Archive for: ‘November 2019’

„Chinesische“ Leseempfehlung: Was ist eine liberale Demokratie noch wert, wenn sie auf totalitären Servern läuft, fragt Sascha Lobo

30. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Eine Pflichtlektüre, diese Kolumne von Sascha Lobo zum „kommenden, digitalen, chinesischen Jahrhunderts, das die Welt stärker prägen könnte, als es heute Google, Apple, Facebook und Amazon tun. Sascha beschreibt in seinen knackig-pointierten Ausführungen das chinesische Selbstverständnis anlässlich und jenseits der aktuellen Diskussion um 5G und Huawai. Es geht um mehr als 5G, es geht um eine radikale andere chinesische Vorstellung von digitaler Gesellschaft. Hier einige Kernzitate, aber unbedingt den ganzen Beitrag lesen!

In China gibt es zwei Arten von Unternehmen: Staatsunternehmen und Unternehmen, die jederzeit gezwungen werden können, sich wie Staatsunternehmen zu verhalten. …

Ohne China gäbe es in Deutschland 2019 keinen Handyempfang, …

China ist keine Demokratie, sondern entwickelt sich zum exakten Gegenentwurf, nämlich zur ersten digitalen Diktatur der Welt. …

Sie basiert auf der digitalen Messbarkeit von fast allen Verhaltensweisen. In Verbindung mit einer Identifizierung per künstlicher Intelligenz ergibt sich ein übermächtiges Steuerungsinstrument. …

Digitale Diktatur bedeutet, die Gesellschaft als Maschine zu betrachten, in der jedem menschlichen Teilchen ständig überprüfte Grenzen gesetzt werden, ein Maschinenkorsett digitaler Hörigkeit.

über Digitale Zukunft entsteht in China – eine digitale Drohung – Kolumne – SPIEGEL ONLINE

Er nimmt auch Bezug auf das auch im Westen immer weiter verbreitete soziale Netzwerk TikTok, das gerade von netzpolitik.org analysiert wurde.

(Stefan Pfeiffer)

Kurz zitiert und notiert: Egal ob Blog oder Magazin – Qualität, Konsistenz und regelmässige Erscheinungsweise entscheiden – @MCSchindler

29. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Das Ende des Daimler-Blogs und das neue Magazin sind kreuz und quer in der deutschen Marketing- und PR-Szene diskutiert worden. Marie-Christine Schindler vermittelt in ihrem Beitrag einige Hintergründe. Durchlesen.

Besonders gut gefällt mir Ihr Schlusswort:

Ob ein Unternehmen einen Blog betreiben oder ein Onlinemagazin herausgeben sollte, ist ein Thema, das wir in unserer Kommunikations-Bubble diskutieren. Die breite Öffentlichkeit kümmert das Format aber herzlich wenig: Sie akzeptiert eine Publikation, weil sie inhaltlich interessant, relevant und stimulierend ist. Und sie schenkt Vertrauen aufgrund hoher Qualität, inhaltlicher Konsistenz und regelmässiger Erscheinungsweise. Für die Akzeptanz entscheidend ist die Leistung und nicht das Label.

über Vom Blog zum Magazin: Der Strategiewechsel von Daimler – mcschindler.com

Bild von Werner Moser auf Pixabay

animation

#CMOKurator bunt gemischt: Cookie-Panik in der Werbebranche – KI, Automatisierung und mehr (nicht nur im B2B) Marketing 2020

28. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Und wieder einige kuratierte Beiträge rund um Marketing, Social Medida und Digitalisierung. Einige schließen an die Diskussion an, die ich am 26. November 2019 mit Lutz Becker und Gunnar Sohn geführt habe.

KI, Automatisierung und der Marketer

Robin Nichols widmet sich in einem Beitrag auf Lead dem Thema künstliche Intelligenz im Marketing, besonders im Bereich Customer Experience. Sind künstliche Intelligenz und menschliche Intelligenz und Empathie wirklich ein Gegensatz? Der Autor sieht beispielsweise in der automatisierten Personalisierung Potential, um die richtige Botschaft an die richtige Person zur richtigen Zeit zu bringen:

KI-gestützte Lösungen können Nachrichten an das Publikum anpassen und auslösen – und dabei lernen, was funktioniert und was nicht. …
Verschiedene Arten der Automatisierung, des maschinellen Lernens und der KI-basierten Techniken können … echte Vorteile bringen. Sie helfen, Zeit zu gewinnen, den Betrieb zu vergrößern, Muster zu identifizieren und die Ergebnisse zu maximieren. Und Mitarbeiter, die wissen, wie man dies nutzt, werden sicherlich die Oberhand behalten.

über Wie sich Customer Experience-Spezialisten KI zu Nutze machen | LEAD

Programmatic Advertising wächst weiter

Das Urteil des EuGH zur Cookie-Nutzung fühlt derzeit zu Unsicherheit der Werbungtreibenden. Da kommt eas dann auch zu entsprechendem Wegklagen und Überschriften wie Datenschutzregulierungen hemmen Programmatic-Wachstum (Adzine). Dabei wächst gerade Programmatic Advertising* weiter, wie der Programmatic Marketing Forecasts von Zenith vorhersagt.

Im Jahr 2020 werden 69 Prozent aller digitalen Werbeformate einschließlich Banner, Online-Video und Social Media programmatisch gehandelt. Im laufenden Jahr liegt der Wert bei etwa 65 Prozent. … Der programmatisch investierte Gesamtbetrag werde demnach 2019 erstmals über 100 Milliarden US-Dollar liegen.

über Programmatische Werbung bleibt auf dem Vormarsch › absatzwirtschaft

Weniger Cookies heißt nicht zwingend weniger Daten

Aber man muss eben angesichts der Cookie-Regulierungen umdenken, was offensichtlich hier und da schwer fällt. Auf Horizont schreibt Boris Kurschinski, Vice President DACH bei Adform, angesichts noch immer mangelnder Transparenz und Messbarkeit, die die Markteilnehmer beklagen:

Weniger Cookies heißt nicht zwingend weniger Daten, sondern führt eher zu sensitiveren und beständigeren User IDs, welche auch User Content dauerhaft speichern und auditierbar machen.
Wir werden eine digitale Welt erleben, in der viele Dienste nur noch gegen Login verfügbar gemacht werden. Dadurch wird die Zuweisung zu einer Person und damit die Granularität der Daten viel einfacher. Dies führt zu mehr Transparenz für alle Beteiligten.

über Online-Werbung: Wir brauchen Transparenz!

Schon sind wir bei den auch im Videotalk angesprochenen ID-Management-Lösungen. Es wird interessant, wie viel Transparenz diese nicht nur den Werbenden bieten, sondern auch wie verständlich und klar sie gegenüber denen sind, die ihrer Datennutzung zustimmen.

Jüngere Generation: Weg von Facebook, hin zu?? Und sie schauen doch TV

Noch einige knackige kurze Meldungen: Die Zahl der Facebook-Nutzer fällt.

Last year, Facebook usage in Germany dropped 1.2% and will fall another 0.9% by the end of 2019 to 25.9 million people.

über » Facebook Losing Users in Germany and France Faster than Anticipated eMarketer Newsroom

Insbesondere jüngere Anwender, die Gen Y and Z, verlassen das soziale Netzwerk … und nutzen wahrscheinlich eher Instagram und TikTok. Vom Regen in die Traufe?

Apropos Gen Y und Z: Die viel kolportierte Aussage, dass die nur noch streamen und kein Fernsehen schauen, scheint nicht haltbar. So zumindest die aktuelle Studie die Studie „Digital Natives 2.0“  von Mediaplus Strategic Insights und Facit Research.

Digital Natives, die ausschließlich streamen, sind eher die Ausnahme als die Regel. Vielmehr ist eine Multi-Nutzung aller Kanäle typisch für die junge Zielgruppe.

über Generationen Y und Z: Die Digital Natives lieben Streaming – in Kombination mit klassischem TV

Das B2B Marketing-Kochbuch für 2020

Da ja die Planung 2020 anliegt und ich selbst im B2B Marketing noch ein Lesetipp: Hubspot hat im Blog 15 Tipps für das B2B Marketing zusammengestellt. Agile muss natürlich auch das Marketing sein (ich kann den Begriff nicht mehr hören). Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind gefragt (siehe oben). Reicht Video bald nicht mehr, es geht Richtung Augmented und Viortual Reality?

Marketers, hört die Signale beziehungsweise die Aussage zu Content Markeing: „Die Devise lautet: Informative Inhalte anstatt Verkaufsparolen.“ Natürlich soll man auf B2B Influencer sowie LinkedIn und Xing setzen. Man soll wegen der höheren Klickzahlen auf Anzeigen statt auf organische Suche setzen. Und: „… bei der Flut an E-Mails, die uns tagtäglich erreicht, ist Individualität gefragt. Die Gestaltung der Customer Journey und somit auch der Kommunikation via E-Mail verlangt zunehmend eine persönlichere Note.“ Schließlich machen wir noch Account Based Marketing, produzieren Podcats (oder Videocasts wie #9vor9 und das Acoustic Studio), setzen Chatbots ein und fesseln unsere Interessenten und Kunden bei unseren prickelnden Veranstaltungen. Einfach mal durchlesen, eine nette Übersicht.

(Stefan Pfeiffer)

* „Er bezeichnet den vollautomatischen und individualisierten Ein- und Verkauf von Werbeflächen in Echtzeit. Dabei werden auf Basis der vorliegenden Nutzerdaten gezielt auf den Nutzer zugeschnittene Werbebanner oder Werbespots ausgeliefert. Die Individualisierung der Werbeflächen geschieht dabei in der Regel über einen Auktionsprozess, bei dem, nach der Überprüfung der Nutzerrelevanz für die Kampagne des Werbetreibenden, der Höchstbietende den Zuschlag erhält und den Werbebanner aussteuern darf. “ (nach: Wikipedia)

Bericht vom DNUG-Workshop „Notes-Entwickler“

28. November 2019 Posted by DNUG Marketing

Von Julian Mosen via uct.de / Am vergangenen Donnerstag, den 21. November 2019,  veranstaltete die DNUG-Fachgruppe Development einen Workshop zur Einführung in die Entwicklung mit Notes und Domino. Im Haus der Technik e.V. in Essen wurden die Workshop-Teilnehmer einen Tag lang mit allem Wissenswerten zum Einstieg in die Notes-Programmierung vertraut gemacht und erlangten sowohl die […]

Der Beitrag Bericht vom DNUG-Workshop „Notes-Entwickler“ erschien zuerst auf DNUG.

Was kann #KI im Angesicht der #DSGVO in der Auswertung der Daten für das #Marketing wirklich leisten? #NE019X

27. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Das Thema Datenschutz getrieben durch DSGVO, die Auswirkung auf die tägliche Arbeit im Marketing und die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz in und für das Marketing waren Themas eines Talks mit Lutz Becker und Gunnar Sohn anläßlich der Next Economy Open 2019. Hier die entsprechende Aufnahme auf YouTube:

Wir haben die verschiedenen Aspekte und Facetten andiskutiert: Vom Geheule und Gejammere der Marketingverantwortlichen angesichts der Datenschutzgrundverordnung, die das Ende der Welt, vor allem aber der Zahl von Interessenten, die sie erreichen, lautstark beklagten. Und die jetzt widerlegt zu sei. scheinen, denn weniger Kontakte, die man anschreiben darf, heißt nicht weniger Erfolg

Offensichtlich kann es sogar ganz anders kommen, wie der Marketing Benchmark Report 2019 von Acoustic zeigt. Demnach sind nach Einführung der DSGVO dass die Öffnungs- und Klickraten von E-Mails seit 2014 stetig gestiegen sind (um 19% bzw. 14%). Das deutet darauf hin, dass die Datenschutzbestimmungen die Unternehmen dazu bringen, sich verstärkt auf saubere, den Regularien entsprechende Listenhygiene und gleichzeitig stärker interessiere und engagierte Abonnenten konzentrieren. Und qualitativ bessere Kontakte kombiniert mit einer guten Zielgruppenansprache in Kampagnen erhöht offensichtlich die Erfolgsrate.

Doch nicht nur die DSGVO jagt Marketingfachleuten, Webseitenbetreibern, Werbetreibenden, besonders aber Agenturen, Verlagen, aber auch Facebook oder. Google den Schauer über den Rücken. Das Cookie-Gespenst geht um: Das explizite OptIn, Cookies zu akzeptieren, und Browser wie Firefox oder Safari sind zwei Dinge, die nicht gerne gesehen werden. Da kommt es schon zu knackigen Aussagen wie der von Stefan Mölling von der Axel Springer-Tochter Media Impact:“Die Mozillas dieser Welt bevormunden sowohl die Nutzer als auch die Gesetzgeber“.

Doch es gibt auch die überlegten Aussagen: „Weniger Daten für Marketing und Vertrieb? Weniger Treibstoff für die Digitalbranche?“, unkt Jochen Schlosser. Er plädiert dafür, nicht hysterisch zu werden und stattdessen den Weg weiter zu gehen, digitale Werbung mit der Einwilligung der User zu verknüpfen. Doch die Werbebranche ist natürlich findig und arbeitet an einer Verlagerung des Trackings auf ID Management-Lösungen, wie sie auch die European NetID Foundation treibt: eine Log-in-Allianz mit möglichst vielen Partnerunternehmen als europäische Alternative zu den GAFA(M)s, den Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft dieser Welt. Über solches ID Management registrieren sich mit ihren persönlicher Daten gleich für vielen Websites – und die geben dort rechtskonform an Nutzer an, ob und in welchem Umfang sie ihre Daten für Werbung zur Verfügung erhalten wollen.

Doch unterdessen kämpfen und lobbyieren Werbetreibenden und Verlage in seltsamer Allianz mit Google und Facebook – sie streiten sich sonst um die Werbeeinnahmen und sind erbitterte Gegener – in Brüssel gegen beziehungsweise für eine Aufweichung der geplanten und immer wieder verzögerten ePrivacy-Verordnung. Einige EU-Staaten scheinen Verlagen einen Blankoscheck für Online-Tracking gewähren zu wollen, andere blockieren genau das und so haben wir in Brüssel ein Pattsituation.

Unabhängig von explizitem OptIn für Cookies oder von ID Managementplattformen, auf denen die Anwender ihren „Consent“, ihre Zustimmung geben, bleibt eine für mich wesentlich Frage offen: Welcher normalen Anwender:innen versteht denn eigentlich die Privacy-Belehrungen, die dort unterbreitet werden? Welche Anwender:innen nehmen sich die Zeit, die entsprechenden Passagen zu lesen? Ehrlich: Ich tue es nicht, weil ich viel zu faul dafür bin und schnell zu den Inhalten kommen will, die mich interessieren. Meine Antwort, dass ich regelmäßig meine Cookies im Browser lösche.

Zurück zu unserem Thema personalisierte Werbung und Datenschutz für die Kunden: Es geht darum ein Gleichgewicht zu finden. so dass Kunden nicht das Gefühl haben, mit Anzeigen verfolgt zu werden die so präzise sind, dass sie eine Verletzung der Privatsphäre darzustellen scheinen. Eine durchaus komplexe und anspruchsvoll Aufgabe, die uns die kommenden Jahre begleiten wird.

Und in diesem Zusammenhang spielt auch künstliche Intelligenz künftig eine immer wichtiger werdende Rolle. Sie wird im Marketing an den verschiedensten Stellen eingesetzt und man muss sich die entsprechenden Einsatzgebiete sehr genau anschauen. Das reicht von der Erkennung von Mustern, wie sich Kunden auf Webseiten bewegen, über die Bewertung des Umfelds, wo Werbung geschaltet wird, und die automatisierte Ausspielung von Kampagnen (Stichwort Programmatic Advertising), die Vorhersage von Kunden- und Kaufverhalten bis zu Hypertargeting, die Personalisierung auf individueller Ebene. Das reicht eben von der Analyse großer Datenmengen bis zum individuellen Mikrokosmos. Hinzu kommen andere Einsatzgebiete wie Chatbots im Kundenservice oder Vertrieb oder auch der Einsatz im Content Marketing in der Erstellung und Bewertung von Inhalten.

Zum Abschluss dann doch noch einige Anmerkungen zu den mir doch zu plakativen Aussagen über „Datenschutz wie im 18. Jahrhunder“ (so geäußert von Doro Bär und Lutz Becker) oder Daten als Rohöl der digitalen Wirtschaft. Unbenommen ist, dass Daten und der intelligente Auswertung heute ein wichtiges wirtschaftliches (und in manchen Bereichen wie Medizin ein lebenswichtiges) Thema ist. Doch müssen Datenschutz und Nutzung der Daten nicht im Widerspruch stehen. Wie es schief gehen kann, zeigt das aktuelle Beispiel aus den USA, wo Patientendaten einerseits zwecks optimaler Berhandlung und Forschung analysiert werden, andererseits von Google potentiell vermarktet werden.

Daten können und sollten nur dort personalisiert zur Verfügung gestellt werden, wo Anwender explizit auf Basis einer verständlichen Belehrung zugestimmt haben. Daneben kann (und sollte) eine ertragsversprechende Analyse und Verwertung aufgrund anoymisierter Datenbestände eben gerade durch Analytics- und KI-Systeme erfolgen. Unbenommen ist auch, dass wir uns Stillstand nicht leisten können und sollten. Das kann aber andererseits nicht dazu führen, einfach mal den Datenschutz zu vergessen.

Hinweis: Die Themen künstliche Intelligenz, Kampagnenautomatisierung, Personalisierung und Content Marketing sind auch zentrale Themen des Acoustic Launch Events in Stuttgart am 4. Dezember 2019, zu dem ich Interessierte nochmals einlade.

(Stefan Pfeiffer)

 Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Großes Release-Event: HCL veröffentlicht Domino V11, Notes V11, Sametime V11 und Connections V6.5 am 04. Dezember in Tokyo

26. November 2019 Posted by Lela Meiners

Wir fiebern schon alle sehnsüchtig dem 04. Dezember entgegen und bald ist es endlich soweit – Es ist der Tag an dem Domino V11, Notes V11, Sametime V11 und Connections V6.5 released werden. Der für uns sehr wichtige Software Launch wird mit einem großen Event in Tokyo zelebriert werden und wir sind schon sehr gespannt!

Ihr möchtet auch dabei sein? Wenn ihr am Release-Event teilnehmen möchtet, könnt ihr euch für die Live-Vorstellung registrieren oder ihr schaut einfach auf einer der vielen Release Partys auf der ganzen Welt vorbei :)

- Release Party in der Nähe finden

- Live from Tokyo digital ‚stage’

- Für den Live-Webcast anmelden

- Teaser Video zum einstimmen ;)

Habt ihr Fragen oder Anregungen? Ruft uns an unter 05251-288160 oder schreibt uns eine Mail an info@itwu.de.

Vorschau auf das Acoustic Launch Event am 4. Dezember im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart

26. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Teilweise mit Picture-in-picture, aber hoffentlich trotzdem sehens- und hörenswert das gestrige Gespräch zwischen Martin Meyer-Gossner, Gunnar Sohn und mir zum in der kommenden Woche am 4. Dezember ab 16 Uhr stattfindenden Acoustic Launch in Stuttgart im Mercedes-Benz Museum. Hier werden Marketing-Interessierte erfahren, was das neue Unternehmen Acoustic in Nachfolge von IBM Watson Marketing plant. Doch nicht nur das, wir werden uns auch an aktuellen Marketingthemen entlang hangeln und am 4. und 5. Dezember aus Stuttgart hier und da live berichten. Wer noch Lust und Zeit: Vorbeikommen, es lohnt sich auf jeden Fall. Versprochen. (Allein schon wegen der Führung durch das Mercedes-Benz Museum.) Hier geht es zur Registrierung.

 

#9vor9 vor der #NEO19X zu #TikTok und öffentlich-rechtlichem Euro-Facebook

26. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Wie ein Turm im Sturm steht er, der Gunnar, und war auch heute wieder bei #9vor9 dabei (während Lars Basche mit lauer Ausrede sagte, er habe gedacht, es finde nicht statt, weil Next Economy Open und so weiter … Ausreden!

Die Next Economy Open 2019 ist auch unser erstes Thema. Von heute an findet die virtuelle Konferenz statt. Die „Programmzeitschrift“ findet Ihr hier im Blog und könnt dort auch direkt folgen. Und wer mit diskutieren will, der sollte auf Gunnis YouTube-Kanal gehen. Eine klare Empfehlung meinerseits: Es gibt viele spannende Themen! Gunnar und ich sehen uns dort nochmals wieder. Wir sprechen um 17 Uhr über Datenschutz, DSGVO, E-Privacy, KI und den ganzen Themenkomplex.

Meine Themen heute: Die Recherchen und die Berichte von netzpolitik.org zu den Praktiken von TikTok. Jenseits des Hypes kann man da nur zur Vorsicht mahnen. Und die Idee von Malte Spitz und Robert Habeck  von einem öffentlich-rechtlich (aus den Rundfunkgebühren) finanzierten Euro-Facebook als Alternative zu den kommerziellen sozialen Netzwerken.

Viel Spaß beim Reinhören!

 

Kurz notiert: Grüne fordern Facebook-Alternative aus Rundfunkgebühren

26. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Malte Spitz und Robert Habeck von den Grünen fordern am 8.11.2019 in einem Beitrag auf T-Online eine durch öffentliche Mittel finanzierte Alternative zu Facebook und Co:

Die datengetriebenen, werbebasierten Geschäftsmodelle von kommerziellen Plattformen verändern unser Verhalten, unsere demokratischen Prozesse und unsere Gesellschaft. Und das nicht immer zum Besseren.

Deshalb braucht es Alternativen zu Facebook, YouTube und Co: eine europäische Medienplattform als werbefreier, öffentlicher Raum der digitalen Kommunikation.

über Facebook: Grüne fordern Alternative aus Rundfunkgebühren – T-Online.de

Ich habe meine Zweifel, denn es gab schon viele Versuche (Ello, Mastodon u.v.a.), Alternativen zu Facebook zu schaffen. Alle scheitern daran, dass „die Leute“, die Masse der User auf Facebook ist und bleibt. Ähnliche Erfahrungen habe ich mit WhatsApp gemacht. Es gibt Alternative, aber viele in meinem Bekanntenkreis weigern sich „rüber“ zu kommen, weil doch „alle“ WhatsApp sind – und man was verpassen könnte.

Also: Wie erreicht man eine kritische Masse? Und damit verbunden: Wie kommt Leben in die Bude? Und damit meine ich sicher nicht die Hass-Tweets und Kommentare, die wir von anderen Plattformen kennen. Europäische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten sollen ihrer Vorstellung nach die Plattform betreiben. Sind sie in der Lage, die Plattform so zu bespielen, dass „die Leute“ auf das Netz aufspringen und mitmachen? Wenn ich den Begriff „gebührenfinanzierte Inhalte“ lese, beginne ich zu zweifeln.

Habeck und Spitz benutzen in ihrem Beitrag den Begriff Infrastruktur und ich muss an Breitbandausbau, Bahn und andere Infrastrukturprojekte denken.  Wie vermeidet man bürokratische Strukturen, die so typisch für Projekte für der öffentlichen Verwaltung sind?

Um es klar zu sagen: Ich würde mich über Alternativen zu Facebook und Konsorten freuen. Aber wie bringt man es erfolgversprechend an den Start und gewinnt „die Anwender“?

Im Artikel kann man abstimmen, ob man die gut oder schlecht findet. Hier das Stimmungsbild am 24.11.2019 mittags:

Facebook__Grüne_fordern_Alternative_aus_Rundfunkgebühren.png

Schnell kuratiert: TikTok wächst schneller als jeder Rivale … Facebook und Youtube wirken geradezu wie demokratische und offene Räume

25. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

TikTok hat die Nutzermilliarde schneller erreicht als jeder andere Social-Media-Dienst vorher. Beim weltgrößten Netzwerk Facebook waren es acht Jahre, beim Messenger WhatsApp sieben, dem chinesischen Rivalen WeChat immerhin sechs.

über TikTok hat eine Milliarde User schneller als jeder Rivale erreicht – viermal so schnell wie Facebook | Kroker’s Look @ IT

… schreibt Michael Kroker in seinem von mir sehr geschätzten Look@IT. Und Hutter Consult beschwört „the next thing“, das nächste große Ding, auf das Unternehmen, Werbeschaffende und Marketing aufspringen sollten.

TikTok ist mit grosser Wahrscheinlich “the next big thing” im Digital Marketing. Die beliebte App aus China passt direkt zum Trend von vertikalen Stories gepaart mit knackigen Kurzvideos und entspricht sehr gut den heutigen Konsumgewohnheiten der Gen Z und Gen Y.

über TikTok: 1.5 Milliarden App-Downloads Facebook Marketing Blog – Thomas Hutter Facebook Marketing Experte– unter der Überschrift „Gute Laune und Zensur“ Essig in den Wein, denn …

TikTok betreibt ein ausgeklügeltes System um Inhalte zu identifizieren, zu kontrollieren, zu unterdrücken und zu lenken. Die Plattform kann nach ihren Regeln Videos von Protesten und Demonstrationen drosseln.

über TikTok – Gute Laune und Zensur

Sie hatten exklusiven Einblick in die Moderation bekommen. Details, wie moderiert und gegebenenfalls zensiert wird, sind in ihrem Beitrag nachlesbar. Markus Beckedahl kommentiert dazu:

Was wir in unseren Recherchen über die Moderationsregeln beim Social-Media-Dienst TikTok herausgefunden haben, stellt alles in den Schatten, was über die Moderation bei Facebook oder Youtube bekannt ist. Die chinesische Plattform hat vage, intransparente Regeln, bietet Moderator:innen technisch weitgehende Eingriffsmöglichkeiten, um Inhalte zu verschleiern und ihre Verbreitung gezielt zu unterdrücken. Damit schränkt das Unternehmen die politische Meinungsäußerung massiv und bewusst ein. Dagegen wirken Facebook und Youtube geradezu wie demokratische und offene Räume.

über Content-Moderation bei TikTok – Eine neue Dimension der Informationskontrolle

Lesenswert dazu auch der Beitrag von Marcel Weiss auf neunetz.com:

Dass eine international erfolgreiche chinesische App von den politischen Interessen der chinesischen Regierung frei ist, weil das innerchinesische Pendant separat entwickelt und angeboten wird, ist im Übrigen nicht mehr als PR, der man kein Wort glauben sollte.

über TikTok und die Abhängigkeit von der Kommunistischen Partei Chinas

Tom Zeizels Blog: Universität Koblenz-Landau – Zentrum der Forschung über Zusammenarbeit in der Zukunft

24. November 2019 Posted by Thomas Zeizel, HCL

Tom Zeizels Blog: Universität Koblenz-Landau – Zentrum der Forschung über Zusammenarbeit in der Zukunft Tools-gestützte Zusammenarbeit – oft einfach englisch „Collaboration“ genannt – ist etwas, dass sich fortlaufend weiterentwickelt und im Sinne fortlaufender Verbesserung auch entwickeln muss. IBM hatte deshalb vor 10 Jahren begonnen, was nun von HCL Technologies fortgesetzt wird: Eine enge Zusammenarbeit mit […]

Der Beitrag Tom Zeizels Blog: Universität Koblenz-Landau – Zentrum der Forschung über Zusammenarbeit in der Zukunft erschien zuerst auf DNUG.

Gegen rechte Nepper, Schlepper, Bauernfänger: Wo möglich ausgrenzen und ignorieren, sonst klare Kante zeigen

24. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Twitter-Exzesse von Herrn Trump, Fake News, rechte Pöbeleien gegen Andersdenkende, die Verrohung von Sitten und Anstand, die angebliche Lügenpresse, Angst und Zivilcourage im realen Leben und im Netz, die Krise und das kommunikative Versagen der Parteien … Das Thema demokratischer Diskurs, Meinungsfreiheit, öffentliche Diskussion einerseits, Hasskommentare und Shitstorms andererseits in sozialen Medien, der erneute Strukturwandel der Öffentlichkeit in den letzten Monaten und Jahren beschäftigt mich sehr. Deshalb hier einige kuratierte Zitate und Links zu Artikeln, deren Hintergrund einige Kernfragen sind:

  • Wann und wie oft reagiert man öffentlich auf die oft undemokratischen, rassistischen und menschenfeindichen Aussagen von AfD und Konsorten und wie viel Aufmerksamkeit generiert man dadurch unbeabsichtigt für sie?
  • Oder: Wie wehrhaft und klar muss man gegenüber den angeblich so Integren aufstehen?
  • Aber auch: Was ist mit der einstmals positiv besetzten Vision des Internets, der sozialen Netzwerke als Ort des Diskurses angesichts des Missbrauchs, der Propaganda radikaler Gruppen im Netz?

Sascha Lobo hat sich in seiner Kolumne auf Spiegel Online zur „digitale Transformation der Meinungsfreiheit“ geäußert. Und ich nicke, wenn er über die Stammtischparolen und rechte Gesinnung schreibt, die es schon immer in Deutschland gegeben hat. In meinem Heimort Leun hatte die NPD schon vor 30 Jahren in Wahlen signifikant Stimmen gewonnen. Nur war es damals ein lokales Phänomen, das über die Region hinaus kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Die Rechten bekamen nie in mit heute vergleichbarer Weise Aufmerksamkeit. Das ist heute durch das Netz und die sozialen Medien anders. Parolen und Hass-Tweets sind jetzt weit über den Stammtisch in der Dorfkneipe und die Lokalzeitung hinaus hörbar.

Die AfD mobilisiert bestehendes Potenzial“, schreibt Floris Biskamp im Tagesspiegel. Schon seit vielen Jahren gebe es nach Studien einen rechten Bodensatz und eine größere Gruppe mit Affinität zu radikal rechten Positionen.  Nun ist das Potential sichtbar und pöbelt herum.

Ausgrenzen, wo immer möglich

Was also tun? Rechtsextremistische, rassistische Bewegungen ausgrenzen, fordert Verena Weidenbach in einem Beitrag auf Zeit Online. Ruprecht Polenz unterstützt sie in Tweets und seiner Leseempfehlung auf Piqd die Argumentation: „Ausgrenzung durchkreuzt die Normalisierungsstrategie der Rechtsradikalen“, so der Titel seines Beitrags. Ausgrenzen, wo immer es geht. Und eben gerade nicht zur Feier des 70 jährigen Bestehens der FAZ einladen.

Nicht nur fehlt der AfD integres Personal*, wie Verena Weidenbach ausführt, sie dulden in ihrer Partei unbestreitbarerweise Rechtsradikale, entsprechende Aussagen und Ansichten. Erhöhte Obacht also, wenn sich die AfD nun als konservative und bürgerliche Partei zu positionieren versucht und von einem „Marsch durch die Organisationen“ träumt. Und seien wir vorsichtig und realistisch: Es gibt an den oben zitierten Stammtischen, in manchen Vereinen und Organisationen, bei oben erwähntem Potential, durchaus ein offenes Ohr für die einfach klingenden Stammtischparolen.

Ausgrenzen heißt aus meiner Sicht übrigens nicht, dass man mit nicht mit Überzeugungsarbeit und Geduld – und nicht mit nachplappern und nachäffen von Parolen – versucht, Wähler zurückzugewinnen, auch wenn die entsprechenden Dialogversuche oft frustrierend sind.

Eine vorgeschlagene Strategie ist also ausgrenzen. Doch reagiert man, muss man nicht auf die teilweise unhaltbaren Plattitüden reagieren, die heute eben deutlich über den Stammtisch hinaus vor allem auch in sozialen Medien zu finden sind und sich dort aufschaukeln?  Das Netz, einstmals als Ort des demokratischen Aufbruchs, als Ort der kontroversen, aber friedlichen Kommunikation gedacht, wird gebraucht, missbraucht, um Hassbotschaften, Lügen, Halbwahrheiten zu verbreiten, zu beschimpfen und zu drohen.

„Den Bekloppten nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken“

Was sollte diesbezüglich die Antwort und Strategie sein? Hilft ignorieren und schweigen? „Stell dir vor, Trump twittert, und niemand schaut hin“, schreibt die taz. Wohl eher schwierig, denn die Tweets von Herrn Trump und die Parolen der Rechten, die sich so gerne als Opfer von „Lügenpresse“ und linker Gegner „hochsterilisieren“. Sie sind auf den sozialen Kanälen hyperaktiv und auch die Medien spielen mit, denn die Aussagen und entsprechenden Kontroversen generieren Aufmerksamkeit, Klickraten, Leser, Zuhörer und Zuschauer. Und schon dreht sich die Spirale.

Und ich fürchte, nicht nur eine BILD ist unbelehrbar und springt auf ach so plakative Sprüche und Tweets auf, behandelt diese in der unendlichen Fortsetzungsreihe aufmerksamkeitsheischender Berichterstattung. Auch die durchaus kritische Presse ist nicht gefeit. Allenthalben werden weiter entsprechende Aussagen und Themen aufgegriffen, verbreitet und sorgen so für entsprechende kostenlose Öffentlichkeit für die rechten Rattenfänger. Die sogenannte Lügenpresse wird ungewollt zum Wahlkampfhelfer. Ein fataler Zyklus oder wie es Die Schwäbische zum Aufstieg von AfD oder auch zum Erfolg von Herrn Trump und Konsorten formuliert:

Sind Medien dafür mitverantwortlich – weil sie denen besonders viel Beachtung schenken, die besonders laut schreien?

Kurzum: Geben wir den Bekloppten zu viel Aufmerksamkeit?

über AfD, Brexit, Trump: Geben wir den Bekloppten zu viel Aufmerksamkeit?

Rezo stößt in seinem Beitrag auf Zeit Online in das gleiche Horn, wenn er Journalisten, die eben auch Influencer sind, ermahnt:

Und je nachdem welche Narrative ihr wiederholt oder wie ihr Themen präsentiert, stärkt ihr den Spin der „Maulkorb-Demokratie“ und „Wohlfühl-Diktatur“ von Faschisten und Co.

über Meinungsfreiheit: Die CDU hat mich nicht verklagt | ZEIT ONLINE

Kann, darf man also schweigen? Gerade die Medien sind gefragt, über die Art ihrer Berichterstattung nachzudenken – und ob man gerade einer AfD immer wieder eine Plattform geben und sie zu nur scheinbar hart, aber fairen Diskussionen einladen muss. Und wenn man sie schon einladen muss: Warum ist man dann nüberhöflich, statt  und klare Kante bei entsprechenden Aussagen zu zeigen?

Mut zu Zivilcourage und klarer Kante

Doch nicht nur von den Medien ist diese Kante gefragt. Die Schriftstellerin Juli Zeh hat am 8. November anlässlich der Verleihung des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln eine bemerkenswerte Rede gehalten. Sie prangert die Politikverdrossenheit von Literaten als ein Seimospgraph des Zustands einer Gesellschaft an. Politik werde als uncool angesehen, Politik- bzw. Elitenfeindlichkeit ist unsinnigerweise bei meist eher linken Intellektuellen wie auch am rechten Rand en vogue.

Es ist höchste Zeit, den demokratischen Selbsthass zu beenden und zu einem respektvollen Umgang mit unserem System, mit uns selbst und miteinander zurückzukehren. …

Auch wenn Gedankenaustausch und Interessenausgleich noch so anstrengend, quälend langsam und frustrierend sein können. Auch wenn hart errungene Kompromisse noch so fade schmecken und das politische Tagesgeschäft insgesamt ziemlich wenig glamourös, cool oder sexy ist. Schluss mit Bequemlichkeit und Beleidigtsein. Schluss mit der ebenso albernen wie gefährlichen Behauptung, die Demokratie könnte es mit dem 21. Jahrhundert nicht aufnehmen.

Wir, jeder Einzelne von uns, als Schriftsteller, als Bürger, sind das Rückgrat der Demokratie, sofern wir selbst ein Rückgrat besitzen.

über Politikverdruss: Wir tragen alle Mitschuld | ZEIT ONLINE

Ein beeindruckendes Appell. Zivilcourage und ebenKante zeigen, auch wenn sich – wie Sascha Lobo schreibt – „die Menschen“, demokratisch gesinnte Bürger:innen oft aus Angst nicht mehr trauen, ihre Meinung zu äußern:

Die Zahl der Menschen, die sich in sozialen Medien nicht oder nur eingeschränkt politisch äußern, weil sie einen Onlinemob, Hassattacken oder gar Offline-Übergriffe fürchten, ist nach meiner Einschätzung groß. Und natürlich sind aggressive Beschimpfungen oder Bedrohungen eine potenzielle Gefahr für die Meinungsfreiheit.

über Sascha Lobo: Der tägliche Meinungsfreiheitskampf – SPIEGEL ONLINE

Wir hatten das in Deutschland schon einmal, doch wir leben in anderen Zeiten und – davon bin ich überzeugt – die demokratische Basis und das Selbstverständnis ist heute als in der Weimarer Republik.

Demokratie muss sich wehren und Bürger:innen müssen geschützt werden

Doch es muss im Sinne einer wehrhaften Demokratie gegen Exzesse, Beleidigungen und Bedrohungen strafrechtlich vorgegangen werden, nicht nur, wenn Politiker:innen übelst bedroht und beschimpft werden. Auch der gemeine, normale Bürger und seine Zivilcourage muss geschützt werden. Demokratische Grundwerte – Basis ist das Grundgesetz – gehören verteidigt. Übergriffe müssen schnell, direkt und hart bestraft werden. Das ist Verteidigung der Meinungsfreiheit und wehrhafte Demokratie.

Das mag, ja wird und muss bedeuten, dass die entsprechenden Behörden in jeder Beziehung besser ausgestattet werden: Mehr Personal, bessere Technik und schneller handelnde und urteilende Gerichte. Das heißt auch, die GAFAM-Konzerne wirklich in die Pflicht zu nehmen. Wir leben in einem Land und in einer europäischen, ja trotz eines Trump wohl transatlantischen, ja weltweiten Wertegemeinschaft, wo gemeinsame, demokratische Werte hoch gehalten werden. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das gehört verteidigt.

Den Neppern, Schleppern und Bauernfängern gegenhalten

Und so hilft wohl nur eine kombinierte Strategie

  • des Ausgrenzens, wo immer es möglich ist, des Ignorierens und Schweigens, wo angebracht, wir müssen nicht jede faule Möhre anknabbern, die uns Radikale hinhalten,
  • der kompromisslosen Strafverfolgung, wenn demokratische Grundwerte und juristisch verfolgbare Bestände vorliegen,
  • und sicher nicht zuletzt der Zivilcourage aller Bürger:innen, die man ermutigen und schützen sollte.

Ich verstehe den Frust mit dem Politikbetrieb und den etablierten Parteien sehr gut. Wir können und sollten uns aber Politikverachtung nicht leisten, sondern den Mut haben, demokratische Reformen zu fordern und zu treiben. Wenn wir das nicht tun, spielen wir den Neppern, Schleppern und Bauernfängern in die Hände. Machen wir uns klar: Wir haben im heutigen Deutschland sehr viel zu verlieren. Und ich spreche nicht nur von Wohlstand, sondern vor allem von Demokratie und Freiheit. Das hatten wir nicht so oft in Europa.

(Stefan Pfeiffer)

* Zum Thema integer: Wer wie Herr Gauland die folgende Aussage trifft, ist aus meiner Sicht übrigens keinesfalls integer, verhöhnt vielmehr Opfer und verharmlost die schlimmsten Jahre deutscher Geschichte:

Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.

über AfD-Chef Alexander Gauland verteidigt Zitat über NS-Zeit

 Bild von Wokandapix auf Pixabay

Lesezeichen: Ob Funkmast oder Windrad – nur nicht vor meiner Haustür

22. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Die Tage habe ich über die Auseinandersetzung über die geplante Installation eines Funkmasts in der Darmstadt-Eberstädter Villenkolonie und den entsprechenden Protest berichtet und es kommentiert. In Deutschland gilt bei Funkmasten, Windrändern und anderen Vorhaben nur zu oft das Motto „nur nicht vor meiner Haustür“. Proteste sind oft verständlich, aber es stellt sich schon die Frage, ob Vorhaben nicht wesentlich schneller so oder so entschieden werden müssten. Der Entscheidungsstau ist auch Investitions- und Infrastrukturstau.

Dazu passend die Bemerkung von Sascha Lobo:

Ein von Politik und Unternehmen selbstgeschnitzter Teufelskreis unter Mitwirkung der deutschen Bevölkerung, die zum einen das Digitale prinzipiell weniger schätzt, als man das in anderen Ländern tut. Und andererseits Funkmasten besonders dann schlimm findet, wenn sie in der eigenen Sichtweite aufgestellt werden.

über Deutschland: Warum unsere Handynetze so schlecht sind – Kolumne – SPIEGEL ONLINE

Wer sich dann noch die nackten Zahlen vor Augen führt …

Alle diese Faktoren führen schließlich dazu, dass Deutschland zu den datenteuersten Ländern der EU zählt. Für ein Gigabyte zahlt man hier durchschnittlich 6,14 Euro. In Schweden sind es 3,23 €, in Frankreich 2,64 €, in Finnland 1,02 Euro. In Polen verkaufte der billigste Anbieter das Gigabyte für weniger als 12 Cent, also weniger als ein Fünfzigstel des Durchschnittspreises in Deutschland.

über Deutschland: Warum unsere Handynetze so schlecht sind – Kolumne – SPIEGEL ONLINE

Der gesamt  Beitrag sei zur Lektüre empfohlen.

 Bild von Andreas Glöckner auf Pixabay

#CMOKurator: Wo wird 2020 investiert? Welche Kanäle werden bespielt? Und E-Mail regiert weiter auch in der Kundenkommunikation

21. November 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Die Marketingplanung für 2020 sollte bereits auf Hochtouren laufen. Da kommen einige Statistiken und Reports gerade recht. Was steht also ganz oben auf der Prioritätenliste der B2B Marketingprofis? Leads in Kunden konvertieren und mehr Sales Leads generieren. Aber wie soll das geschehen? Dem ist ein Report der Sagefrog Marketing Group nachgegangen. Hier die Ergebnisse:

Sagefrog-B2B-Marketing-Sales-Strategies-for-2020-Nov2019

Personalisierung und Account Based Marketing stehen ganz oben auf der Liste. Danach kommen Video Marketing und Inbound Marketing gefolgt von künstlicher Intelligenz und Automatisierung. Ein anderes Ergebnis des Reports: Wenn nach dem Thema Social Media im B2B-Umfeld gefragt wird, dominiert /zumindest außerhalb Deutschlands) Linked. 86% der Befragten bevorzugen demnach diesen Kanal.

Und in welchen Kanälen werden die Budgets investiert? Hier die Ergebnisse einer nicht B2B-spezifischen  Umfrage von Gartner in den USA und Großbritannien, die zeigt, in welche Kanäle die Budgets fließen:

Gartner-Enterprise-Marketing-Budget-Share-by-Channel-Nov2019

Und in welche Ressourcen wird investiert? Insgesamt gehen laut Bericht auf Marketing Charts 26 Prozent der Betriebsmittel in Medien. Etwa die gleiche Summe wird für Marketingtechnologien ausgegeben. Die Ausgaben für Agenturen sind von 25 Prozent in 2017 auf etwa 22 Prozent gefallen.

Interessant auch die Verteilung der Ausgaben laut Gartner: 16 Prozent gehen in Marketing Analytics, 13,4 Prozent in die Erstellung und Verwaltung von Inhalten, 13, 2 Prozent in Marktforschung und Wettbewerbsbeobachtung, Marketing Operations verbraucht 13,2 Prozent, Kundenforschung 12,5 Prozent, Brandstrategie und -aufbau 11,9 Prozent, Sales Enablement 11,6 Prozent sowie Treue- und Bonusprogramme 8,8 Prozent. Die Studie von Gartner kann hier heruntergeladen werden.

Trotz Social Media, TicTac und TikTok, E-Mail ist auch in der Kommunikation von Kunden mit Unternehmen nicht tot zu kriegen. Das ist das Ergebnis einer weltweit durchgeführten Umfrage von Twilio.

Der bevorzugte Kanal eines Verbrauchers hängt stark von der Dringlichkeit der Nachricht ab. 83 Prozent der Verbraucher weltweit sagen, dass sie E-Mails für die Kommunikation von Unternehmen bevorzugen. Textnachrichten sind jedoch mehr als doppelt so beliebt wie E-Mails, wenn es um den Empfang dringender Nachrichten von Unternehmen geht.

über Kein Social Media: Verbraucher kommunizieren am liebsten via Mail | W&V

kundenkommunikation_twilio-consumer-research
Ergebnisse weltweit © Twilio

Und was stört die Empfänger am meisten?

  • Nicht relevante Inhalte (56 Prozent)
  • Kein Bezug zum Abonnement der Inhalte (41 Prozent)
  • falscher Kommunikationskanal (33 Prozent)
  • unpassende Uhrzeit (nur 13 Prozent möchten abends kontaktiert werden)

über Aktuelle Studie: Die wichtigsten Learnings für die Kundenkommunikation

Passend dazu die Übersicht auf Social Media Today zu Email Marketing Best Practices for 2020. Kernaussage(n): Sei relevant, sei persönlich und sprachlich/grammatikalisch professionell. Und „spam“-me deine Empfänger nicht zu. Eine E-Mail die Woche mag angesichts der E-Mail-Flut, der sich jeder Empfänger ausgesetzt sieht, genügen.

Und für uns alle Marketingexperten noch etwas Nachhilfe zur Differenzierung und richtigen Anwendung von KPI (Key Performance Indicators) und ROI (Return on Investment):

Consider the use cases of KPI metrics vs. ROI measurement in terms of reading a book. KPIs tell you what happens after each chapter, whereas ROI tells you what happened after the conclusion of the entire story. KPIs are a forward-looking predictor of end performance, whereas ROI is used as a backward-looking informer of future budget allocation decisions.

über The Crucial Difference Between KPI and ROI Metrics | LinkedIn Marketing Blog

 

Fressnapf-Gruppe und IBM entwickeln digitale Ansprache für alle Tierfreunde

20. November 2019 Posted by IBM Press Releases - All Topics - Germany