als Blogger, der auch Video und Audio macht, benutze. In der Tabelle habe ich mal meine jetzigen Kosten und eine ideale, professionelle Umgebung als Blogger aus meiner Sicht aufgelistet (und $ und € einfach mal gleich gesetzt).

Derzeit zahle ich demnach jährlich € 96 und habe einmalig € 178 investiert. Würde ich nun heute auf die aus meiner Sicht funktional ideale Umgebung „aufrüsten“, kämen dann plötzlich € 982,80. Ein knapper Tausender im Jahr ist dann aus meiner Sicht schon ein Wort für einen einzelnen Blogger, besonders dann, wenn man noch Hardware-Kosten für Kamera (ok, iPhone 10 geht), Mikrofon, Headset, Stativ oder Licht hinzu zählt.

Nochmals, ich schreibe hier von einer für mich guten Ausstattung, nicht von einer Team- oder gar Unternehmens. Entsprechend steigen dann sehr schnell die Kosten. Und natürlich kann man das ein oder andere Tool, die ein oder andere Funktionalität diskutieren. Mir geht es jedoch vor allem darum, die Sensibilität zu erhöhen, wie schnell gerade auch monatliche Subskriptionskosten nach oben gehen können. Services sind schnell mal abonniert und wie ich hier geschrieben habe, kommt ratzfatz ein Sümmchen zusammen und das nicht nur für das Bloggen. Deshalb genau überlegen, was man wirklich braucht und haben will. Und ich weiß genau, dass auch ich noch an der ein oder anderen Stelle schwach werde …

(Stefan Pfeiffer)

Bild von Maria_MAD auf Pixabay

Vor 10 Jahren: Warum ich blogge, vom Datenbrief und sollte man jeden Dienst nutzen

17. Februar 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Ich habe mal wieder geschaut, was ich vor 10 Jahren hier im Blog geschrieben habe. Manche Aussagen sind sicherlich der Zeit geschuldet und sind nicht korrekt. Doch zu manchen Statements stehe ich auch heute noch. So zu diesen Aussagen, die ich in einem Interview mit dem IBM-internen Newsletter Link.Me am 12.2.2010 zu Social Media und Bloggen getroffen habe:

Ein Blog darf keine plattes Verbreiten von Werbe- und Firmenbotschaften sein. Auch sollte es nicht um Selbstdarstellung oder Beweihräucherung gehen. Das würde nur langeweilen. …

Vor allem an die potentiellen Leser denken. Die Beiträge schreibe ich für sie und will ihnen einen Mehrwert bieten. Also sollte man als Blogger relevante Themen ausgucken, sie interessant und kompetent aufarbeiten und zur Diskussion anregen.

Warum ich blogge und netzwerke – Interview mit Link.me – StefanPfeiffer.Blog

Kann ich so stehen lassen und greife nicht nur ich auch heute noch auf. Was habe ich sonst noch vor 10 Jahren gebloggt? Sehr viel um den Sinn und Nutzen sozialer Medien und auch den ROI. Und wie schrieb die FAZ:

Die sozialen Medien sind längst nicht mehr nur Tummelfeld der Computerfreaks.

Die sozialen Medien sind längst nicht mehr nur Tummelfeld der Computerfreaks | FAZ – StefanPfeiffer.Blog

Waren das noch Zeiten …

Bemerkenswert auch die Aussage von Ben Schwan in der Wirtschaftswoche, den ich aufgegriffen habe:

Die Frage des „Warum sollte ich das nutzen?“ wird viel zu selten gestellt, während die Klasse der Early Adopter sich scheinbar in jeden Schwachsinnsdienst hineinstürzt, als gäbe es kein Morgen mehr.

Von Nullen und Einsen: Auf der Suche nach dem Otto-Normal-User

Und der Chaos Computer Club forderte einen Datenbrief, nachdem einmal im Jahr Behörden wie Unternehmen dazu verpflichtet werden sollten, Kunden oder Bürgern mitzuteilen, welche Daten wo über sie gespeichert werden. Auch noch aktuell.

Bild von Gaby Stein auf Pixabay

Bildungsthema: Visualisierung von Informationen – Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

24. Mai 2013 Posted by Erika Gebhardt

Nach zwei Monaten, in denen ich selbst wunderbare Bildung genießen konnte, melde ich mich zurück

im Blueblog. Meine Inspirationen aus zwei Konferenzen, meine neue Blog Erfahrung mit tumblr

sowie eine brillante App drehen sich rund um das Thema "Visualisierung von Informationen".

Jeder der selbst Unterrichtsinhalte aufbereitet, oder schlicht "Lerneffekte" in der eigenen Organisation

erzielen möchte, kann diese Mittel heute gut einsetzen, um mit Bildern zu überzeugen.

Im April hatte ich das Vergnügen, Highlights dazu auf der see#8 - Konferenz zur Visualisierung von

Information - zu erleben. Alle Beiträge sind über Video abrufbar und sehr empfehlenswert. Besonders

gut hat mir der Vortrag des Architekten und Bildhauer Daan Roosegaarde gefallen, der unter anderem

sein Zukunftskonzept Smart Highway vorgestellt hat. Link (hier scroll nach unten und den Redner auswählen)

 

Neben dieser Konferenz habe ich viel über Blogging in tumblr. gelernt. Immerhin hat Yahoo vor, diese

Blogging-Plattform für stolze 1,1 Milliarden Dollar zu kaufen. Im Social Business ist meiner Meinung

nach das Ausprobieren, die beste Art, eine neue Plattform kennenzulernen. Tumblr hat mich sehr

beeindruckt, da die Bedienung über die iOS App sehr komfortabel und die Bildqualität wirklich

gut ist. Da mag sich mancher nun fragen, ob wir wirklich eine weitere Soziale Plattform brauchten.

Bei IBM habe ich gelernt, dass das Ausprobieren ausdrücklich gewünscht ist von unserem Unternehmen.

Diesem Ruf bin ich mehrfach nachgegangen und hatte so den Vorteil, dass ich vor meinen Kindern

wußte, wie Facebook funktioniert ;-)

 

Auf Tumblr bin ich gekommen, als ich in einem IBM Link folgte und sah, wie gut dort die größeren Graphiken

angezeigt werden. Ein "like" auf die Infographiken, die ich dort verfolge erfolgt sehr flott über einen Tipp und

ein Herz erscheint. Wer hier selbst Fotos veröffentlicht, kann staunen, wie schnell mehrere Hundert "likes"

aus der ganzen Welt zusammenkommen. Während ich in Facebook den Kreis von Facebook-Freunden

pflege, ist tumblr eher so konzipiert, das man durch "Stöbern" interessante Beiträge aus der ganzen Welt findet.

 

Das gefällt mir und deshalb werde ich ab sofort meine Bildungsposter auch dort posten. http://erifri.tumblr.com/ .

Besonders freue ich mich, wenn dort auch Kommentare als Rückmeldung kommen. Heute habe ich

dort ein Montessori-Lernposter veröffentlicht, das ich auf meinem iPad erstellt habe.

 

Sehr oft hatte ich bereits den Gedanken, Poster oder Infographiken zu erstellen, doch mir fehlten die

Werkzeuge. Aber auf dieser Baustelle bin ich ebenso weitergekommen. Da ich keine Designerin bin

und auch nicht für eine Software à la Photoshop oder ähnlicher Art viel Geld bezahlen möchte,

habe ich mich auf die Suche nach einer App gemacht. Wie bereits eingangs im Titel erwähnt,

sagt eben ein Bild mehr als tausend Worte.

 

Für alle Interessierten habe ich hier ein Lernvideo in den Link gepackt. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Da wir bei IBM das Prinzip verfolgen, eigenständig unsere Bildung im Fokus zu behalten, werde ich im

nächsten Blogbeitrag darüber berichten, wie wir kleine Lerneinheiten erstellen und veröffentlichen.