Posts Tagged: ‘Soziale Medien & "das Netz"’

Social Media-Splitter: Theaterdonner oder segelt Facebook nach Hause, wo und wie informieren sich „die Jüngeren“ und warum es weiter Blogs geben sollte

23. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Es ist mal wieder Zeit für meine Social Media-Splitter. Themen habe ich schon einige Tage gesammelt. Den Kick, wieder eine kuratierte Sammlung von Beiträgen zu veröffentlichen, haben aber die Berichte über einen möglichen Weggang von Facebook aus Europa gegeben.

„Es ist (Facebook) nicht klar, wie es unter diesen Umständen seine Dienste Facebook und Instagram in der EU weiterführen kann“

Facebook bringt Abschied aus EU ins Spiel – Digital – SZ.de

So zitiert beispielsweise die Süddeutscher die eidesstattlichen Versicherung an ein irisches Gericht der Facebook-Juristin Yvonne Cunnane. Woran stört sich Facebook? Nachdem sowohl das Safe-Harbor-Abkommen wie auch das Privacy Shield von EU-Gerichten gekippt wurden, sieht sich Facebook mit der Forderung der Datenschutz-Grundverordnung konfrontiert, nach der persönliche Daten in Nicht-EU-Staaten transferiert werden dürfen. Und scheinbar will sich Facebook davor drücken, genau das technisch und datenschutzrechtlich zu realisieren.

Facebook: Reisende soll man nicht aufhalten?!

Möglich erscheint es, aber eben aufwendig. Hier bin ich dann bei Gabor Steingart:

Die Drohung der Facebook-Manager sollte uns Europäer bestärken, nicht schrecken. Auch für die Firma des Mark Zuckerberg gilt: Reisende soll man nicht aufhalten.

Haushalt mit Milliarden-Lücke | Jens Spahn profitiert | Dieter Nuhr: Der wehrhafte Kabarettist

Oder wer nicht will, hat schon … Theatergedonnere.

Wo und wie informieren sich denn die Jüngeren in Deutschland genau?

Dann bin ich über eine Anzeige auf Horizont auf diesen Beitrag auf Editorial Media gestoßen, die den Reuters Digital News Report des Reuters Institute an der Universität Oxford so interpretieren, dass Facebook bei den Jüngeren als Nachrichtenquelle an Bedeutung verliere. Gleichzeitig steige vor allem unter den Jüngeren langsam die Zahl der Nutzer*innen, die für Nachrichtenjournalismus Geld ausgeben würden. Und natürlich bewertet es Editorial Media, ein Zusammenschluss deutscher Publikumsverlage im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, es positiv, dass 2020 rund die Hälfte (52 Prozent) Abonnements oder die Mitgliedschaften abschließen und mit diesem längerfristigen Engagement zu einem stetigen Einkommensstrom beitragen würden.

Überteuerte, langfristige Abos für jede Publikation abschließen? Das kann es nicht sein

Wie schon des öfteren erwähnt, schrecke ich vor Abofallen, den meist zu teuren und zu verpflichtenden Abonnements zurück und möchte lieber einen Service haben, über den ich Berichte verschiedenster Medien gezielt nach meinen Interessen nutzen und bezahlen kann. Und ja, ich weiß, dass alle Micro Payment-Modelle bisher gescheitert zu sein scheinen.

Ich habe mir dann noch die deutsche Teilstudie vom Hamburger Leibniz-Institut für Medienforschung der Hans-Bredow-Institut durchgelesen. Hier ist die Betonung doch etwas anders, denn es wird betont, dass zwar die deutliche Mehrheit einen unabhängigen Journalismus für das Funktionieren einer Gesellschaft als wichtig erachtet (79 %), diese Zahl aber in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen lediglich bei 56 Prozent liege. Nun könnte man daraus schließen, dass eben genau diese Jüngeren vielleicht doch keine Abos bei traditionellen Medien abschließen.

„Das Internet“ und „die sozialen Medien“ als Informationsquelle der Jüngeren

Was mich auch dort etwas stört ist die Gegenüberstellung von „dem Internet“, den traditionellen Medien und „dem Fernsehen“. Das müsste man nun wirklich langsam differenzieren. Ist nicht die Online-Präsenz der FAZ eher ein traditionelles Medium beziehungsweise eine journalistisches Medium, auch sie eben „in dem Internet“ läuft. Und übrigens Facebook hin und Facebook her: Laut Bericht sind soziale Medien in 2020 für 30 Prozent der 18- bis 24-Jährigen an die wichtigste Nachrichtenquelle, eine Steigerung um 8 Prozent gegenüber 2019. Informieren sich die Jüngeren etwa nicht mehr auf Facebook und stattdessen auf Tiktok? Ich denke, wir müssen hier genauer hin schauen.

Microblogging mit Twitter sollte und kann nicht das Blog ersetzen

Schon länger notiert habe ich den Podcast, den t3n-Chefredakteur Luca Caracciolo mit dem ehemaligen t3n-Online-Chefredakteur Stephan Dörner über die Tech-Trends der vergangenen Jahre geführt hat. Ich bin über Stephans Äußerungen zu Twitter gestolpert – ein betroffener Hund bellt. Laut Stephan (ab ca. 13:35 im Podcast) will Twitter endlich nicht mehr das nächste Facebook werden. Twitter – auch Stephans bevorzugtes soziales Medium – sei ein Boutique-Netzwerk gerade in Deutschland und spiele eine Nebenrolle. Deutlich überrepräsentiert seien Journalisten:innen, Politiker:innen und eine Tech- und Politikbubble. Und er kennzeichnet Twitter als Microblogging, quasi als einen Ersatz für Blogs angesichts einer sich auflösen Blogosphere. Es gebe immer weniger Blogs in Deutschland.

Da ist natürlich der Punkt, an dem ich einhake: Ich verfolge auch, dass viele Blogs für viele Interessengebiete eingeschlafen oder stillgelegt wurden. Manche wandern nach Instagram oder Facebook, weil dort „die Anwender“ oder „die Käufer“ sind. Ich verfolge das beispielsweise in der Weinszene. Aber ich will und muss wieder einmal ein Plädoyer für Blogs halten. Für mich sind Blogs bei weitem nicht so flüchtig wie die Timeline auf Twitter, wo meine und alle anderen Nachrichten an mir vorbei rauschen und in den Tiefen des Twitter- und Netzraums verschwinden. Unendliche Weiten … Ein Blog ist für mich viel mehr beständig, vielleicht ein Tagebuch und in manchen Phasen macht es mir Spaß, zu schauen, was ich vor 10 Jahren geschrieben habe. Ja, und natürlich sträuben sich mir auch manchmal die Haare. Nichtsdestotrotz. Der oder das Blog bleibt meine Heimat auch im sozialen Netz.

Zum Schluss noch dies und das …

Soziale Medien spielen sicher im jetzigen US-Wahlkampf eine Rolle und da ist der Bericht auf Spiegel.de erwähnenswert. Es wird versucht, zu hacken und zu manipulieren.

Noch ein Lesetipp: Netzpolitk.org berichtet darüber, wie bei Google und Facebook interne Debatten abgewürgt werden. Politische Diskussionen, beispielsweise rund um Black Live Matters oder um möglicherweise zu zögerlichen Vorgehens gegen rechtsextreme Desinformation auf der Plattform, sind nicht erwünscht, so von wegen offenen internen Debattenkultur und flacher Hierarchien, die beide Unternehmen immer wieder für sich in Anspruch genommen haben. „Arbeits-Feed soll politikfrei werden“, so eine Zwischenüberschrift und das ganze ist auch ein schwieriges Thema

Und zum Schluss: Das Tohuwabohu rund um TikTok, Donald, Walmart und Oracle möchte ich gar nicht kommentieren. Warten wir ab, wohin die Reise geht.

Wie kommt es zu Kommunikationskrisen?

Noch schnell nachgetragen diese Infografik von Faktenkontor zu den meist verbreiteten Ursachen von PR Krisen auf die ich über einen Beitrag der geschätzten Claudia Tödtmann aufmerksam wurde. Fehlverhalten auf Social Media löst mit einem Anteil von 24 Prozent Kommunikationskrisen aus. Wirklich?

(Stefan Pfeiffer)

Das Warntag-Debakel, Deutschland kann nicht mehr Infrastruktur und Wein im Netz als Digitalthemen der Woche bei #9vor9

15. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Eigentlich sollte es heute flauschig werden bei #9vor9. Pünktlich zum Start miaute auch Kater Toni im Hintergrund, der aber dann von dem Lars seinem Thema vertrieben wurde. Lars hat uns mit dem Debakel rund um den Warntag 2020 die Laune verdorben. Wieder ein Zeichen, dass wir Deutschen digital noch nicht so im Griff haben, wie es sich heutzutage gehört. Sascha Lobo spricht gar vom Digital Fail State, in dem es genüge, wenn etwas einigermaßen funktioniert. Beim Warntag hat es nicht einmal einigermaßen funktioniert.

Deutschland kann nicht mehr Infrastruktur

Wenn ich mich so umschaue, scheinen wir Deutsche es nicht mehr mit Infrastrukturthemen zu haben. Weder die Infrastruktur für den Warntag funzt, noch bekommen wir einen vernünftigen Breitbandausbau oder eine E-Lade-Infrastruktur in gebotener Geschwindigkeit hin.

Ich hatte mir dann mein Flauschthema Wein zurechtgelegt. Wie steht es in der Weinbranche, bei Winzern und Weingütern denn so mit der Digitalisierung insbesondere im Vertrieb und Marketing? Mir scheint, so weit ist noch nicht her damit. Zumindest mal haben einige Weingüter oder auch Onlinehändler in Corona-Zeiten mit Online-Weinproben reagiert, die durchaus ein Publikum gefunden haben. In meinem Freundeskreis war die Lust darauf nicht vorhanden. Da will man doch lieber gemeinsam analog Wein probieren und trinken.

Wein online: Unübersichtliche Vielfalt und wo sind die vertrauenswürdigen Wein-Blogger …

Also dann im Schnelldurchgang durch die digitale Weinwelt: Auch hier gibt es große Onlinehändler, aber noch ist der Markt sehr vielfältig und divers. Nach meiner Wahrnehmung gibt es trotz einiger Branchenriesen wie Hawesko nicht den einen dominierenden Weinhändler im Netz. Und der kostenlose Tipp für den Biertrinker Lars, wenn er Wein kaufen will: Geh zu Deinem lokalen Weinhandel vor Ort und lass Dich dort beraten. Und wenn es schon der Supermarkt sein muss (eigentlich nicht der Ort, um Wein zu kaufen), dann kannst Du eine App wie Vivino nutzen, das Etikett abfotografieren und Dir die Bewertungen anschauen.

… die man auch noch versteht

Und wie sieht es mit Social Media und einer Wein-Blogosphere aus? Eher dünne. Auch in der Weinwelt scheinen mir die Mehrzahl der Weinblogs eingeschlafen oder eingestellt zu sein. Leuchtturmprojekte wie die Weinbesprechungen von Dirk Würtz – dem Sascha Lobo der digitalen Weinwelt – auf Stern.de existieren nicht mehr. Auf Twitter sind in Deutschland wenige Weinliebhaber wirklich aktiv. Das mag auf Instagram und Facebook anders sein. Doch fehlt es meiner Wahrnehmung nach an den vertrauenswürdigen Weinexperten, den Influencern, die jenseits kommerzieller Interessen und nicht zu weinseliger und blumiger Sprache auch mal den Laien Empfehlungen geben. Generell gelten auch in der Weinbranche die gleichen Regeln für Social Media und Onlinepräsenz, wie sie in der Technologiewelt und anderswo zu beobachten sind. Ich werde mich auf jeden Fall weiter mit dem Thema auseinandersetzen, das wohl eher keinen Widerhall auf einer Plattform wie LinkedIn findet, lieber Lars. Also bleibe ich hier in meinem privaten Blog.

Und auch hier nochmals der Hinweis auf VinVenture, ein Crowd Funding-Projekt für junge Winzer: „VinVenture – Abenteuer Wein versteht sich als Mitmach-Netzwerk, welches Weinenthusiasten, Profis und Winzer gleichermaßen zusammenbringt und dabei einen Blick hinter die Kulissen der Weinbereitung bietet.“

Last but not least: Kurz haben wir nochmals die mögliche „Technologiepartnerschaft“ zwischen Oracle und Bytedance bzw. Tiktok und das Scheitern von Microsoft gestreift. Schauen wir mal, wie es dort weiter geht.

Und natürlich gibt es #9vor9 auch wieder als Podcast auf den bekannten Plattformen und hier im Netz.

(Stefan Pfeiffer)

Wein-Notizen: Sekt aus dem großen Rotweinglas, zwei Online-Projekte und Blogs und Riparbello aus der Toskana

13. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Wieder einige Notizen rund um meine kleine Wein-Welt. Letztes Wochenende haben wir an zwei Abenden nochmals Freunde eingeladen. Noch können wir im Spätsommer oder frühen Herbst auf Balkonien sitzen und das nutzen wir natürlich aus. Mit einem befreundeten Paar haben wir einen Griesel Rosé Sekt von der Bergstraße getrunken, mit den anderen Freunden einen Wilhelmshof Rosé Sekt aus der Pfalz. Beides sind bekannte, renommierte, preisgekrönte Weingüter, deren Produkte wir mögen. In der Nachbetrachtung ist dann bei uns der Griesel Rosé Sekt besser weggekommen. Er erinnert noch mehr an Champagner, hat diesen kleinen typischen Nachgeschmack, schien noch etwas feiner und tiefer.

Sekthaus Griesel und ein Podcast mit dem „Macher“ Niko Brandner

Dazu passend habe ich die Woche dann das Gespräch mit Niko Brandner vom Sekthaus Griesel im Wein Podcast von Cork Bordell – welch ein Name – gehört und viel gelernt. In über einer Stunde lerne ich viel über Sekt machen und natürlich den Winzer. Hängen bleibt auf jeden Fall, dass man Sekt nicht zu kalt trinken sollte und durchaus ein Rotwein-Glas einmal angemessen sein kann, damit sich der Sekt auch entfalten kann. Einfach mal rein hören. Der Podcast ist vom 4. Juni 2019. Offenbar sind seitdem von den Darmstädtern keine weiteren Folgen produziert worden? Schade. Auch im Blog scheint Ruhe zu herrschen.

Um zum Sekthaus Griesel: Ich werde eh die Tage mal wieder in die Grieselstraße nach Bensheim fahren müssen, um „nachzutanken“.

Interessantes Online-Projekt: Wein-oder-Wahrheit

Wie gesagt, schade, dass bei Cork Bordell Ruhe herrscht. Doch ich bin noch auf ein anderes Online-Projekt aufmerksam geworden, das ich zu verfolgen begonnen habe: Wein-oder-Wahrheit

Im Sommer letzten Jahres ist die Idee von Wein-oder-Wahrheit entstanden, um eine Alternative zu den bereits etablierten Weinkritikern zu bieten, die oft zu Testergebnissen kamen, die für uns nicht nachvollziehbar waren. Wichtig war aber immer auch, dass es ein leckeres Essen zu dem Wein gab und wir in geselliger Runde auch mal das ein-oder andere Thema diskutieren konnte.

One great year – Die Highlights

Derzeit finde ich es noch etwas unübersichtlich, aber vielleicht fuchse ich mich noch rein. Mal schauen, wann ich hier mal den Empfehlungen folge.

Riparbello: Seit vielen, vielen Jahr Wein, Olivenöl, Grappa und Acceto aus der Toskana

Erwähnen möchte ich noch ein toskanisches Weingut, dessen Produkte wir nun schon seit vielen, vielen Jahren konsumieren: Manfred Beiwinkel oder das Weingut Riparbello. Manfred betreibt seit 1982 mit seiner Familie das Weingut und kommt in der Regel ein- bis zweimal im Jahr vorbei und bringt seinen Wein, seinen Grappa, sein geniales Olivenöl und Acceto Balsamico vorbei*. Öl und Acceto sind bei uns in der Küche nicht weg zu denken. Der goldgelbe Grappa ist ein Genuss. Beim Wein hatte ich eine kleine Pause angelegt, da bei einem Jahrgang der Kork etwas zu müffeln schien (und ich auch neue Weine probieren wollte).

Wir betreiben mit naturnahen Methoden biologisch – organischen Anbau nach den Richtlinien des AIAB, Toskana Verbandes der italienischen Biobetriebe. …

Da die Weine nur vor der Flaschenfüllung gefiltert werden und nicht pasteurisiert oder kältestabilisiert sind, kann sich in der Flasche eine Ablagerung bilden, die sich aus natürlichen Stoffen der Trauben zusammensetzt. Wir legen Wert auf unverfälschte, jahrgangstypische saubere Weine, die wir keiner speziellen Bearbeitung oder Verschnitt mit anderen Weinen unterziehen. Wir verzichten lieber auf das Gütesiegel des Consorzio Putto und die D.O.C.G Anerkennung, die an starre Regeln gebunden sind, und erhalten die Charakteristik des Jahrgangs.

Riparbello

Jetzt habe ich wieder den Cabernet (80 % Cabernet, 20 % Sangiovese) und den neuen Il Nerone (80 % Sangiovese, 20 % Cabernet Sauvignon) bestellt und probiert. Der Il Nerone ist wohl der erste Rotwein, den Manfred Sohnemann „gemacht“ hat. Eiun kräftiger Roter, der sicher von der männlichsten aller Trauben, Sangiovese, geprägt ist. Gerne wieder. Beide Weine liegen zwischen € 11 und € 14, also in erschwinglichen Bereichen.

VinVenture: Ich taste mich in das Projekt hinein und verstehe es noch nicht so ganz

Über VinVenture habe ich hier im Blog ja schon berichtet. Unterdessen ist auch ein Begrüßungspaket angekommen: eine Flasche Sekt Was lange gärt, wird richtig gut, 36 Monate Flaschengärung, handgerüttelt von der Mosel, wie auf der Flasche steht. Wir sind gespannt. Auf jeden Fall schon einmal gutes Marketing. Dann gab es noch VinVenture-Pin und eine Begrüßungskarte mit meinem Gutschein für meinen Weinkauf.

Wie es jetzt genau weitergeht, habe ich noch nicht so verstanden. Im Patenverzeichnis stehe ich wohl noch nicht, wie ich „meinen“ Winzer:in auswählen kann, ist mir auch noch rätselhaft, und wann die 10 % Rabatt auf Einkäufe gewährt werden? Bald, laut Begrüßungskarte.

Die Videos (mit Carsten Henn) und Texte über die sechs Winzer:innen, die gefördert werden sollen, habe ich mir auf jeden Fall schon einmal angeschaut und ich favorisiere derzeit zwei Winzer:innen: Sina Mertz aus Eckselsheim in Rheinhessen mit den Weinbergen im und am uralten Brandungsriff. Sie will ein Projekt mit der Scheurebe machen, eine Rebsorte, die mir mal gefällt, mal einfach zu dünn schmeckt. Und den „Rocker“ Christian Bernhardt aus Ellerstadt in der Pfalz, der Rotwein-Ciuvées machen will. Und Selbstvermarktung und Wein auf Konzerten klingt natürlich auch gut. Ellerstadt, da fällt mir natürlich noch Markus Schneider ein, da denke ich an Studier oder Kesslering. Ich werde einfach mal meinen Gutschein und etwas mehr auf den Kopf hauen und Weine der beiden probieren. Mal schauen, wie es dann weiter geht. Wie geschrieben: Alles noch etwas mysteriös.

Und es wird weiter probiert …

Und dann noch eine Rückmeldung: Auf Empfehlung von Capatain Cork in seinem Newsletter vom 27. August habe ich den Chateau D’Aurilhac Cru Bourgeois von 2016 bestellt (Preis ca. 15 ), den er empfohlen hat. Hier war ich etwas enttäuscht. Eher Durchschnitt und ich habe den beschriebenen Nachhall nicht wirklich schmecken konnte. Er war mir zu platt. Aber Geschmack ist eben individuell und der Captain und die Mannschaft haben mir ja auch schon sehr gute Tipps gegeben wie den Château Pierrail Bordeaux Supérieur.

(Stefan Pfeiffer)

* Es gibt aber auch ein Lager hier in Deutschland in Römerberg, von wo aus versandt wird.

Auto- oder besser Tesla-Notizen: Börsenwert, Innovationsvorsprung, Qualität und warum man noch keine Werbung schaltet

9. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Dreht sich eigentlich die ganze Autoindustrie nur noch um Tesla. Wenn man die „Auto-Nachrichten“ verfolgt gewinnt man zumindest diesen Eindruck. Nicht nur heise online berichtet über den Kurssturz:

Noch am 7. September schreibt car.IT über die goldenen Zeiten bei Tesla, den hohen Aktienkurs und die Risiken, falls der Innovationsvorsprung schrumpft oder Qualitätsmängel überhand nehmen und zitiert dazu Laut eine J.D.-Power-Studie, nach der die fehleranfälligsten Autos baue.

Apropos Qualität: Natürlich darf auch in diesen Auto-Notizen, nahezu Tesla-Notizen auch Ferndinand Dudenhöffer nicht fehlen. Anläßlich des Erscheinens der Mercedes S-Klasse sagt er zum SWR, dass der Mercedes EQS, das Topmodell der Elektrobaureihe, entscheide, wie gut Daimler zu Tesla stehe.

Die Wirtschaftswoche wiederum widmet sich dem Thema Tesla, Marketing und Werbung. Demnach setzt Elon Musk derzeit vor allem auf drei Säulen:

  • auf sich selbst und Twitter, wo seine Nachrichten verbreitet werden und er entsprechende Aufmerksamkeit genießt,
  • auf Pressearbeit, Public Relations,der Besuch in Deutschland ist ja ein gutes Beispiel und
  • und auf seine Fangemeinde, die Mundpropaganda für Tesla macht.

Das wird, so die Wirtschaftswoche bald nicht mehr genügen, um sich gegenüber den Wettbewerbern zu differenzieren. Die erste Werbekampagne wird kommen: „Irgendwann sollten wir wahrscheinlich Werbung machen“, schrieb Musk jetzt.

Und wie sehr der Name Musk zieht, hat sich ja gerade bei seinem Deutschland-Besuch gezeigt;

Und natürlich geht sein Besuch bei Volkswagen, die Probefahrt mit dem ID.3 durch die Presse, die Spekulationen schießen ins Kraut und auf tagesschau.de wird getextet „VW: Kein Deal mit Tesla“. Bei all der Aufmerksamkeit muss sogar der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann eine Lanze für die deutsche Autoindustrie brechen:

Während Tesla hochsubventioniert seine Fabrik in Brandenburg gerade erst baut, wird 200 Kilometer südlich im Zwickauer VW-Werk bereits E-Mobilität produziert, in deutlich höheren Stückzahlen.

Probefahrt für Musk: VW: Kein Deal mit Tesla | tagesschau.de

Und jenseits der Diskussion und auch teilweise des Hypes um Musk und Tesla sind derzeit dunkle Wolken über der deutschen Automobilindustrie und vor allem auch den Zulieferern deutlich zu sehen, wie das Handelsblatt mit Bezug auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) oder auch EY analysiert.

Social Media-Splitter: Threema wird Open Source – Immer mehr Podcasts – Immer weniger Tageszeitung – Rund um Apple, Facebook & … Tiktok

4. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Es ist mal wieder Zeit, einige Informationen rund um Social Media zu kuratieren und zu dokumentieren.

Threema wird Open Source – Facebook führt Messenger zusammen

Im Messenger-Markt gibt es Nachrichten, eine, die mir nicht gefällt, eine andere, die ich begrüße. Jetzt dürft Ihr raten …

Eigentlich war die Messenger-Fusion schon für Anfang 2020 geplant. Doch die Corona-Pandemie machte Mark Zuckerberg einen Strich durch die Rechnung. Mit etwas Verspätung fängt der Facebook-Chef nun aber an, sein Messenger-Monopol aufzubauen – mit der Verzahnung des Facebook Messengers und Instagram.

Messenger-Monopol: Facebook vereint Messenger und Instagram- Basic Thinking

Threema ist auf meinem iPhone installiert. Der hauptsächlich genutzte Messenger ist derzeit Signal.

Podcasts werden immer beliebter

Video und Audio werden immer beliebter. Dazu passen auch die Umfrage von Goldmedia. Demnach hat jeder Dritte Deutsche ab 14 Jahre schon einmal einen Podcast gehört:

Regelmäßig nutzen rund 15 Prozent die Audio-Formate – das entspricht 10,4 Millionen Menschen. Bei den 14- bis 29-Jährigen liegt der Anteil der regelmäßigen Hörer sogar bei rund 30 Prozent.

POD-Ratings von Goldmedia: Zehn Millionen hören regelmäßig Podcasts – Horizont

Nicht umsonst produzieren ja auch Lars und ich unser privates #9vor9 mit den Digitalthemen der Woche nicht nur als Periscope-Video, sondern veröffentlichen die Sendungen nun auch als Podcast. Gleiches gilt auch im Job für das IBM Livestudio und den Podcast In die Tiefe..

Tageszeitungen kämpfen, mehr Leser:innnen nutzen E-Paper

Der Informations- und Nachrichtenkonsum wird insgesamt digitaler. E-Paper sind auf dem Vormarsch:

Laut der aktuellen E-Paper-Studie des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) legten die E-Paper im 2. Quartal um rund 20 Prozent auf über zwei Millionen Exemplare zu. Vor allem Besserverdienende nutzen gerne elektronische Zeitungen.

E-Paper-Studie des BDZV: E-Paper-Auflage der deutschen Zeitungen steigt um 20 Prozent – Horizont

Dazu auch die neuste Statsitik über die verkaufte Auflage der überregionalen Tageszeitungen laut IVW im zweiten Quartal 2020. Lese ich die Grafik richtig, sind dort E-Paper enthalten.

Stellt sich natürlich auch die Frage, ob der sinkende Konsum von überregionalen Tageszeitungen in irgendeiner Form kompensiert wird, beispielsweise durch Podcast oder Video, durch Fernsehen oder gar soziale Medien (mit allen Risiken). Gabor Steinhart zum Beispiel feiert ja gerade sich und seine Podcasts …

Nachrichten um die Krähen, die den anderen …

Und natürlich tobt weiter der Streit um die 30 Prozent Provision, die Apple (und Google) in ihren App Stores verlangen. Da hat es dann auch mal Facebook getroffen:

Im großen Streit um App-Store-Regeln schießt sich auch Facebook weiter auf Apple ein: Der iPhone-Konzern habe ein Update der Facebook-App abgelehnt, weil darin beim Verkauf von Online-Kursen auf Apples 30-Prozent-Provision hingewiesen werde, erklärte Facebook gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Man habe den Hinweis entfernen müssen, um das Update im App Store veröffentlichen zu dürfen.

Facebook: Apple unterdrückt Hinweise auf seine 30-Prozent-Provision | heise online

Der Streit um die 30 Prozent geht weiter. doch an anderer Stelle scheint Apple erst einmal eingeknickt zu sein. Noch im Juni hat man vollmundig verkündet:

„Hier bei Apple glauben wir, dass Privatsphäre ein fundamentales Menschenrecht ist“, erklärte Softwarechef Craig Federghi bei der Keynote der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni. Was wie ein Lippenbekenntnis klingt, ist bei Apple eine Kampfansage an andere IT-Konzerne, die mit Werbung viel Geld verdienen. Hauptzielscheibe von Apples Strategie ist eindeutig Facebook, doch auch Google könnte betroffen sein. Denn Apple will mit seinem für Herbst erwarteten Update auf iOS 14 eine Funktion einführen, die Daten seiner Kunden besser vor Werbeanbietern schützen soll.

Apple: iOS 14 könnte Facebook das Geschäft vermiesen – DER SPIEGEL

Nun kam diese Meldung über den Ticker:

Apple verschiebt die Einführung neuer Möglichkeiten, die Datensammlung durch Apps einzuschränken, auf kommendes Jahr. Man wolle dadurch Entwicklern mehr Zeit geben, notwendige Änderungen vorzunehmen, erklärte Apple am Donnerstag. … Durch die Neuerungen sollen Nutzer leichter verhindern können, dass Apps und Werbedienste Informationen über ihr Verhalten über die Grenzen einzelner Anwendungen und Websites hinweg sammeln. … Facebook warnte davor, dass die Änderung das Werbegeschäft des Online-Netzwerks erschweren würde.

Apple verschiebt Maßnahmen für mehr Privatsphäre- FAZ

Fast jede:r, den ich kenne, regt sich darüber auf, dass die GAFAM-Konzerne zu wenig Steuer in Europa sammeln und alle Schlupflöcher clever ausnutzen. Wenn dann Steuern erhoben werden, scheinen sie einfach durch zu reichen. Wir zahlen im Endeffekt:

Während die meisten Mitgliedstaaten der EU noch über eine Digitalsteuer diskutieren, sind Frankreich, Italien, Österreich Großbritannien und auch die Türkei vorangegangen und haben eine eigene Steuer eingeführt oder geplant. Die Tech-Konzerne legen den Preis auf ihre Kunden um. …

Apple reicht Steuer an Entwickler weiter …

Amazon erhöht Kosten für Händler …

Google macht Anzeigen teurer …

Digitalsteuer: Apple, Google und Amazon reichen den Aufpreis an Kunden durch – t3n

Eine nicht nur bei den Digitalkonzernen beliebte Methode, „Steuerausfälle“ zu kompensieren.

Um Tiktok kommen wir gerade nicht rum

Natürlich kann in keinem Beitrag zu Social Media heute Tiktok fehlen. Nein, ich kommentiere jetzt nicht weiter die Übernahmegerüchte. Ich möchte auf den FAZ Digtec Podcast hinweisen, in dem Alexander Armbruster und Carsten Knop mit dem Autor der Tiktok-Bibel Adil Sbai diskutieren und informieren. Ich habe durch Adil einiges gelernt, auch wenn ich bei seiner Einschätzung zu Zensur und Datenschutz bei Tiktok schon etwas schlucke.

Wer lieber liest, der kann sich das Interview mit Adil Sbai und Younes Zarou auf Horizont.Net in Gänze durchlesen. Zu Datenschutz sagt er:

Ich kann diese Vorwürfe nicht nachvollziehen. Verstöße gegen die DSGVO sind nicht belegt, und es fehlt auch jeder Beweis dafür, dass Daten nach China gehen. Klar: Niemand weiß, was TikTok intern mit den Daten macht. Aber das weiß man auch bei den anderen Plattformen nicht, die weniger in der Kritik stehen. Ich betrachte die öffentliche Debatte mittlerweile mit einer Mischung aus Schmunzeln und Kopfschütteln. Es gab sicherlich Fehler in der Vergangenheit, etwa beim Jugendschutz, die aber auch am schnellen Wachstum lagen. Aber in den vergangenen sechs Monaten sind mir keine Dinge mehr aufgefallen, die nennenswert wären. Die gesamte Diskussion lässt sich meiner Meinung nach darauf zurückführen, dass es einen Generalverdacht gegen Bytedance gibt.

Experten Younes Zarou und Adil Sbai: Was die Faszination von TikTok ausmacht

Und dem Klaus sein Social CEO

Das Thema Social CEO ist etwas, was mich hier im Blog schon lange beschäftigt. Klaus Eck hat die folgende Grafik im Handelsblatt gefunden:

(Stefan Pfeiffer)

Alte Liebe rostet nicht: Feedly RSS Reader aufgepimpt mit KI und Integration in Twitter

4. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Ich bin immer noch wahrscheinlich eher „old fashioned“ und bekennender Freund von RSS Feeds und einem RSS Reader, um die Feeds zu „konsumieren“. Deshalb war es auch damals für mich ein Schock, als Google seinen RSS Reader einstellte. Ich bin dem Prinzip RSS treu geblieben und habe mich dann für Feedly entschieden und das Projekt auch damals mit einer „lebenslangen Lizenz“ für (ich glaube) $ 99 unterstützt. Seitdem läuft Feedly bei mir mit einigen nützlichen Integrationen wie in Buffer, OneNote (wobei ich für OneNote eine Alternative suche) oder Pocket. Ich habe meine Feeds thematisch geordnet und auch einige Boards eingerichtet.

So weit so gut. Nun habe ich es dann doch nach langem Zögern getan und Feedly Pro+ wieder „lebenslang“ gekauft. Was ist neu daran beziehungsweise welche weiteren Funktionen werden angeboten?

  • Ich kann nun direkt Twitter anzapfen, Listen, Keyword-Suchen und mehr in meine Feeds verlinken. Mal schauen, was das bringt.
  • Leo ist die künstliche Intelligenz von Feedly, den ich – wie bei allen KIs – nun mal anlernen muss, was mich wirklich interessiert und was ich priorisiere. Ich bin gespannt.
  • Auch Google Alerts werden unterstützt, ein Werkzeug, das ich eine Zeit lang separat verwendet habe. Ich bin dann auf Talkwalker gewechselt, aber dort auch nicht 100 Prozent glücklich. Mein Alerts sind scheinbar zu generisch und ich bekomme sehr viel Informationen geliefert, die mich nicht interessieren.
  • Witzig ist die Möglichkeit, sich E-Mail-Newsletter in Feedly ausliefern zu lassen. Dafür wird eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet, an die man sich den Newsletter schicken lässt.

Ich werde Feedly Pro+ einfach ausprobieren. Bericht folgt nach einer ausreichenden Testphase. Feedly gibt es übrigens auch für Teams, so dass man Boards gemeinsam teilen kann. Dafür fehlt mir leider das Budget, obw

Uns fehlt die Vision für die AR-Brille von Apple, mehr journalistische Inhalte durch Facebook News und warum wir Deutschen investieren sollten – Digitalthemen bei #9vor9

1. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Wie angekündigt ging es bei #9vor9 heute um Apple, den Erfolg von Tim Cook als Chef (zumindest an der Börse mit einem Wert von 2 Billionen US$) und dem nächsten großen Ding: der Augmented Reality-Brille von Apple, sozusagen das Headup Display für den Menschen. Sowohl Lars wie auch ich sind noch etwas am Zweifeln, aber vielleicht fehlt uns nur die Phantasie? Und dann noch eine Suchmaschine von Apple und einiges mehr, was ich ja auch schon von Fiene und Gutjahr in deren Podcast gehört habe.

Kein Wunder, dass ich das Unschuldslämmle Mark Zuckerberg über die Marktmacht von Apple auf regt. Wenn eine Krähe …

Was hatten wir noch auf der Pfanne? Kurz haben wir die Bedeutung von Wechat für den gemeinen Chinesen gestreift, ein essentieller Bestandteil des tägliches Lebens inklusive Bezahlfunktion, schwer vorstellbar für uns Deutsche.

Zurück zu Facebook: Hier hat Lars darauf hingewiesen, dass Facebook News nun auch nach Deutschland kommen wird. Meine persönliche Begeisterung hält sich in Grenzen und das Projekt ist ja auch umstritten, wie beispielsweise die Süddeutsche kommentiert. Wird es dazu führen, dass mehr journalistische Inhalte den immer mehr ins Alter kommenden Mitgliedern von Facebook präsentiert werden? Gerade angesichts der heutigen Situation und Diskussion ein heißes Thema. Fragt sich nur, ob dann Walmart, Microsoft oder Oracle auch News auf Tiktok bringen werden, damit die Jüngeren informiert bleiben.

Schließlich noch ein Hinweis auf den neuen Beitrag des geschätzten Gunter Dueck, der sich mit dem Thema Börsenwert und Aktien auseinandersetzt: „Heute beträgt der Börsenwert von Tesla ungeheuerliche 337 Mrd. Euro, der von Daimler dagegen nur 46 Mrd. Euro,“ schreibt er und schüttelt vermeintlich den Kopf. Die Deutschen und die deutschen Unternehmen vertrauen, so @wilddueck, ständig auf den Staat, machen den beispielsweise für eine Ladeinfrastruktur für E-Autos verantwortlich, statt die Ladestationen einfach selbst zu bauen – wie es Tesla in den USA tut. Dueck fordert zum Investieren auf, Privatpersonen und Unternehmen. Investieren statt auf Förderung vertrauen. Mehr Eigeninitiative statt Lamentieren und auf den Staat vertrauen. Da hat er mal wieder einen raus gehauen.

Dann bis kommende Woche bei #9vor9.

Larsilein & Stefan

Lesetipp: Das Fünf-Stufen-Modell für Markenbotschafter von Kerstin Hoffmann

15. Juli 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Ein Lesetipp für alle Unternehmen, die sich mit dem Thema Markenbotschafter oder Corporate Influencer auseinandersetzen – und natürlich für alle Mitarbeiter, die sich profilieren und positionieren. Idealtypisch, aber man kann viel herausziehen aus dem Artikel und der Infografik von Kerstin Hoffmann. Anschauen und das Posting lesen!

Christine, mach hinne mit der GWB-Novelle, kommen die richtigen Nachrichten zu mir und macht ein deutsches Autobetriebssystem nach Open Source-Prinzip Sinn? Digitalthemen bei #9vor9

30. Juni 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Auch heute wieder ein #9vor9 mit den Digitalthemen der Woche und Lars Basche, Gunnar Sohn und mir.

Unsere Themen: Gunnar erklärt die GWB-Novelle, die Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), die dem Kartellamt vielfältige Möglichkeiten geben würde und könnte, gegen die immer größere werdende Macht und den Einfluss der GAFAM-Konzerne vorzugehen, die gerade durch die gegenwärtige Covid-19-Krise noch mehr zu profitieren scheinen. Unser Appell an Justizministerin Christine Lambrecht: Gib die Blockadehaltung zum GWB auf und vergiss den Kuhhandel mit Altmaier. Jetzt muss gehandelt werden. Gunnar führt zum Thema mit Justus Haucap am 1. Juli um 11 Uhr ein Gespräch, das über seine Kanäle verfolgt werden kann.

Frech den Ball zugespielt habe ich dann dem Lars Basche, der schon seit Jahren die Meinung vertreten hat, dass wichtige Nachrichten immer in der Chronik der sozialen Kanäle zu einem kommen. Hier hat der Tagesspiegel über das NFM („News Finds Me“)-Phänomen berichtet und dabei auf eine US-Studie verwiesen, nachdem gerade viele Jüngere immer mehr geteilte Inhalte, Links und Empfehlungen in den sozialen Netzwerken glauben und eben nicht journalistischen Plattformen nutzen. Der Tagesspiegel bringt dazu ein flammendes Schlusswort, da die Abkehr von traditionellen Medien auch zu weniger politischem Engagement und gar geringerer Wahlbeteiligung führe:

Wir sollten uns die Information und Meinungsbildung über politische Fragen nicht von Algorithmen, geteilten Neuigkeiten und digitale Freundeskreise aus der Hand nehmen lassen – machen wir uns selbst ein Bild!

Media Lab: Nachrichten aus erster Hand, bitte! – Medien – Gesellschaft – Tagesspiegel Mobil

Bei den Dreien von #9vor9 ist es gemischt: Wir alle schauen wenn auch selektiert nach Listen oder Stichworten auf Twitter, nutzen aber auch andere Kanäle und Medien und recherchieren eigenständig. Hier ist die Studie wohl zu finden. Sie kostet allerdings bei kommerzieller Nutzung.

Mein Thema war dann anknüpfend an das IBM Livestudio vom 23.6.2020 die Automobilindustrie. Unverkennbar ist der Individualverkehr durch die Covid-19-Krise wieder stärker geworden, aber wird das so bleiben? Reguliert es sich nach dem Virus wieder und öffentliche Verkehrsmittel oder Car Sharing-Modelle erleben ein Comeback? Oder bleiben wir Deutsche autoverliebt? Eigentlich und streng genommen kein Digitalthema.

Ein Digitalthema ist aber auf jeden Fall die Bestrebung deutscher Automobilhersteller, zu Softwarekonzernen zu werden und das Betriebssystem ihrer Fahrzeuge nicht Google und Co zu überlassen, sondern selbst zu „ownen“. Volkswagen hat es angekündigt, Daimler will es tun, wie ja auch Sascha Pallenberg im Livestudio wortgewaltig erklärt. Lesenswert dazu der Bericht auf Auto Motor Sport. Unser Appell in #9vor9: Nehmt Euch die Corona-Warn-App zu Beispiel, schaut auf den #WirVsVirus-Hackathon und baut doch gemeinsam nach dem Open Source-Prinzip ein Betriebssystem für Eure Fahrzeuge, statt allein vor Euch hin zu wursteln. Sonst werdet Ihr gegen Google, Tesla, Amazon, Apple & Co überhaupt keine Chancen haben.

Dabei muss nicht zwingend ein zentrales Betriebssystem für alle deutschen Autobauer herauskommen. Wer aber mit Google, Apple oder Amazon mithalten will, wird um Kooperation nicht herumkommen.

Auto-Betriebssysteme von Tesla, Google, Daimler, BMW oder VW – auto motor und sport

Allein es bleiben Zweifel. Die groß angekündigte Kooperation von BMW und Daimler im Bereich autonomes Fahren ist ja erst kürzlich gescheitert. Warum sollte dann die Zusammenarbeit bei „dem“ Betriebssystem für das Auto der Zukunft funktionieren?

Schließlich noch die Notiz, dass wir jetzt erst einmal Urlaubspause mache. Wir melden uns dann rechtzeitig, sobald wir mit #9vor9 wieder live gehen. Bis denne.

(Stefan Pfeiffer)

Das eiskalte Händchen der Wissenschaft, notwendige fachliche Debatten und interessierenorientierte Polemik

29. Juni 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Heute habe ich mir den letzten NDR Coronavirus-Podcast mit dem von mir sehr geschätzten Virologen Christian Drosten vor der Sommerpause angehört. Ich habe seine Ausführungen immer als sehr angenehm und sachlich empfunden. Vor allem scheint er mir die Wissenschaftler nicht auf in Podest zu stellen. Auch sie können sich irren und lernen dazu.

In der Ausgabe 50 ging es vor allem um die Öffnung von Kindergärten und Schulen und die damit verbundenen Risiken. Drosten, der in den vergangenen Monaten und Wochen von unge-BILD-deten Meinungsmachern immer wieder angegriffen wurde, plädiert als Wissenschafter für eine sachliche Auseinandersetzung

Und die Wissenschaft hat ein eiskaltes Händchen. … Die Wissenschaft hat keine Meinung. Die Wissenschaft ist eine Faktenlage. Da kann man mit Berufserfahrung und Hintergrundkenntnis Studien etwas tiefer lesen als jemand, der keine Grundausbildung hat.

Coronavirus-Update: Das Virus kommt wieder | NDR.de – Nachrichten – NDR Info

Drosten wirft Interessengruppen vor, die Fakten nicht immer korrekt zu verwenden. Vor allem aber kritisiert er zu Recht den Stil, den teilweise unzumutbaren Umgangston gerade in sozialen Medien:

Aber es gibt eben andere – das sind einfach wirklich Interessengruppen, da muss man sagen, die kommunizieren auch gerade in sozialen Medien in einer Aggressivität und auf eine persönliche Art und Weise, die wäre im normalen Leben strafbar. Und in sozialen Medien, in der Anonymität, geht das aber, das wird auch nicht geahndet. Das ist trotzdem diffamierend. Und das verfolgt einen Zweck. Das sind einfach Leute, die eindeutig eine Agenda haben, …

Coronavirus-Update: Das Virus kommt wieder | NDR.de – Nachrichten – NDR Info

Ich kann Drosten einmal mehr zustimmen: Der Ton ist daneben, die Motive sind zweifelhaft. Und die Risiken in Kindergärten und Schulen sind da. Wir müssen umgehend die entsprechende Vorkehrungen diskutieren und dann auch treffen. Sonst laufen auch wir wieder in eine Krise durch entsprechende Hotspots und Superspreader.

Eines ist auch deutlich geworden: Wissenschaftliche Ergebnisse, wissenschaftliche Studien, die von Drosten postulierten Fakten werden verschieden interpretiert. Das haben die Diskussionen und Interpretationen gezeigt. Das lässt Drosten im Podcast diesmal etwas unter den Tisch fallen.

Aber es besteht ein Unterschied zwischen fundierter Debatte und rein interesssenorientierter Benutzung, bewusster Verkürzung, Falschauslegung, Polemik und Angriffen, die unter die Gürtellinie gehen. Mit Ergebnissen, die Leben gefährden können. Und genau deshalb wird es auch eine harte und kontroverse Debatte geben. Und sicher werden wieder Grenzen überschritten. In den sozialen Medien wie gerade auch in Innenstädten oder an Seeufern. Die Maske der Vernunft und die Corona-Warn-App werden halt nicht von allen getragen. Nicht im Netz und nicht im realen Leben.

(Stefan Pfeiffer)

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

#9vor9: Von Blockchain gegen Fake News über die #WWDC20 bis zu Respekt vor ARD- und ZDF-Journalistinnen

24. Juni 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Natürlich gab es auch am 23. Juni wieder ein #9vor9 mit den Digitalthemen der Woche von Gunnar Sohn, Lars Basche und mir.

Und hier die Themen quasi in Tweets: Lars bringt das Blockchain-Projekt der New York Times ins Spiel, wo mit Hilfe von IBM Blockchain Bilder überprüft werden, quasi Blockchain im Einsatz gegen Fake News:

Wer sich tiefer interessiert: Hier ist die gemeinsame News Provenance-Seite von New York Times und IBM.

Hat Apple mit dem virtuellen Eventformat der #WWDC20 einen neuen Standard gesetzt?

Unser Gunnar lobt, wie Apple seine virtuelle Konferenz hinbekommen hat. Hat man einen neuen Standard gesetzt? Unten verlinkt auch der dazu passende Beitrag von Sascha Pallenberg.

Virtuelle Formate müssen sich weiter entwickeln. Noch ein weiteres mit Powerpoint-Folien überladenes zu langes Webinar kann nicht die Lösung sein. Deshalb experimentiere ich auch mit Formaten wie #9vor9 oder dem IBM Livestudio herum. Und – so viel kann ich verraten – im Sommer wird es auch ein weiteres neues Format seitens der IBM Deutschland geben.

Macbooks: Comeback mit neuem Prozessor gegenüber Microsoft Surface?

Daneben fand Gunnar erwähnenswert, dass Apple in den Macbooks und iMacs Abschied von den Intel-Prozessoren nehmen will. Er sieht so eine noch engere und komfortablere Integration aller Apple-Geräte, quasi eine Ausweitung der schon vorhandenen Stärke. Im Mark gibt es aber seit geraumer Zeit harsche Kritik gerade an der Qualität der Macbooks und viele loben die Microsoft Surface-Geräte über den Klee. Nun sind Gunnar und auch ich langjährige Apple-User und Fans. Ich selbst nutze seit nunmehr Mitte 2019 – hier der damalige Beitrag – ein Macbook als Arbeitsplatzrechner. Und mein Arbeitgeber, die IBM, hat ja dann auch von mir gelernt (Achtung: Ironie) und unterdessen sind die Macs neben den Lenovo-Notebooks Standard. Doch seien wir ehrlich: Bezüglich der Hardware-Qualität der Microsoft-Rechner und insbesondere auch der Qualität von Windows als Betriebssystem können Gunnar und ich nicht mehr mitreden. Das letzte Windows, an das ich mich richtig erinnere, ist Windows NT mit Bluescreens und dessen elend langer Startzeit. Und um es nochmals ins richtige Licht zu rücken: Ich habe mich die Jahre auch oft über Apple geärgert, die Preise, mangelhaften Service und Garantie sowie auch eine gewisse Arroganz.

Digital News Report zeigt Wertschöpfung für Tagesschau und heute – die Journalistinnen, Journalisten und Kameraleute

Mein Digitalthema der Woche ist der Digital News Report 2020 des Reuters Institutes. Aus diesem Report kann man eine Vielzahl von Erkenntnissen ziehen, von der immer stärker werdenden mobilen Nutzung von Nachrichtenformaten über die sich wandelnde Mediennutzung von Jüngeren und Älteren, den Erfolg von Newslettern und Podcasts bis zur leicht steigenden Akzeptanz, für digitale Inhalte auch zu zahlen. Viele dieser Aspekte haben wir diskutiert. Ich möchte vor allem die positive Bewertung seriöser Nachrichten und Zeitungen hervorheben, von Tagesschau und heute bis zu Zeit, Süddeutscher oder FAZ. In diesen Zeiten, in der von gewissen Seiten immer wieder über eine angebliche Lügenpresse gezetert wird, in denen Journalisten:innen und Kameraleute beschimpft und angegriffen werden, ist dies ein wichtiges Zeichen (auch wenn die Akzeptanz bei Jüngeren leider etwas zurück geht). Und auch hier seien gerade die Journalistinnen einmal besonders erwähnt, beispielsweise eine Marietta Slomka, die beste Interviewerin derzeit, oder auch ein Dunya Hayali. Letztere ist mir als Fohlen-Fan eh noch besonders sympathisch.

#9vor9: Sondersendung Homeoffice am 26. Juni um 8:51 mit Peter M. Wald

Zum Ende noch der Hinweis auf eine #9vor9 Sondersendung zum Thema Homeoffice. Am 26. Juni ab 8:51 Uhr werden sich Professor Peter M. Wald, Lars Basche und ich über Remote Work und die verschiedene Aspekte austauschen. Verfolgen könnt Ihr die Diskussion über Periscope und auf meinen Twitter-Account @DigitalNaiv.

(Stefan Pfeiffer)

Social Media-Splitter: Von Schattenprofilen, Audio-Tweets bis zum Vertrauen in ARD, ZDF und andere Qualitätsmedien

21. Juni 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Es sind mir wieder einige Berichte und Kommentare aus der bunhten Welt der Medien und von Social Media über den Weg gelaufen. Also ist es mal wieder Zeit für die Social Media Splitter. Auf OMR bin ich auf den Artikel und das Gespräch von Torben Lux mit dem bekannten Marketing-Professor Scott Galloway. gestoßen und da gibt es einige interessante Thesen. Beispielsweise munkelt Galloway über einen Kauf der Suchmaschine DuckDuckGo durch Apple. Oder aber er mutmaßt über ein mögliches Abo-Modell, das Twitter einführen könnte.

Verifizierte Accounts bis zu 2.000 Followern könnten weiterhin gratis bleiben, größere Account sollten dem Marketing-Professor zufolge je nach Follower-Anzahl zahlen. Eine steile These – würdet Ihr für das Nutzen von Twitter zahlen?

The Tech Wars: So malt sich Marketing-Prof Galloway eine stark veränderte Digital-Welt aus | OMR – Online Marketing Rockstars

Auf den Punkt gebracht: Schattenprofile bei Facebook

Auf jeden Fall lesenswert. Ebenso lesenswert, aus meiner Sicht sogar ein Muss der Beitrag von Richard Gutjahr, der in brillanter und prägnanter Form erklärt, warum Facebook auch Profile von Personen hat, die Facebook gar nicht nutzen:

Viele Webseiten, die wir besuchen oder Apps, die wir nutzen, senden heimlich Nutzer-Daten an Facebook. …

Selbst wenn wir keine eigene Facebook-Seite haben, führt das Unternehmen sogenannte Schattenprofile über uns. …

Spätestens wenn wir dann auch noch WhatsApp nutzen (WhatsApp gehört zum Facebook-Konzern) kennt Facebook unseren Namen und natürlich auch unsere Telefonnummer.

Wer hat Dich verraten? Deine Daten. | G! gutjahrs blog

Unbedingt den ganzen Beitrag lesen. Der ist knapp und knackig!

Deutsche trauen in der Mehrheit ZDF, ARD, Zeit, Süddeutsche …

Vielen Autoren greifen den Digital News Report 2020 des Reuters Institutes auf, so auch der geschätzte und abonnierte Social Media Watchblog in seinem Briefing #648. Dort gibt es ein gute Zusammenfassung der Ergebnisse und auch den Link zu dem interaktiven Tool, mit dem man sich Ergebnisse graphisch anzeigen lassen kann.

Hier beispielsweise die Ergebnisse für Deutschland. Orange für „Overall Trust in News“, für generelles Vertrauen in Nachrichten. Rot steht für Vertrauen in die Nachrichten, die man selbst konsumiert. Grün schließlich repräsentiert Vertrauen in soziale Medien als Quelle von Nachrichten. Und Petrol für das Vertrauen in Suchmaschinen als Quelle für Nachrichten. Einfach mal mit dem Tool herum spielen. Macht Spaß.

Auch wenn viele Befragungen vor der Corona-Krise durchgeführt wurden und man dann einige Befragungen nach schieben musste wird deutlich, dass das Bedürfnis nach Informationen natürlich gestiegen ist. Im internationalen Vergleich nutzen wir Deutschen dabei mehr klassische Medien, denn soziale Medien, wobei sich hier schon ein Wandel je nach Generation beobachten lässt.

Vertrauen haben die Deutschen vor allem in die Marken ARD Tagesschau, ZDF heute, die Lokalzeitungen, in ZEIT, Süddeutsche, FAZ und Spiegel wie auch in n-tv und N24. 20 Prozent vertrauen Bild. Ich habe bewusst das „nur“ nicht an den Anfang des Satze gesetzt. Na ja, immerhin trauen 58 Prozent laut Studie nicht den Bild-enden Aussagen. Ich finde dieses Ergebnis sehr gut, gerade auch wenn ich die Beschimpfungen von Journalisten, insbesondere auch den Öffentlich-Rechtlichen, aus gewissen politischen Lagern im Blick habe.

Der Report enthält noch viele weitere interessante Fakten, vom Willen für Onlineinhalte zu zahlen über den wieder gekehrten Erfolg von Newslettern bis hin zum immer wichtiger werdenden Medium Podcasts.

Hier gibt es eine englischsprachige Zusammenfassung der Schlüsselergebnisse. Dei deutschen Ergebnisse sind hier graphisch aufbereitet. Und natürlich kann man sich auch den gesamten Report hier herunterladen.

Und nun kommen Audio-Tweets …

Seitdem die Ankündigung durch die Medien ging, dass Twitter nun Audionachrichten unterstützt, schaue ich mir regelmäßig meine App auf dem iPhone an, denn dort soll die Funktion zuerst verfügbar sein. Noch nichts gefunden, denn sonst hätte ich natürlich mal getestet und beispielsweise die beiden Livesendungen am kommenden Dienstag, den 23. Juni, auf der Tonspur angekündigt (#9vor9 mit den Digitalthemen der Woche um 8:51 über mein Twitter-Konto zu verfolgen und das IBM Livestudio Magazin um 11 Uhr mit Schwerpunkt Automotive und unter anderem den Gästen Ferdinand Dudenhöffer und Sascha Pallenberg über das Twitter-Konto der IBM Deutschland respektive die entsprechende Facebook-Seite oder LinkedIn Events). So weit der kurze Werbeblock und zurück zu Twitter. Das Audio kann bis zu 140 Sekunden dauern. Längere „Tonspuren“ werden in separate Tweets aufgeteilt. Ich bin einmal gespannt, ob und wie diese Funktion angenommen wird. Auch zu dieser Thematik kommentiert der schon erwähnte Social Media Watchblog.

Und eine lockere Doro Bär

Und dieser Tweet muss dann auch einfach sein, weil ich ihn einfach gut und locker finde:

(Stefan Pfeiffer)

#Loveandhope und leckere Weine vom Roten Hang bei St. Antony in Nierstein – Und ein Expertenblick auf die Weinbranche

10. Juni 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Nach langem war es endlich mal wieder Zeit für einen Ausflug zu einem Weingut. Also ging es am vergangenen Sonntag (7. Juni 2020) nach Nierstein. Ein schöner Ausflug, denn man kann von Darmstadt aus mit der Fähre Nierstein – Landskrone idyllisch über den Rhein setzen – und auf der Kornsand-Seite während des Wartens die Biker bewundern, die dort immer mit ihren Maschinen – oft Oldtimer – Halt machen.

Aber natürlich spielt auch der Wein eine kleine Rolle, warum wir gerne dort hin fahren. Seit Jahren trinken wir dort sehr gerne Riesling vom Roten Hang und bevorzugen die Rieslinge vom Weingut Raddeck. Immer mal wieder haben wir auch andere Niersteiner Weingüter „ausprobiert“, sind aber bisher immer wieder bei Raddeck gelandet, da uns dieser Riesling am besten geschmeckt hat. Diesmal wollten wir wieder einen neuen Versuch, ein neues Weingut testen: St. Antony, ein Gut mit langer Geschichte und umfangreicher Fläche am Roten Hang zwischen Nierstein und Nackenheim, seit einiger Zeit im Besitz des Unternehmers Detlev Meyer. Im September 2019 hat dann der in der Weinszene bekannte Dirk Würtz die Geschäftsführung des Weinguts übernommen.

Der Eingang zum Verkostungsraum in Nierstein bei St. Antony

Wir hatten Riesling von St. Antony schon vor Jahren getrunken und als gut befunden, doch dann das Weingut aus dem Auge verloren. Also per E-Mail angefragt und ja, das Weingut hat wieder für Verkostungen sogar am Sonntag offen. Die Webseite und die angebotenen Weine und Sekte angeschaut. Der Shop scheint aktuell, der Rest der Seite ist leider total veraltet, so mein Eindruck. Und ja, klingt interessant, gerade wo eigentlich eine Sektgenießerin mitkommen wollte, die dann leider aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen ist.

Vielleicht den neuen Lieblingsprickler gefunden …

Trotzdem sind wir über den Rhein gesetzt und sind gegen Mittag im Weingut im Zentrum von Nierstein eingelaufen. Ein junger Mann – Tristan Seffer, der bei St. Antony im Keller anfängt – hat uns begrüßt und in die Covid-19 Verhaltensregeln eingewiesen. Wir waren die einzigen Besucher, alles sehr entspannt. Begonnen haben wir mit dem wohl feinsten Sekt, dem Les Étoiles Rosé Brut, einem Sekt aus Pinot Meunier und Pinot Noir Trauben, der für 14,90 € erhältlich ist. Für mich ein echter Kracher für diesen Preis, erinnert an Champagner und ich glaube die 48 Monate auf Hefe zu merken. Dieser Sekt hat für mich das Potential zu unserem Lieblingsprickler zu werden.

Am Roten Hang …

Wir haben dann noch die anderen Sekte probiert, die auch gut sind, aber es bei mir zumindest nach den rosa Sternen schwer hatten. Den Madame Brut haben wir dann doch auch noch eingepackt. Nun ging es an die Rieslinge vom Roten Hang. Hier haben uns die Einstiegsweine – ich mag den Begriff eigentlich gar nicht – überzeugt: Der Rotschiefer Riesling für 9,80 Euro hat uns überzeugt. Sehr spannend, würzig, schon besonders der Ortswein, der Nierstein Rielsing für 12,90 Euro: „Als Botschafter unseres Ortes aus VDP.ERSTEN LAGEN„, trifft es gut. Wir waren begeistert. Auch den Orbel haben wir noch probiert, ebenfalls lecker, aber wir haben dann auch der Probe (fast) ein Ende gesetzt. Beim nächsten Mal können wir dann weiter probieren.

#Loveandhope – Bemerkenswerte Aktion mit Banksy, süffiger Rosé

Die Probe war fast am Ende, denn auf die Frage, ob wir denn noch etwas probieren sollte, holte Tristan dann noch den 2019er Rosé #Love & hope“ aus dem Kühlschrank. Das Etikett zeigt das berühmte Motiv des bekannten Künstlers Banksy, das „Girl with Balloon“, ein Mädchen, das einen roten Ballon aufsteigen lässt. Banksy war beispielsweise mit dem geshredderten Bild in den Schlagzeilen. Da hatte der Rosé quasi schon bei meiner Kunsthistorikerin gewonnen.

Er ist ein Statement in der aktuellen Krise, denn was könnte wichtiger sein als Liebe und Hoffnung! Gönnen Sie sich ein wenig Freude und schenken Sie diese auch Ihren Lieben.

St. Antony · #loveandhope

Zu dem Rosé gibt es dann noch eine Postkarte, die dem geschenkten Wein beigelget werden kann. Coole Aktion, finde ich. Noch schlimmer: Der Rosé schmeckt auch sehr vollmundig lecker, fruchtig, aber nicht zu bombig-dominant. Also noch einen Karton in den Kofferraum. Ich habe auch noch meine Nase in den Basis-Blaufränkisch reingesteckt. Richtig gelesen, ein Rotwein vom Roten Hang. War auf den ersten Schluck nicht so mein Fall, aber wird bei einem nächsten Besuch validiert werden.

Alles in allem ein schöner Besuch mit nettem Gespräch mit Tristan über die Weine von St. Antony, andere Weingüter und Weine und die wöchentlichen Onlineverkostungen, die Dirk Würtz nun jetzt wohl jeden Mittwoch durchführt. Dazu gibt es eine geschlossene Facebook-Gruppe, d i e t e r – die digitale Weinbar, zu der man „Zutritt“ anfragen kann. Ich habe noch nicht angefragt, da der Termin bei mir nicht passt.

Captain fragt Dirk Würtz, wie es mit der Weinbranche weiter geht

Doch Dirk Würtz ist ein gutes Stichwort. Ich erinnere mich noch an seine Weinvideos auf stern.de. Er ist ein Name in der deutschen Weinnetzszene, der jetzt vom Captain zur Lage der Weinbranche angesichts von Covid-19 interviewt wurde. Ein aufrüttelndes Interview mit „bold statements“.

Wir in der Weinbranche befinden uns so oder so im größten Strukturwandel aller Zeiten. Was jetzt passiert, beschleunigt die Prozesse enorm. Allen voran die Konzentration. Die Großen werden größer, die Kleinen nicht verschwinden, aber sicherlich deutlich dezimiert. Für den eh schon kränkelnden Fachhandel könnte das der finale Todesstoß sein. Könnte wohlgemerkt, muss nicht.

Die Weinbranche wird sich verändern | Captain Cork

Bemerkenswerte Aussagen auch zu einer teilweise gelebten neuen Konkurrenz zwischen dem lokalen Händlern und Winzern, die jetzt angesichts der Lage ab Hof verkaufen wollen. Den Aufruf nach Solidarität kann ich nur unterstreichen. Gerade jetzt kaufe ich bewusst sogar mehr bei meinem lokalen Dealer, der Weingalerie in Eberstadt. Es wird spannend, wie sich das Dreieck Onlineweinhandel, lokaler Händler und Bezug ab Hof entwickeln wird.

Und auch einige Aussagen zu den Winzern und dem Netz:

Der Bauer, und dazu zähle ich den Winzer, ist genetisch konservativ. Der macht das mit dem Internet nur halbherzig, weil es irgendwie dazugehört. Das ist echt schade, weil so vieles auf der Strecke bleibt.

Die Weinbranche wird sich verändern | Captain Cork

Erst kommende Generationen werden, so Dirk, das Netz wirklich annehmen und kreativ nutzen. Stimmt wohl. Schade. Dirk schildert auch die Aktivitäten, die St. Antony selbst digital, in sozialen Netzen, mit klassischen und Online-Mailings und mit guten, alten Webshop durchführt. Die Maßnahmen habe ich so noch nicht so wahrgenommen, aber vielleicht bin ich ja jetzt im Verteiler. Und gut auch von St. Antony zu hören, dass die Webseite des Gutes komplett überarbeitet werden. Sie ist derzeit leider ziemlich „out of date“.

(Stefan Pfeiffer)

Digitalthemen der Woche bei #9vor9: Mit dem Gaia-x-Raketsche zum Mond und das LinkedIn Nadelöhr und Gunnis Live-Videos

9. Juni 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Und es war heute mal wieder Zeit für #9vor9, die Digitalthemen der Woche. Unser Lars hatte das Thema fairer digitaler Wahlkampf und das entsprechende White Paper der Stiftung Neue Verantwortung auf der Pfanne. Ich konnte mich zugegebenermaßen dafür heute Morgen bei aller Dringlichkeit nicht dafür erwärmen. Irgendwie führt das Ge-Trump-ele auf Twitter in den USA bei mir unterdessen zu einer gewissen Ermüdung. Sollte es aber keinesfalls.

Und Gunnar hat die Social Bars vorgestellt, die es nun seit 10 Jahren gibt – und weiter geben soll. Dazu verweise ich gerne auf seine Aufnahme und das entsprechende Blog Posting zu Social Bars in Bonn.

Und meine Themen der Woche: Wie der Hesse sacht, mit dem Raketsche ab uf de Mond oder Gaia-x

Mondreise der Digitalpolitik, möglicher Gold-Standard für Cloud-Dienste, vollmundige Worte von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) anlässlich der Vorstellung des europäischen Dateninfrastrukturprojekts Gaia-x:

Mit GAIA-X gehen wir einen großen Zukunftsschritt in die Datenökonomie. Das Ziel ist ein digitales Ökosystem in Europa, das Innovationen und neue datengetriebene Dienste und Anwendungen hervorbringt. Wir laden alle europäischen und internationalen Partner, die unsere Leitprinzipen wie Offenheit und Transparenz, Vertrauen, Souveränität und Selbstbestimmtheit teilen, zur Mitarbeit ein.

BMWi – Deutschland und Frankreich Vorreiter beim ersten Schritt Europas in Richtung einer europäischen Dateninfrastruktur

Internationale Partner, beispielsweise aus China oder den USA, dürfen also demzufolge mit auf den Mond – solange sie sich an die europäischen Regeln halten. Knackig die Aussage von Elie Girard von Atos:

Wir haben den Kampf um die Daten der Verbraucher verloren. Die nächste Welle, die vor und nicht hinter uns liegt, sind die Unternehmensdaten.

Gaia-X: Deutschland und Frankreich stellen europäische Cloud vor | ZEIT ONLINE

Offensichtlich will man einen Fokus gerade auch in den Bereich Industrie 4.0 legen, um sich hier im internationalen Wettbewerb zu positionieren. Doch die Skepsis ist groß. So schreibt die Wirtschaftswoche:

Der Vorsprung der amerikanischen Cloud-Unternehmen ist nicht mehr aufzuholen. Jetzt will Europa sie zu hiesigen Standards für den Datenschutz verpflichten. Eine „Mondlandung für die Digitalisierung“ ist das aber nicht.

Gaia-X: Warum die europäische Cloud kein Höhenflug ist

Auch Markus Beckedahl nimmt auf netzpolitik.org natürlich kritisch Stellung zu Gaia-X und bei ihm schwingt natürlich das Misstrauen mit, dass US-Cloud-Anbieter ihren Behörden doch Zugriff auf Daten geben – auch wenn beispielsweise mein Arbeitgeber das offiziell ausschließt. Das Misstrauen bleibt:

Bei Gaia-X sind alle großen Namen dabei, von Deutsche Telekom bis Siemens. Das ist leider kein Garant für Erfolg und Qualität, denn gerade fällt mir kein technologisches Großprojekt ein, wo alle deutschen Großunternehmen kooperiert und erfolgreich eine neue Technologie entwickelt haben.

Gaia-X – Unter Mondlandung gehts nicht

Große Skepsis schwingt mit, doch immerhin könne man im Falle eines Scheiterns die entwickelten Sachen immerhin weiterverwenden, da diesmal alles mit Open Source und Open Standards gemacht werde.

Und wie sieht „die Wirtschaft“ das Ganze? Michael Kroker zitiert eine Umfrage, die Hewlett Packard Enterprise (HPE) in Auftrag gegeben hat. Über 2.000 Manager aus Frankreich und Italien, den treibenden Ländern hinter Gaisa-x, wurden befragt. In Deutschland sehen 85 Prozent der Befragten digitale Souveränität als sehr wichtig an, in Frankreich sind es nur 65 Prozent. Und wie viele der Führungskräfte kennen Gaia-x? Fast identische Werte, die bei nur 23 bis 22 Prozent herumdümpeln.

LinkedIn: Reichweite, Reichweite, wir wollen (organische) Reichweite

Und meines zweites Thema: Immer weniger organische Reichweite auf LinkedIn, da die immer mehr Inhalte in den individuellen Newsfeeds der Anwender ausgespielt werden und die User sich überfahren fühlen. Thomas Hutter hat hier einen lesenswerten Beitrag geschrieben. Die wachsende Zahl der Nutzer in Kombination mit einer dichteren Vernetzung und der Zunahme von Inhalten führe dazu, dass die organische Reichweite sinke. Déjá-vu also auf LinkedIn. Wir sehen das, was schon auf anderen Plattformen passiert ist, nun auf dem sozialen Netzwerk, das für B2B-Kontakte da sein will.

Thomas rechnet das dann auch sehr plastisch vor, wie viele Beiträge man denn durchschnittlich bei welchem Vernetzungsgrad sieht. Ich nehme mal das Beispiel mit 1.000 Netzwerkontakten:

Mitglied Y ist mit 1’000 Personen auf LinkedIn verbunden.

40 % der mit Mitglied Y verbundenen Personen publizieren pro Tag einen Link oder ein Bild oder ein Video oder interagieren mit einem Beitrag aus dem Netzwerk.

20 % der mit Mitglied Y verbundenen Personen publizieren pro Tag zwei Linkbeiträge oder zwei Bilder oder zwei Videos oder interagieren mit zwei Beiträgen aus dem Netzwerk.

10 % der mit Mitglied Y verbundenen Personen publizieren pro drei Linkbeiträge oder drei Bilder oder drei Videos oder interagieren mit drei Beiträgen aus dem Netzwerk.

5 % der mit Mitglied Y verbundenen Personen sind sehr aktiv auf LinkedIn und publizieren pro Tag 10 Linkbeiträge oder 10 Bilder oder 10 Videos oder interagieren mit 10 Beiträgen aus dem Netzwerk.

Mitglied Y könnte somit 1’600 Beiträge pro Tag sehen.

LinkedIn: Warum Du immer weniger und vielleicht schon bald keine organische Reichweite erhalten wirst

1.600 Beiträge am Tag. Ich selbst liege bei 2.000 Kontakten. Da kann man sich ausrechnen, was passiert. Man ist gar nicht mehr in der Lage, die Inhalte zu konsumieren und muss eigentlich radikal selektieren. Und dafür – so auch die Beobachtungen von Gunnar und Lars – ist LinkedIn derzeit nicht wirklich geeignet. Und ob der von Thomas zitierte Algorithmus nun wirklich die Inhalte sinnvoll auf meine Interessen zuschneidet, da habe ich so meine Zweifel. Newsfeeds nerven unterdessen in aller Regel, wie ich schon vor des öfteren im Blog beklagt habe. Und LinkedIn ist da keine Ausnahme

Bewusste Teilnahme statt Newsfeed-SPAM: IBM Livestudio Magazin steigt auf LinkedIn private Events um

Und auch wir #9vor9’ler sind da schuldig. Gunnar hat verganngene Woche ja fast stündlich seine Live-Formate gestreamt. Wir – Lars, das Team und ich – senden jeden Dienstag um 11 Uhr das IBM Livestudio Magazin. Die Beispiele lassen sich fortführen. Hinzu kommt noch, dass bei LinkedIn Live, des Livestreaming-Videoformats, und LinkedIn Events, des Video-Eventformats, das Targeting ganz offensichtlich nicht sauber funktioniert. Was meine ich damit? Das deutschsprachige Livestudio Magazin wollen wir nur an die deutschsprachigen Follower der weltweiten IBM Unternehmensseite ausspielen. Genau das funktionierte mit LinkedIn Live nicht sauber, so dass wir einmal die weltweiten Follower „zuge-spam-t“ haben.

Deshalb sind wir nun auf LinkedIn Events und dort auf private Events umgestiegen und werden heute erstmals darüber senden. Warum? Über öffentliche Events von LinkedIn Events würden wir wieder die ganze Welt „stören“, statt nur die angedachte Zielgruppe anzusprechen. An einem öffentlichen LinkedIn Event kann jeder, der die URL hat, teilnehmen. Das Event ist über die LinkedIn Suche auffindbar und niemand genehmigt eine Teilnahme. und darauf, dass sich eine Livestudio Magazin Communiyt bildet. Unser Event ist dabei nicht als ein „One-off“ am heutigen Dienstag definiert, sondern über ein Zeitraum bis Ende des Jahres, so dass alle registrierten Teilnehmer über die bekannte URL jeden Dienstag das Livestudio Magazin sehen werden. Mal schauen, ob das Format so funktionieren wird. Ich werde hier weiter berichten.

Und natürlich bleibt auch in unserem Setup die Formel wahr, die Thomas Hutter am Ende seines Beitrags zusammenfasst:

Die Erfolgsformel bleibt in der Regel identisch. Beiträge die a) relevant sind, b) Aufmerksamkeit generieren, auffallen und ins Auge stechen c) zur Interaktion anregen und d) Mitglieder zeitlich binden, erhalten in den meisten Fällen die besten Resultate.

LinkedIn: Warum Du immer weniger und vielleicht schon bald keine organische Reichweite erhalten wirst

Livestreaming und Long Tail beim IBM Livestudio Magazin

Wichtig ist natürlich, dass nicht nur die Liveaussendung des Magazins und der anderen Sendungen wichtig ist. Die größere Reichweite erreichen wir im „Long tail“, das heisst viele Zuschauerinnen und Zuschauer schauen sich das Magazin oder die einzelnen Beiträge später auf YouTube, auf unserer Webseite oder auf Landing Pages der IBM an. Doch bleibt die Livesendung ein wichtiger Start, denn darüber versuchen wir authentisch mit immer mehr Livebestandteilen zu kommunizieren.

(Stefan Pfeiffer)

#9vor9 zu Cookie-Urteil, Journalismus ohne Journalisten, Moderation auf sozialen Kanälen dem neuen Projekt Homeoffice-Kurator

2. Juni 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

#9vor9 mit den Digitalthemen der Woche am heutigen 2. Juni: Unsere Themen waren das aktuelle Urteil zu Cookies, MSN, wo jetzt die Inhalte von einer KI ohne Journalisten ausgespielt werden sollen, die leidige Frage, wie Inhalte – insbesondere Falsch- oder Hassnachrichten – in den sozialen Medien vom wem „kontrolliert“ und moderiert werden sollten und natürlich auch unser neues Projekt, der Homeoffice-Kurator.