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MICHAEL WÜRDEMANN IM INTERVIEW

14. April 2021 Posted by DNUG Marketing

Michael, Du bist Director Marketing and Associate General Manager DACH bei HCL und unterstützt seit diesem Jahr die DNUG. Wie kam es dazu und welche Rolle übernimmst Du genau?

Wie es dazu kam: ganz natürlich eigentlich. Ich war bereits vorher über sechs Jahre bei IBM Collaboration Solutions und kannte daher die Community. Das schließt neben Kunden und Partnern auch die Kollegen ein. Diese sind zum großen Teil von IBM zu HCL gewechselt. Außerdem liegen mir die Produkte schon immer am Herzen und so war es ein ganz natürlicher Move. Als Tom Zeizel mich dann ansprach, ob ich in Zukunft wieder in seinem Team arbeiten möchte, mit dem Ziel im Bereich Marketing die Marke HCL auch bekannter zu machen, da konnte ich nicht Nein sagen. Zum 01.01.2021 bin ich dann zum Team dazu gestoßen und ein weiterer Teil des Jobs ist die Betreuung der DNUG als unserer großen User Group. So bin ich von Anfang an gleich in die Planung für die Fachgruppen und die #dachnug48 miteingebunden worden.

Du bist zwar von HCL dafür abgestellt, Dich um die DNUG zu kümmern, aber Du musst auch noch anderen Tätigkeiten nachgehen. Wie vereinbarst Du die Tätigkeiten für die DNUG mit Deinem Daily Business?

Das befruchtet sich gegenseitig ganz gut und ich habe natürlich auch durch den DNUG-Vorstand einen gewissen Austausch über die einzelnen Fachgruppen, die wir haben. Wir bekommen so mit, was es gerade für Strömungen gibt. Was treibt die Menschen aktuell an? Was beschäftigt sie? Und das brauche ich als Input. Wenn ich mir jetzt überlege, was werde ich als Nächstes auf LinkedIn machen? Was möchte ich als Nächstes an One Pagern kreieren? Wo braucht es mal wieder ein bisschen mehr HCL-Flavour, wenn man über ein bestimmtes Thema spricht?

Ein gutes Beispiel ist momentan Sametime. Das Thema Videokonferenz wird in der Politik und durch die Datenschutzbeauftragten aktuell stark diskutiert, weil eben bestimmte Cloud basierte Lösungen gerade nicht gern gesehen sind. Auf der anderen Seite weiß niemand, was Sametime alles Gutes kann und eine Alternative zu Teams, Zoom und Co. wäre. Da hilft mir auch der Austausch mit Partnern, aber eben auch mit Kunden, die in der DNUG unterwegs sind, um herauszuarbeiten, wie gut unser Sametime-Premium ist. Wie sind die Sametime-Meetings wirklich im Vergleich zu dem, was am Markt bereits existiert? Ist es etwas, was tatsächlich eine Alternative sein kann? Worauf muss ich mich auch in meinem Messaging nach draußen konzentrieren? Wo muss ich meine Schwerpunkte setzen? Das geht eben nicht ohne dieses Feedback von der Basis, welches ich hier wirklich direkt und manchmal auch sehr ungefiltert bekomme. Aber das ist es eben auch wert.

Ihr bietet von HCL bereits gute Services an. Wie genau profitiert ihr von einer externen User Group?

Man hat bei HCL beispielsweise die Möglichkeit regelmäßig an unseren Social Roundtables teilzunehmen. Auch betrachten wir mehr als nur die Collaboration Tools, wie zum Beispiel BigFix für die Administration, Unica für Marketing oder AppScan für Developer. Die Kunden kommen zusammen und der Fokus liegt natürlich auch immer darauf, die Kunden sprechen zu lassen. Sie sollen von ihren Erfolgen berichten und sich austauschen können. Dennoch habe ich immer das Gefühl, dass die Kunden ganz anders sprechen, wenn der Hersteller mit am Tisch sitzt. Genauso ist es bei Partnern.

Die DNUG ist da ein ganz guter, alternativer Kondensator. Es wird ermöglicht die Informationen zu sammeln, sodass sich diese Diskussionen nicht in vielen kleinen Grüppchen wiederfinden, und dann auch gebündelt mit HCL besprochen. Von daher ist es sehr wertvoll, eine User Group zu haben, wo sich Kunden und Partner ganz unabhängig vom Hersteller austauschen können. Kunden können dort in den Fachgruppen ganz anders miteinander kommunizieren. Was leider immer im Raum steht, wenn der Anbieter anwesend ist: „Die wollen uns ja eh nur irgendetwas verkaufen“. Bei der DNUG möchte niemand etwas verkaufen (außer vielleicht einer DNUG-Mitgliedschaft, wofür man auf der anderen Seite aber auch einiges bekommt). Die DNUG hat als Vereinigung kein Interesse daran, einem Kunden irgendetwas aufzudrängen, wie den Kauf der großen Version von Sametime oder von Connections. So ist der Austausch viel offener und freier – sowohl für Kunden als auch für Partner.

Woher kommt Deine Motivation für Deinen neuen Job?

Meine Motivation ist auch in der Historie begründet. Ich habe Ende der 1990er Jahre angefangen und bin als Entwickler bei der Entwicklung von Lösungen auf Basis von Domino auch ganz vorne mit dabei gewesen. Dazu zählte beispielsweise auch das Lokale Finanzkapital der Sparkassen. Hiermit waren wir unter den letzten drei Finalisten der Lotus Awards für die „Best Industry Solution“ in Orlando. Das waren wirklich gute Jahre. An der Art und Weise, wie HCL Software macht, hat sich nicht viel verändert. Es hat natürlich bei HCL einen neuen Schwung gegeben, den es bei IBM vielleicht nicht mehr gab. Aber diese grundlegenden Paradigmen, wie die darunterliegende Sicherheit bei Notes/Domino ist noch immer relevant. Verfügbarkeit ist sehr wichtig und dass wir den Kunden die Kontrolle lassen, ihre eigenen Lösungen zu schaffen, die sie sicher einsetzen können. Datenschutz und Sicherheit spielen eine wesentliche Rolle und sind wichtiger denn je. Dennoch wird es am Markt nicht gesehen und daher möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, das zu verändern. Man soll wissen, dass wir Alternativen zu anderen Marktbegleitern anbieten. Auch mit der Möglichkeit, unsere Produkte in einer selbstverwalteten Cloud zu betreiben – ohne Rückkanal zum Hersteller.

Was sind Deine Ziele? Beruflich als auch privat?

Ich bin Wertungsrichter beim Tanzsport und mein Ziel ist es, dass ich bald wieder ein Turnier werten darf. Dieses Jahr wird es wahrscheinlich nichts, denn die Bundesliga-Turniere sind bereits abgesagt und verschoben worden. Es wurde diskutiert, die Mannschaften in Online-Turnieren auftreten zu lassen und das Konzept empfand ich als spannend – aber es geht nichts über die Wettkampfatmosphäre in der Halle. Ansonsten privat das Übliche: Wer ein Häuschen und Kinder hat, der hat auch immer zu tun. Der Garten steht jetzt an und muss wieder fit gemacht werden und von den großen Jungs zieht einer aus.

Meine Ziele für HCL: Wir müssen das Gute, was wir tun, mehr in die Breite tragen und mehr darüber sprechen. Natürlich möchte ich auch immer zwischen Kunden und Produktmanagement vermitteln und das eben auch in Richtung USA, wo unsere Entwickler und unser Produktmanagement sitzen. Dazu zählt auch zurückzumelden, was im Markt Deutschland, Österreich und Schweiz passiert. Als Mittler möchte ich versuchen, dass sie uns besser verstehen und besser auf das eingehen, was wir und unsere Kunden brauchen. Auf der anderen Seite sollen wir bei den Materialien auch nicht immer darauf angewiesen sein, was aus den USA kommt und womit sich hier mancher nur schwer identifizieren kann.

Wertungsrichter beim Tanzsport, wie bist Du dazu gekommen?

Ich habe früher selber getanzt, was allerdings jetzt schon 40 Kilo her ist (lacht). Ich war selbst Tänzer und war auch in einer Formation aktiv. Als im Jahr 2000 meine Zwillinge auf die Welt kamen, musste ich erstmal überlegen, was ich jetzt mache. Viele hängen dann einfach ihre Tanzschuhe an den Nagel und hören auf, aber ich habe zu dem Zeitpunkt bereits zehn Jahre getanzt und dachte mir: „Irgendwie kann ich das nicht so einfach hinter mir lassen“. Daraufhin habe ich die Lizenzschulungen gemacht. Ich habe auch nochmal selbst getanzt, bevor ich dann Trainer in der 1. Bundesliga Latein wurde. Ich wollte dem Tanzsport etwas zurückgeben und deswegen dachte ich anschließend, ich kann noch ein bisschen aktiv sein. Zwar nicht mehr auf der Fläche, was mir ganz guttäte, aber dann wenigstens an der Fläche.

Zwei verschiedene Welten: Im Homeoffice am Schreibtisch für HCL und an der Fläche für den Tanzsport tätig. Was würdest Du der DNUG jetzt mitgeben? Was sind die Erwartungen? Gibt es bestimmte Vorhaben?

Tatsächlich muss ich sagen, die DNUG macht echt einen guten Job. Jetzt zu sagen: „Ihr habt die letzten fünf Jahre alles falsch gemacht und müsst alles auf links krempeln“ wäre völlig fehl am Platze. Wir haben beispielsweise die neue Fachgruppe für das Thema BigFix ins Leben gerufen und das passt sehr gut zu dem, wie die HCL Software sich jetzt auch in Deutschland aufstellt. Die Tendenz ist momentan das Öffnen für neue Produktfelder und gleichzeitig haben wir ein starkes Standbein mit Notes Domino und Connections. Wir haben eben auch noch andere Produkte im Portfolio, die sehr gut dazu passen. Jemand, der beispielsweise eine Notes Domino Infrastruktur pflegt, unwichtig ob als Partner oder auf der Kundenseite, der könnte sich auch für BigFix interessieren. Hier ist es wichtig, als User Group diese Brücken zu schlagen und über den Tellerrand hinauszuschauen.

Ich finde es zudem sehr gut, wie sich die DNUG aktuell entwickelt: Dieser Ausblick mit der #dachnug48 in die Alpen hinein, die für Juni geplant ist, zeigt: Wir sind alle deutschsprachige User und Partner und warum sollen wir uns nur auf Deutschland konzentrieren? Das virtuelle Format gibt es in diesem Jahr und dann hoffentlich nächstes Jahr in Konstanz als physisches Format. Es ist ein sehr guter Schritt, noch mehr Menschen zusammenzubringen, die alle eine Sprache sprechen und ähnliche Probleme haben. Es gibt also nichts, bei dem ich dann sagen müsste „So, jetzt müsst ihr alles anders machen.“

Auch Modernisierungen muss man immer machen, um modern zu wirken und zu bleiben. Die DNUG hat es mit ihrem schicken Redesign der Website (der Entwickler Jan hat wirklich einen super Job gemacht) gezeigt. Auch die Eventübersicht ist wichtig, so wie auch die Funktion, die Events im eigenen Kalender abonnieren zu können.

Wir auf unserer Seite bei HCL müssen auch ein bisschen an der Webseite arbeiten und da bin ich zum Beispiel gerade dabei. Die Übersetzungen, die zum Teil automatisiert generiert wurden, sind ganz gruselig. Jetzt kann ich das auf richtiges Deutsch umstellen. Wie sagt man so schön: „Der Schuster hat oft die schlechtesten Schuhe.“ Aber das muss ja nicht so bleiben.

Worauf freust Du Dich am meisten in diesem Jahr?

Ich freue mich auf die ganzen geplanten Webinare. Nicht nur bei der DNUG, sondern auch bei HCL selbst. Die Termine werden wir jetzt in Kürze veröffentlichen. Wir haben alles da, um wirklich als HCL in Deutschland, Österreich und der Schweiz eigene Formate zu publizieren. Außerdem freue ich mich darauf, wieder mehr Menschen zu sehen, Kunden dabeizuhaben, in die Diskussion zu gehen, erstmal virtuell und dann hoffentlich Ende des Jahres auch bei der einen oder anderen geplanten Veranstaltung. Mal schauen, wie es wird.

Noch die abschließende Frage: Was müssen unsere DNUG-Mitglieder unbedingt über Dich wissen?

Vergesst diese ganzen Titel! Wenn ihr irgendetwas habt, was ich wissen sollte, einfach direkt auf mich zukommen. Meldet euch gerne, ich bin offen für jeden. Ich hatte letztens so ein Gespräch: Es war ein Partner, der wertvollen Input für das Thema Datenschutz für Berufsgeheimnisträger geben konnte. Das sind Dinge, die bekommt man nur aus dem Dialog und ich nehme gerne jeden Impuls gerne mit in meine Arbeit auf.

Vielen lieben Dank für Deine inspirierenden und motivierenden Worte, Michael!

Der Beitrag MICHAEL WÜRDEMANN IM INTERVIEW erschien zuerst auf DNUG e.V..

Carsten Gericke im Interview

2. März 2021 Posted by DNUG Marketing

Carsten, du bist Geschäftsführer bei ilink Kommunikationssysteme GmbH in Berlin und darüber hinaus Fachgruppenleiter der Fachgruppe Sametime. Wie lange genau bist Du schon Teil der DNUG?

Wir sind mit dem Unternehmen seit 2006 Teil der DNUG und es ist eine spannende Arbeit, über die Fachgruppen auch mit HCL und damals IBM in Kontakt zu sein. Wir treffen uns regelmäßig auch in kleineren Gruppen, diskutieren Themen und haben eine Menge Spaß in unseren Gesprächen.

Als Fachgruppenleiter hast Du viel Verantwortung neben Deinem Daily Business. Wie vereinbarst Du Deinen Hauptjob mit dem Ehrenamt? Hast Du einen festen Arbeitsalltag?

Die DNUG ist mein Hobby. Hier sollte man mit Enthusiasmus dabei sein, die Produkte mögen und sie vertreten. So mache ich es und integriere es in meinen Arbeitsalltag. Ich trage mir feste Termine in meinen Kalender ein, die ich auch manchmal hart erkämpfen muss. Wir sind glücklicherweise mehrere Personen in den jeweiligen Fachgruppen. Bei Sametime sind wir acht „Kernleute“, die auch regelmäßig an unseren Meetings teilnehmen. Zum Beispiel Andreas Fritz, Frank Altenburg, Erik Schwalb, Ingrid Krummhaar und Jürgen Kunert. Wir sind eine Art Gang, die sich seit zwei Jahren jeden Mittwoch in den sogenannten openCalls trifft. Es kommen immer neue Themen auf und so bereichern wir uns gegenseitig mit neuen Ideen. Also eine User Group, wie man sie sich vorstellt: Jeder teilt seine Erkenntnisse und kann von den Erfahrungen der anderen profitieren. Das können wir dann auch wieder in die eigene Firma miteinfließen lassen und hier das entsprechende Wissen nutzen.

Innerhalb Deiner Fachgruppen ruft ihr also zum openCall – immer mittwochs um 13:30 Uhr auf. Wie genau kann man sich diesen vorstellen?

Unser wöchentlicher openCall ist ein allgemeiner Austausch, bei dem wir uns per Videokonferenz treffen und Brainstorming-Themen einbringen. Hier teilen wir Probleme und versuchen Lösungen zu finden. Es ist eine Alternative zu einem formalen Workshop Tag, bei dem eine klare Agenda verfolgt wird. Wir nutzen diese virtuellen Treffen eher als einen kreativen und spielerischen Prozess, was mir persönlich wichtig ist. Wir sind teilweise sehr festgefahren in unserer täglichen Arbeit in der IT, sodass das Spielerische zu kurz kommt. Man muss die Systeme austesten, sie kennenlernen, Dinge kaputt machen und sie dann wieder reparieren. So bereiten wir uns auf eine alltägliche Situation vor. Viele Themen sind auch Fachgruppen übergreifend und so kommen auch andere Leute dazu, die entweder einen Beitrag leisten oder mehr darüber lernen möchten. Hier kann man Fragen auf den Tisch legen, diese präzisieren und erhält vielleicht sogar bessere Antworten als von einem eingekauften Consultant.

Sind die virtuellen openCalls kostenfrei, muss man Mitglied sein oder wie läuft die Teilnahme ab?

Grundsätzlich sollte man Mitglied sein, kann jedoch ebenfalls reinschnuppern und sich das Ganze erst einmal anschauen. Außerdem ist es Fachgruppen übergreifend, sodass man nicht unbedingt Teil der Fachgruppe Sametime sein muss.

Wie ist hast Du zur DNUG gefunden?

Ich habe mich mit Sametime ab dem Jahr 2006 beschäftigt und bin dann auch Teil der DNUG geworden. Damals sind wir als Aussteller auf Messen vertreten gewesen und konnten die Gemeinschaft nutzen, um Up to Date zu bleiben. Das war im Rahmen der DNUG für uns einfacher. Außerdem ist diese Gemeinschaft das, was uns als Firma weiterbringt und mit anderen in dem Bereich tätigen Personen verbindet. Daher sind wir auch seit 2006 als ilink GmbH dabei.

Bist du selbst als Geschäftsführer darauf aufmerksam geworden oder hast Du anderweitig von der DNUG erfahren?

Ein Kollege aus dem Bereich Marketing und Vertrieb hat mir davon berichtet und so habe ich zeitnah gesehen, wie wichtig der Austausch ist. Daher habe ich mich als Geschäftsführer dafür eingesetzt, dort Mitglied zu werden und mich engagiert. Wir profitieren von der Mitgliedschaft, unter anderem da wir enger mit HCL in Kontakt treten. Für mich ist ebenfalls wichtig, dass innerhalb der DNUG ein Know How-Transfer stattfindet und dies ein gewisser Katalysator ist. Aus diesem Grund engagiere ich mich innerhalb der Fachgruppe Sametime mit meinen Fachgruppenkollegen. Natürlich schaffe ich nicht immer, die ehrenamtliche Tätigkeit mit meinem Hauptjob zu vereinbaren. Hier weiß ich jederzeit, dass mir als Fachgruppenleiter stets der Rücken gestärkt wird und jemand aus der Fachgruppe für mich einspringt.

Man merkt, dass ihr als Fachgruppe sehr aktiv und gewillt seid. Ihr bemüht euch, Veranstaltungen durchzuführen und Neues zu bewirken. Von meiner Seite aus ist es sehr angenehm, mit euch zu arbeiten.

Wir sind schon ein wenig stolz darauf, was wir geleistet haben und weiterhin leisten, und wie innovativ wir sind. Die Unterstützung des Vorstands ist in Bezug auf unser ganzes Vorhaben enorm – auch, wenn wir sie manchmal challengen. Wir können den Leuten so die Produkte nahebringen, zeigen, ausprobieren und die neuesten Technologien von HCL vermitteln.

Hast Du ein spezielles Highlight aus den vergangenen Jahren?

Es gab einige Highlights in den letzten Jahren. Am Anfang war das die Gemeinschaft, dann der gemeinsame Messeauftritt und jetzt die Pandemie. Das schmiedet einerseits zusammen, aber man lernt auch eine ganze Menge. Besonders aus der aktuellen Phase, die noch nicht ganz überstanden ist. Hier halten wir zusammen und nutzen die neuen Möglichketen, was für mich schon sehr bedeutsam ist. Für mich ist diese Zusammenhalt und der freie Informationsaustausch ein Highlight bei der DNUG.

Sprichst Du auch über die #dnug47online?

Genau! Ich finde, es war eine schöne Feuertaufe und hat super geklappt. Als motiviertes Team haben wir das gut hingekriegt und aus dem Team und von den Teilnehmern hat mich nur positives Feedback erreicht. Nun müssen wir schauen, wie es mit Events und Veranstaltungen weitergeht. Wir vermissen es alle, aber die Infrastruktur, die wir geschaffen haben, können wir weiterhin nutzen und optimieren. Innerhalb unserer openCalls haben wir die Möglichkeit, noch mehr zu erreichen und Alternativen zu finden.

Was nimmst Du aus dieser Online Reise mit?

So komisch das klingen mag aber meine Welt war schon immer die Online-Kommunikation und es hat sich gar nicht so wahnsinnig viel für mich verändert. Meine Welt ist jetzt Mainstream geworden, weil alle diese Tools verwenden. Natürlich bin ich froh drüber, dass ich in diesem Bereich tätig bin und ich von dieser Entwicklung profitiere. Dass wir nun weniger durch die Gegend reisen, ist auch gut für unsere Natur und unsere Umwelt. Hier findet nun ein Umdenkprozess statt, was ich sehr unterstütze. Ich hoffe, dass die Impfungen etwas bewirken und wir die ersten Ergebnisse im Sommer signifikant zu sehen bekommen. Sich endlich wieder zu einem Glas Bier, Wein oder was auch immer zu treffen, wäre sehr schön. Obwohl ich mich mit Jörg bereits seit längerer Zeit jeden Freitag zu einem virtuellen Whiskey treffe, um die Woche zu beschließen.  Unter anderem dabei merke ich auch, dass diese ganzen langen Jahre in der Kommunikationsbranche keine vergebene Liebesmühe war, sondern sich etwas verändert hat. IT KANN FREUDE MACHEN.

Apropos Freude. Worauf freust Du Dich im nächsten Jahr am meisten?

Endlich mal wieder reisen zu können und wenn ich wieder Zeit habe, mehr mit meinen Töchtern zu unternehmen. Das kommt einfach dieses Jahr alles ein wenig kurz, da ich glücklicherweise aktuell besonders viel zu tun habe.

Wie alt sind Deine Töchter?

Die Große ist 20 und aus dem Haus und die Kleine wird 14. Sie bringen immer wieder sehr viel Abwechslung in mein Leben. Wenn ich zu viel arbeite, kommt die Kleine vorbei und macht sich bemerkbar. Sie erinnert mich daran, mal wieder die Tastatur beiseite zu legen und etwas anderes zu machen.

Eigene Firma, DNUG-Fachgruppenleiter und Papa von einem pubertären Kind. Dir wird nicht langweilig, oder?

Einen Hund habe ich auch noch und ich könnte Dir noch ein paar Sachen aufzählen. Mein Leben ist manchmal sehr kreativ und ich mag es. Wir müssen lernen, mit den Gegebenheiten umzugehen und ich habe sehr viel Chaos in meinem Leben. Mein Schreibtisch ist immer voll mit neuen Themen und das wird sicherlich auch noch eine Weile so bleiben. Ich konzentriere mich auf das Lernen und die Freude. Das führt dazu, dass man im Herzen mehr Ruhe und Frieden findet und das in einer chaotischen Zeit. Wir müssen an vielen Stellen umdenken, damit wir den Stress reduzieren. Wir müssen überlegen, was die sinnvollen Dinge im Leben sind. Wir müssen mehr Verantwortung übernehmen!

Vielen lieben Dank für Deine inspirierenden und motivierenden Worte, Carsten!

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