Posts Tagged: ‘Webinare’

Kurz zitiert: Flut der in Krisenzeiten angebotenen Webinare nimmt stündlich zu – Abwehrhaltung gegen Druckbetankungsangebot in gleichem Maße auch – Dr. Torsten Ambs

27. April 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Marketing in Krisenzeiten bedeutet nicht, die Anzahl an Webinaren unkontrolliert nach oben zu schrauben. Die Flut der in Krisenzeiten angebotenen Webinare (speziell bei XING) nimmt gefühlt stündlich zu – die Abwehrhaltung gegen das einseitige Druckbetankungsangebot in gleichem Maße auch. Wer hat schon Lust auf Spam?! Webinare sollten also nicht genutzt werden, um das Gewohnte zu verteidigen, i.e. das bestehende Geschäft irgendwie zu halten und irgendwie ein wenig Geld zu verdienen, vielmehr sollten neue Tools und Methoden eingesetzt und entwickelt werden.

Die Marke als Fels in der Brandung: 10 Thesen zu einem neuen Marketing nicht nur in Krisenzeiten – Mind Store Marketing

Richtige und wichtige These, doch habe ich noch nicht die durchschlagenden Alternativen zu Präsenzveranstaltungen gefunden. Mit dem IBM Livestudio Magazin experimentieren wir, aber wir sind noch lange nicht dort, wo ich hin will. Ist sicherlich auch eine Frage der Investitionen (zum Beispiel für grafische Gestaltung oder Animationen), der Möglichkeiten im Homeoffice und des Aufwands, aber auch der Aufmerksamkeit, die man sich in der Netzöffentlichkeit gewinnen und erarbeiten muss.

Mit virtuellen Konferenzsystem wie 6Connex, das hierzulande von Voelkel ITK angeboten wird, oder einer entsprechenden Alternative hätte ich gerne mal experimentiert, ohne virtuelle Messen für das allein selig machende Ersatzrezept zu halten. Doch alle Elemente zur Liveinteraktion wie wie Chatrooms für kleiner Gruppen, Onlinechats und -diskussionen in Kombination mit einem virtuellen Messsestand wären für mich eines Versuches wert gewesen.

Ich bin besonders auf kommende Woche gespannt, wenn meine weltweiten Kolleginnen und Kollegen am 5. und 6. Mai die erste IBM Think Digital Experience, den „Ersatz“ der geplanten Think in San Francisco, durchführen. Einige der Elemente klingen vielversprechend. Ab 17 Uhr geht es jeweils los. Mal schauen, was ich/wir da mitnehmen und in der DACH-Region realisieren können und werden.

Ein Freund der Videokonferenzen, in denen Hunderte oder gar Tausend Personen auf Basis von Plattformen wie Zoom oder Webex in einer virtuellen Konferenz oder einem Barcamp zusammen kommen, bin ich eher nicht. Ich glaube, dass eher kleinere Gruppen für solche Tools Sinn machen, aber ich werde natürlich die entsprechenden Experimente verfolgen.

Es bleiben viele Fragen, die in den kommenden Wochen und Monaten rund um das IBM Livestudio und generell Online-Formate zu diskutieren sind:

  • Wie sticht man angesichts der über uns hereinbrechenden Flut von Webinaren und Onlinekonferenzen heraus?
  • Wie entwickelt man eine treue Zuhörer- und Zuschauerschaft für seine Formate, so sie denn wiederkehrende Formate sind?
  • Wie gewinnt man neue Interessenten und Zuschauer-/-hörer?
  • Wie trainieren wir Sprecher, die bisher Frontbeschallungen per Powerpoint gewohnt sind, auf neue Formate und auf den neuen notwendigen Aufmerksamkeits- und Spannungsbogen?
  • Wie generiert man die vom Business so händeringend geforderten neuen Leads und Opportunities?

(Stefan Pfeiffer)

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

In Zeiten des Virus: “Statt Events abzusagen, sollte man zumindest über eine Virtualisierung nachdenken” | Gunnar Sohn [inhaltlich leicht erweiterter Podcast]

6. März 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

In Zeiten des Virus werden gerade mehr und mehr klassische Konferenzen, Messen oder Seminare abgesagt. Das hat ernsthafte Folgen, ob es nun professionelle Veranstalter und Messen sind, denen die Einnahmen wegbrechen, und für Unternehmen, denen die Kundenkontakte fehlen. Deshalb müssen wir über neue Eventformate nachdenken, bestehende Events ins Netz verlängern, dort abhalten oder neue hybride Events durchführen. Hier der ursprüngliche Blogbeitrag leicht erweitert als Podcast.

In Zeiten des Virus: “Statt Events abzusagen, sollte man über zumindest über eine Virtualisierung nachdenken” | Gunnar Sohn

2. März 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

In Zeiten des Virus werden gerade mehr und mehr klassische Konferenzen, Messen oder Seminare abgesagt. Das hat ernsthafte Folgen, ob es nun professionelle Veranstalter und Messen sind, denen die Einnahmen wegbrechen, oder ob es Unternehmen, sind die auf ihren Veranstaltungen Geschäft (Pipeline) generieren oder auch Kunden binden wollen. Da spricht mir Gunnar Sohn mal wieder aus dem Herzen:

Mit virtuellen Konzepten kann man ortsunabhängig Menschen erreichen, Themen vertiefen, Vorträge, Studien, Interviews, Seminare, Workshops und Produktpräsentationen verlängern und dauerhaft in der Netzöffentlichkeit etablieren. Statt Events abzusagen, sollte man über zumindest über eine Virtualisierung nachdenken

Virtuelle Konferenzen, Talks, Messen, Workshops und Seminare in Zeiten des Virus | ichsagmal.com

Also jetzt darüber nachdenken, was man online abbilden kann und will. Es gibt ja schon geraume Zeit Anbieter virtueller Messen und Seminare, die ganze Messestände mit Demopunkten und Vorträgen virtuell abbilden. Hier sollen klassische Events quasi eins zu eins online abgebildet und durchaus auch ersetzt werden.

Oder aber man bereitet vor (promotet), begleitet, ergänzt und verlängert klassische Veranstaltungsformen virtuell, so wie ich es zusammen mit Gunnar. Lars und dem Team in den vergangenen Jahren während der Cebit 2018 oder der IBM Popup Experience, 2019 die sechs Wochen dauernde Think at IBM, getan habe.

Mehr als 80 Sessions mit über 150 Gästen wurden live gestreamt. Die einzelnen Sitzungen wurden auf der Website, auf dem YouTube-Kanal und auf der Facebook-Seite von IBM veröffentlicht und kommentiert. Während des sechswöchigen Einsatzes im Bikini Berlin hat das Team mit dem Livestreaming-Projekt mehr als 370.000 Menschen erreicht.

Virtuelle Konferenzen, Talks, Messen, Workshops und Seminare in Zeiten des Virus | ichsagmal.com

Der unselige Virus wird jetzt dafür führen (müssen), dass man intensiver über diese und andere digitale Formate nachdenkt, angefangen von Webinaren über die erwähnten virtuellen Messen bis hin zu Podcasts, Videocasts und vielleicht ganz neu zu entwickelnden Formen. Ist es vermessen, an Augmented oder Virtual Reality zu denken?

Klar kann man solche Formate aufwändiger produzieren, wie wir es mit dem IBM Livestudio in Hannover oder Berlin getan haben. Doch es ist heute keine Science Fiction mehr, selbst Podcasts oder Videocasts zu produzieren, live oder auf Konserve. Sehen wir ja bei 9vor9. Es muss nicht immer Hochglanz sein. Auch authentisch und etwas ungeschliffener geht. Der Mix macht es wohl auch hier.

Doch bei allen möglichen, neuen Formaten gilt es auch an die Inhalte, die Qualität und die Vermittlung dieser Formen der Kommunikation an und mit Interessenten und Kunden zu denken. Und natürlich wird sofort die Frage kommen, was denn dieser neumodische Kram außer Awareness wirklich für das Geschäft, für die Pipeline bringen kann. Die Metrix wird ganz sicher zuschlagen. Doch jammern zählt nicht. Die Herausforderung sollte, ja muss angenommen werden. Neue digitale und virtuelle Formate sind eine riesige Chance. Sie kommen eh. Jetzt halt nur viel schneller.

(Stefan Pfeiffer)