Posts Tagged: ‘deutsch’

[DE] Zwiespalt: Wie Digitalisierung und Social Media die Arbeitswelt verändern – computerwoche.de

18. März 2013 Posted by StefanP.

Die Flut der Studien nimmt immer weiter zu. Kein Wunder. Studien werden leicht von Publikationen und Journalisten abgedruckt, auch wenn sie im Auftrag sind und die kritische Masse und damit Representativität manchmal fragwürdig sind. Das gilt meiner Wahrnehmung nicht für die Studie vom Institut Ibi Research an der Universität Regensburg. Sie adressiert auch Themen die mir besonders am Herzen liegen. Es geht darum, wie Social Media, Digitalisierung und die junge Generation die Arbeitswelt verändern. Studienleiter Michael Wittmann, Consultant bei Ibi Research, wird in der Computerwoche online zitiert:

“Zum einen werden größere Kommunikationsbereitschaft und Transparenz als Folge wahrgenommen, auf der anderen Seite aber auch mangelnde Höflichkeit und sinkende Aufmerksamkeit.”

via Studie: Wie Digitalisierung und Social Media die Arbeitswelt verändern – computerwoche.de.

Dies charakterisiert hervorragend den Zwiespalt, in dem wir uns befinden. Wie man hier in Breite nachlesen kann, bin ich ein Freund von Social Media und Social Business. Gottseidank werde ich immer wieder aus meinem Freundeskreis geerdet. Eine sehr gute Freundin, ihres Zeichens Lehrerin, habe ich kürzlich nach langer Zeit endlich wieder getroffen. Sie hat mir den negativen Exzessen im Bereich Social Media und insbesondere Facebook berichtet. Lolita-Bilder 16-jähriger Schülerinnen, die auf Facebook publiziert werden und wo die Eltern lapidar bemerken “Die sind doch schön”, bringen mich zum Kopf schütteln, verursachen Unverständnis und (mal wieder) Zweifel an der Mündigkeit mancher Bürger. Aber was soll es, das sind halt auch die Tücken der freien Demokratie, und es bleibt nur wohl das, was auch in der Studie und dem Artikel der Computerwoche steht:

Die Jugendlichen brauchen aus ihrer Sicht vor allem Unterstützung und Anleitung im Umgang mit den Sozialen Netzwerken. Die Verantwortung wird hier besonders bei den Erziehungsberechtigten und Bildungseinrichtungen gesehen.

via Studie: Wie Digitalisierung und Social Media die Arbeitswelt verändern – computerwoche.de.

Studie: Wie Digitalisierung und Social Media die Arbeitswelt verändern


Filed under: Deutsch Tagged: Germany, SocBiz, SocialMedia

[DE] Meine 10 Thesen zu Social Business in Deutschland auf dem #Twittwoch [Video]

17. März 2013 Posted by StefanP.

Hier die Aufzeichnung vom Twittwoch, der während der CeBIT 2013 stattfand. Pia Kleine Wieskamp hatte mich eingeladen, einige Minuten zu sprechen, und ich habe gerne meine 10 Thesen zu Social Business in Deutschland vorgetragen:

Hier Link zu Foliensatz und zum orignären Blogartikel.

Lesenswert in diesem Zusammenhang der Beitrag vom geschätzten Gunnar Sohn: Warum deutsche Unternehmen anfangen sollten, mit dem Social Web zu spielen #twittwoch #cebit #webciety


Filed under: Deutsch Tagged: CeBIT, Germany, SocBiz

[DE] Wo bleibt der Aufschrei der angeblichen Netzelite zur Einstellung von Google Reader?

17. März 2013 Posted by StefanP.

Unfassbar (mal wieder), diese Arroganz vom Gutkonzern:

Vor wenigen Tagen hatte Google bekannt gegeben, mehrere Dienste einzustellen und damit einen Proteststurm ausgelöst, vor allem, weil Google Reader ab 1. Juli nicht mehr funktionieren wird. Der beliebte Dienst aggregiert von Nutzern abonnierte RSS-Feeds unter anderem von Nachrichtenseiten und erlaubt es, diese zentral zu lesen, zu verwalten und zwischen mehreren Geräten zu synchronisieren. Die Nutzung sei in letzter Zeit zu Gunster sozialer Netze stark zurückgegangen, argumentiert Google.

via Feedly empfängt Google-Reader-Nutzer mit offenen Armen | heise online.

Die Nutzung sei zu Gunsten sozialer Netze zurückgegange. Zu Gunsten von Google+, hätte Google wohl gerne. Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der sonst ach so gegenüber anderen Diensten wie Facebook etc. kritischen vermeintlichen Netzelite? Auf dem Google-Auge ist die wohl eher blind.


Filed under: Deutsch Tagged: Google, RSS

[DE] Social Media-Studie: NRW am aktivsten, XING-Anwender am besten bezahlt, Firmen verweigern sich oft noch – CIO.de

14. März 2013 Posted by StefanP.

Mal wieder eine Studie, diesmal von Roland Berger. 146 Manager wurden befragt … Demzufolge sind die Nordrhein-Westfalen die aktivsten Deutschen im sozialen Netz. Und Xing-Anwender haben das höchste Einkommen. Na ja … Für mich interessant diese Aussage:

Zwar nutzen die meisten Deutschen Social Media, um privat zu surfen. Aber den Umgang mit neuen Kommunikationsformen müssen Firmen noch üben: Unternehmens-interne soziale Netzwerke, die anderes Arbeiten ermöglichen würden, gibt es nur selten. Nur drei bis sieben Prozent der deutschen Arbeitnehmer nutzen solche Firmen-Anwendungen. Die Berater kommen zu dem Schluss, dass Unternehmen ihre Social-Media-Strategie dringend überdenken sollten.

via Studie von Roland Berger: Die aktivsten Deutschen im Social Web: Firmen verweigern sich oft noch – CIO.de.

Danach ist noch ein weiter Weg ins Social Business in Unternehmen zu gehen …


Filed under: Deutsch Tagged: Germany, SocBiz, SocialMedia

[DE] CeBIT 2013 Impressionen / CeBIT 2013 Impressions

8. März 2013 Posted by StefanP.

Einige CeBIT Impressionen: Cordelia Krooß, LIDA Award Gewinnerin 2012, zusammen mit Kurt De Ruwe, dem Preisträger 2013, und dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies. Cordela Krooß gab eine hervorragende Laudatio auf Kurt De Ruwe beim LIDA Award. Diesem Bundeswehr-Soldaten gefiel der Smarter Commerce-Showcase so gut, dass er gleich auf die Bühne ging. Immer wieder beeindruckend: Der IBM Stand. Da wird ein (roter) Schuh draus: Reno als Social Business Showcase auf der CeBIT. Nicht der Schuh des Manitou ... Publikumsmagnet roter Schih - nicht nur für Frauen ... Und noch eine Perspektive vom IBM Stand 2013. Auch in diesem Jahr war ich wieder on stage: Hier beim Twittwoch, aber auch bei der Webciety.


Filed under: Deutsch, English Tagged: CeBIT, IBM, SocBiz

[DE] Expedition Unternehmen – Eindrücke aus dem Silver Tower

4. März 2013 Posted by StefanP.

Einige Fotos von der3. Etappe der Expedition Unternehmen am 28. Februar 2013 im Silver Tower der Deutschen Bahn. Nicht nur der Blick war beeindruckend, auch das Web 2.0 Projekt von DB Systel und die Visualisierung des Tages:

Und nochmals bei der Visualisierung Die Künstlerin am Werk Eine meiner (verwackeleten) Kernaussagen) Expedition Unternehmen visualisiert Tagungsraum im 31. Stock Der Frankfurter Bahnhof Frankfurter Skyline Blick zum Main aus dem Silver Tower

Hier ist nochmals der Link zu meinen Thesen, die ich vorgetragen habe.

K9Q38FEGEF9X


Filed under: Deutsch Tagged: Event, SocBiz

[DE] Deutschland, Land der Ingenieure, muss ein Social Business werden – 10 Thesen [Foliensatz]

28. Februar 2013 Posted by StefanP.

Diese Folien basieren auf einem Blogbeitrag, den ich am 31. Januar 2013 veröffentlicht habe. Er hat große Zustimmung gefunden, wurde aber auch heftig kritisiert. Natürlich sind einige Thesen zugespitzt, wird Klartext geredet, auch wenn das vielleicht heute manchmal nicht als opportun und genehm angesehen wird. Inhaltlich stehe ich weiter dahinter, Ich werde den Foliensatz in der kommenden Zeit noch anreichern, um jede These auch “folientechnisch” (für vielleicht kommende Vorträge) zu untermauern.


Filed under: Deutsch Tagged: Germany, SocBiz, Workplace-of-the-Future

[DE] Im Sozialen Zeitalter: Wir brauchen Kuratoren und Geschichtenerzähler!

24. Februar 2013 Posted by StefanP.

Schon seit einiger Zeit  beschäftigt mich, was ich wie in meinem Blog veröffentliche. Dabei unterscheide ich im Prinzip verschiedene Kategorien: Einerseits sind da die selbst erfundenen, erdachten, kreierten Beiträge oder um es knackig zu formulieren: Diese Beiträge sind intellektuell weitgehend auf meinem eigenen Mist gewachsen. Solche Artikel brauchen in aller Regel doch eine gewisse Zeit, denn sie wollen durchdacht und formuliert werden, wobei ich auch immer feststelle, dass sie dann sehr flüssig aus der Tastatur fliessen, wenn ein gewisser, emotionaler “Drang” da ist. Bei mir ist es oft so, dass mir die Ideen für solche Blogbeiträge an den unmöglichsten Stellen kommen, oft auf Reisen im Auto oder Flieger. Da kommt eine Idee, ein Aufhänger, der dann verschriftlicht und durchdacht werden will. Solche Eigengewächse sind für mich die Kür des Bloggens.

Daneben gibt es in meinem Blog ein zweite für mich ebenfalls sehr wichtige Kategorie von Beiträgen: Hier zitiere ich in der Regel Artikel, die ich in positiver oder negativer Beziehung so bemerkenswert finde, dass ich sie weiterverteilen oder kommentieren will. Dabei kommt es durchaus oft vor, dass ich nur Kernzitate auswähle und selbst sehr sparsam kommentiere. Der Obama-Artikel von Mark Fidelman ist ein klassisches Beispiel. Ich habe die Stellen zitiert, die ich erwähnenswert finde. Mark hat so gut formuliert, dass ich dazu nicht mehr viel hinzufügen muss und will. Hier kuratiere ich “nur” Inhalte, kreiere sie nicht selbst. Im Bild würde ich hier von der Pflicht des Bloggens sprechen. Natürlich sind die Grenzen manchmal fliessend, wenn ich ausgiebig kommentiere und meine eigenen Gedanken hinzufüge.

Kuratieren ist nicht Kuratieren ... In der Kunst gibt es den/die Kurator/in - Hier ein Kusntwerk aus der Yoko Ono-Ausstellung in der Schirn 2013

Kuratieren ist nicht Kuratieren … In der Kunst gibt es den/die Kurator/in – Hier ein Kusntwerk aus der Yoko Ono-Ausstellung in der Schirn 2013 – Yoko Ono
Half-A-Wind Show. Eine Retrospektive
Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2013 Foto: Norbert Miguletz

Im Englischen wird von Content Creation und Content Curation gesprochen. Ich weiss, dass viele Blogger nichts von Content Curation halten, denn ihnen fehlt dort der kreative, eigene Teil. Durch meinen Hintergrund als ehemaliger Journalist habe ich dazu eine andere Einstellung. Während meiner Zeit als Nachrichtenjournalist in der BTX-Redaktion der FAZ habe ich die Informationsflüsse der grossen Agenturen verfolgt und daraus selektiert und in aller Kürze zusammengefasst, was für meine Leser lesenswert sein könnte. So ähnlich sehe ich das auch mit dem Bloggen. Ja ich schätze die Bedeutung von Content Curation, des bewussten Auswählens und Verteilens relevanter Inhalte heutzutage angesichts der Informationsflut als noch wichtiger an. Dies gilt übrigens nicht nur für meinen privaten Blog, sondern gerade auch im meinem Job als Marketing Manager in der IBM, wo ich bewusst für mein Team Inhalte selektiere und kuratiere, dort in Community-Blogs von IBM Connections.

Zurück zu Content Curation: Diese kann natürlich auch über andere Kanäle stattfinden. Twitter ist für mich ein klassischer Kanal dafür. Bewusst habe ich mich aber dafür entschieden, meiner Meinung nach sehr lesenswerte Beiträge in meinen Blog aufzunehmen und sie so der Flüchtigkeit des Zwitscherstroms zu entreissen. Der potentielle Nachteil: Der Blog erhält den oben beschriebenen Mix kuratierter und selbst erstellter Beiträge. Die Inhalte sind nicht durchgängig auf dem eigenen Mist gewachsen. Manch einer hat schon kommentiert, dass die kuratierten Beiträge und damit der Blog minderwertig seien. Ich sehe das (logischerweise) nicht so, sondern glaube genau an diesen Mix, aber jedem Tierchen, äh Blogger, sein Plaisirchen.

Hier noch eine aus meiner Sicht sehr wichtige Bemerkung zum Thema Content Curation, das angesichts von Diskussionen rund um Copyrights, Leistungsschutzrecht und potentiell kopierter Doktorarbeiten nötig zu sein scheint:

Share. Don’t Steal.

Take the time to give attribution, links back, and credit. The sharing economy works because we’re each sharing our audiences, and providing the value of our endorsements.

via 5 Tips for Great Content Curation.

Übrigens sollte das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Zu meiner Studien- und journalistischen Zeit haben wir gelernt, dass wir sowohl Quellen immer nennen wie auch die Glaubwürdigkeit von Informationen querchecken sollen und müssen. Ein schwaches Bild, dass wir heute so was wieder betonen müssen.

Für mich ist die Rolle des Bloggers in unserem Zeitalter eine sehr wichtige und bedeutende. Die von mir bewusst abonnierten Blogs sind das, was DIE ZEIT während meiner Studienzeit war. Nachrichten hole ich mir über Frühstücksfernsehen oder andere Kanäle, Orientierung und intellektuelles Futter bekomme ich heutzutage meistens über Blogs oder über lieb gewonnene Autoren, deren Beiträge ich bewusst selektiere und in meinem RSS Reader lese. Deren Themen, das was diese Blogger kuratieren, ist für mich extrem wichtig und lesenswert und haben oft die klassischen journalistischen Kanäle abgelöst.

Ganz oben stehen bei mir sicher die Schreiberlinge, die gut und flüssig schreiben, die wissen, wie sie Geschichten unterhaltsam und inhaltlich fundiert erzählen: ein Gunnar Sohn in der deutschen Szene oder ein Dion Hinchcliffe im Englischen, um nur zwei Autoren zu nennen, die sowohl bloggen wie auch auf journalistischen Plattformen veröffentlichen. Gerade im sozialen Zeitalter mit der Unübersichtlichkeit und Flut der Informationen brauchen wir kompetente Kuratoren und Geschichtenerzähler, an denen man sich auch einmal inhaltlich reiben kann und die inspirieren.

P.S. Wenn ich das rede, müsste ich mein Blogroll der für mich wichtigsten deutsch- und englischsprachigen Blogs und Quellen wieder aufleben lassen. Mal schaun.

P.P.S. Zur leidigen Diskussion DAS Blog oder DER Blog. Mir wurscht. Ich schreibe meist DER Blog.

P.P.P.S. Meine Frau ist (erfolgreiche) Kuratorin. Vielleicht mag ich Content Curation auch nur, um konkurrenzfähig zu bleiben?

P.P.P.P.S. Ich bin ein absoluter Freund von Blogs, die den Autoren gehören oder unabhängig sind. Mein Misstrauen gegen die Google’s und Facebook’e dieser Welt ist unterdessen zu gross. Ich weiss wohl, dass dort oft rege und nützliche Diskussionen und Austausch stattfindet. Deshalb publiziere ich ja auch quer auf Facebook und Twitter. Für Google+ müsste ich das manuell tun, weil der ach so gute Gutkonzern ja sein System weitgehend geschlossen hält. Ein schelmischer Blogger, der Böses dabei denkt.


Filed under: Deutsch Tagged: Blogging, Blogosphere, SocialMedia

[DE] Lesenswert: Deutschland lustlos im Netz – Blockade bei der digitalen Transformation – The European

21. Februar 2013 Posted by StefanP.

Mal wieder lesenswert, Gunnar Sohn auf The European:

Deutschland droht ins digitale Mittelmaß abzugleiten. Schuld daran sind Politik und Wirtschaft und ihre Blockade bei der digitalen Transformation.

via Digitale Transformation in Deutschland – The European.


Filed under: Deutsch Tagged: Germany, SocBiz

[DE] Social Media Week Hamburg: Diskussion rund um Social Business

20. Februar 2013 Posted by StefanP.

Ich durfte gestern (19. Februar 2013) auf der Social Media Week in Hamburg dabei sein. Nach meinem Vortrag Von Social Media zum Social Business – Wie man Web 2.0 im Unternehmen verankert gab es dann noch eine Diskussion mit Bianca Gade (@chiliconcharme) und Wilms Buhse (@ahoibrause) unter Moderation von Agnieszka Krzeminska (@monade). Hier der Stream der anregenden Diskussion. Und hier meine Folien von gestern und der Stream des Vortrags:


Filed under: Deutsch Tagged: SocBiz

[DE] Endlich eine vernünftige Bestandsaufnahme und Analyse zu Journalismus und Netz

10. Februar 2013 Posted by StefanP.

Endlich mal nicht das übliche Gejammere der Verlage und druckfarbegeschwärzten Journalisten. Stattdessen eine vernünftige Bestandsaufnahme und Analyse von Julius Endert. Zitierungswürdig!

Früher wurde Wissen so lange gefiltert und verdichtet, bis es in die wissenschaftlichen Bücher oder Journale passte. Heute wird jede Idee, jeder Entwurf in lose miteinander verknüpften Instanzen im Netz gespeichert. …

…  Im Netz dagegen ist alles vorhanden – was aber zunächst auch nicht weiterhilft. Denn hier steht Wahrheit neben Lüge, Verleumdung neben Zitat, Dichtung neben Gedicht, Fakten neben Spam – nur leider jeweils nicht in seiner Eigenschaft als solches gekennzeichnet. So ein Pech.

Neue Strategien und Filter sind also erforderlich, um an journalistisch verwertbares Wissen zu gelangen. …

… Ja, Journalismus erlebt gerade eine Explosion in seinen Formen und Ausdrucksmöglichkeiten. Für Beobachter aus der alten Gutenberg-Galaxis muss das aussehen wie eine Super-Nova oder wie ein schwarzes Loch – je nach Beobachtungsstandort. …

Journalismus wandert also ins Netz und ist bei diesem Marsch nicht mehr aufzuhalten. Er funktioniert nur noch vernetzt, und er vernetzt: Er verbindet Menschen mit Themen, Quellen mit anderen Quellen, Daten mit Deutung. Zudem wird der Unterschied zwischen so genannten Profis und so genannten Laien immer undeutlicher und verschwimmt, am Ende ist er vielleicht gar nicht mehr wichtig.

Beispielsweise findet nicht nur in den zahllosen Blogs guter Journalismus statt, auch auf der Wikipedia ist er anzutreffen. …

Die Rezipienten sind derweil schon vorangegangen, eine wichtige Erkenntnis dabei: Menschen vernetzen sich über Themen (und Hashtags). Sie bilden spontane, manchmal dauerhafte, Themengemeinschaften auf den im Netz vorhandenen Plattformen. Stets wird von der einen Milliarde Nutzer auf Facebook geredet, doch in wie viele thematisch gegliederte Untergemeinschaften sie sich aufteilen, ist nicht erfasst.

So wie Facebook sich diesen Wunsch nach Vernetzung zu eigen macht und wirtschaftlich nutzt, so müssen Journalisten und Medienunternehmen hier ihre Chance erkennen, diese thematischen Netze mit ihren Inhalten zu fördern und zu befeuern. Sie sind dabei wie Kristallisationskerne, um die sich neue Gemeinschaften bilden.

via Wissen wandert ins Netz, und der Journalismus muss folgen — Carta.


Filed under: Deutsch

[DE] Die Arbeitswelt von morgen – Lästige Routinearbeiten wie Suchen und Archivieren fallen wegen | Video vom Fraunhofer Institut

8. Februar 2013 Posted by StefanP.

Ein sehr gut gemachtes Video vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation zum Thema Arbeitswelten 4.0 – Wie wir morgen arbeiten und leben. Das Zukunftsszenario beschreibt die Arbeits- und Lebenswelt von Büro- und Wissensarbeitern im Jahr 2025 und basiert auf den Vorhersagen von 100 Experten. Da erkenne ich vieles, was ich im Rahmen der Smarter Planet-Initiative der IBM gehört habe:


[DE] Social am Arbeitsplatz: Fokus auf Einführung und Coaching legen!

7. Februar 2013 Posted by StefanP.

Gerade auch auf der IBM Connect 2013 war es ein großes Thema: Die Adaption und sinnvolle Einführung von Social Business im Unternehmen. Gartner hat sich gerade dazu geäußert und konstatiert, dass 80 % der Social Business-Projekte erfolglos bleiben, weil sich, dass sich die Unternehmen bei der internen Einführung von Social Media zu sehr auf die Technologie konzentrieren und sich zu wenig um die Führung und das Coaching solcher Initiativen kümmern. Social Business kann – so Gartner – nicht wie ein ERP-Projekt gehandhabt werden.

Ich weiss nicht, ob wirklich so viele Projekte scheitern (müssen). In unserem Umfeld sehe ich andere Erfolgsraten, was daran liegen mag, dass wir auch eine Beratungsmethodik wie die Social Business Agenda anbieten und auch auf viel eigene Erfahrung und Best Practises bei der Einführung von Social Business – wie z.B. Digital IBMer – zurückgreifen können. In einem Interview mit dem Bausparfuchs habe ich kürzlich davor gewarnt zu glauben, dass die Social Media-Experten vom Himmel fallen. Da sollten wir vermeintlichen Social Business-Experten vom hohen Ross runterkommen:

Und seien wir auch mal ehrlich: Wir, die sich tagein tagaus mit sozialen Medien beschäftigen, nehmen vieles als selbstverständlich an, was ein normaler Mitarbeiter einfach auch erst einmal lernen und im positiven Sinne erfahren muss. Wir müssen diejenigen, die sich mit Computer und Netz nicht so auskennen, mit Fingerspitzengefühl an die Themen heranführen, sie ausbilden und für Chancen wie auch Risiken sensibilisieren. Das ist die eigentliche Aufgabe jenseits der Altersfrage.

via Bei Anruf Bausparfuchs: 5 Fragen an Stefan Pfeiffer « Bausparfuchs-Blog.

Oscar Berg hat sich gerade dazu auch auf CMSwire geäussert:

The general advice to any organization that is about to embark on the social business journey is that it can’t just drop a platform on people from the sky, …

To make it to the other side of this paradigm shift, we have to be more like social scientists, trying to understand what is happening on the ground: the purpose and nature of work that is to be performed, the needs of the people who are performing it, and the situations these people find themselves in.

We have to approach any change in ways of working with the utmost sensitivity and aim to empower the people who are subject to the change both to understand the reasons behind it and to take responsibility for implementing it themselves. And we have to experiment, not be afraid to try new things.

If we just take it step-by-step, learn from our failures and adjust our strategies when necessary, we will soon see social technologies replace email as the central nervous system in our organizations.

via Moving Beyond Email.

Kann ich nur voll unterschreiben.


[DE] Von Lotusphere zur IBM Connect 2013: Lösungen für zufriedene Kunden und motivierte Mitarbeiter

3. Februar 2013 Posted by StefanP.

Die IBM Connect (ehemals Lotusphere) setzte dieser Tage in Orlando ein deutliches Zeichen: IBM investiert in die Social Business-Division der IBM und stellt diese breiter auf. Dabei hat man Rückenwind durch Ginni Rometty, die “Social CEO” der IBM, die das Unternehmen zum führenden Social Business machen will und das Unternehmen auf der einen Seite konsequent auf die Kunden ausrichtet, andererseits betont, wie wichtig die Mitarbeitern und derer Qualifizierung für die Leistung des Unternehmens ist. Das Brainstorming, wie man die Ziele erreichen und sich verbessern will, wird in der IBM intern natürlich “social” geführt.

Der Fokus auf den Kunden und den Mitarbeiter steht im Zentrum der Neuausrichtung der Social Business-Division. Nur zu logisch, dass man den lieb gewonnenen Markennamen Lotus aufgegeben hat, denn das Portfolio ist deutlich breiter und geht über das klassischen Kollaborationsspektrum hinaus. Dies wird auch durch die Übernahme des HR-Spezialisten Kenexa deutlich, dessen Expertise und Lösungen in die Smarter Workforce-Initiative der Division eingehen. Kenexa hat nicht nur Lösungen, um das beste Personal zu finden, an Bord zu nehmen, laufend auszubilden und zu motivieren. Das Unternehmen bietet daneben Befragungen zur Mitarbeiterzufriedenheit an und verfügt über einen riesigen Erfahrungs- und Datenpool zum Thema Human Resources, der analysiert und genutzt werden kann.

Viele Mitarbeiter - nicht nur in den USA - sind nicht motiviert - eine drängende Aufgabe nicht nur für HR Abteilungen.

Alistair Rennie, General Manager von IBM’s Social Business Division, brachte es auf den Punkt: “A Smarter Workforce is the single most important investment businesses make.” Rennie bezieht sich unter anderem auf die IBM CEO Studie, nach der 70 Prozent der CEO’s Humankapital (ich mag dieses Wort nicht) als den größten Beitrag für anhaltenden ökonomischen Wert sehen. IBM kombiniert deshalb nun die Lösungen, Services und die Expertise der Kenexa-Lösungen mit der IBM Social Business-Plattform.

Immer wieder betont wurde auf der IBM Connect, wie wichtig eine vernünftige Einführung von Social Software im Unternehmen ist. Dabei handelt es sich nicht primär um eine technische Aufgabe. Vielmehr geht es darum, die erfolgversprechenden Einsatzgebiete für Social Software zu identifizieren, deren Einführung zu begleiten, die Mitarbeiter an die Nutzung heranzuführen und sie entsprechend zu motivieren. In Orlando wurde eine entsprechende Methodik von der bekannten Social Business Agenda bis zu Dienstleistungen der IBM Global Business Services und neuen Social Business-Zentren an Universitäten vorgestellt.

Auf der einen Seite konzentriert man sich auf die Smarter Workforce, auf der anderen Seite auf die Customer Experience, den Kunden und dessen Erfahrung mit dem Unternehmen. Hier integriert IBM die Produkte mit den Smarter Commerce- und Analytics-Angeboten, um Kunden den best möglichen Service zu bieten. IBM hat die Technologien, die zu einer besseren Customer Experience und Smarter Workforce führen in entsprechenden Suites gebündelt. Die technologischen Bausteine sind in den Suites die gleichen: Social Software, Analytics, Content Management und Integrationskomponenten. So will man Unternehmen auch einen Investitionsschutz bieten, da Komponenten intern für die Mitarbeiter und extern im Kundenkontakt eingesetzt werden können.

Eine besondere Rolle spielen in den beiden Suites das Thema Analytics. Analyse-Komponenten dienen dazu, das Verhalten und Klickverhalten der Kunden im Netz zu betrachten, und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse den Kunden möglichst zielgerecht die Informationen und Produkte anzubieten, die sie interessieren. Dies sind Funktionen die besonders für Marketingabteilungen und deren digitale Strategien wichtig sind. Doch auch in der Smarter Workforce-Initiative spielt Analytics eine zentrale Rolle und differenziert das IBM-Angebot vom Wettbewerb. Hier wird die tägliche Arbeit der Mitarbeiter unterstützt und ihnen im Kontext die notwendige Information zur Erledigung ihrer Aufgaben angeboten. In der nächsten Iteration werden die Daten und Erkenntnisse, die Kenexa in Jahren gewonnen hat, mit Analytics kombiniert, um so im Personalbereich noch gezielter agieren und fördern zu können. Mehr als nur der Geruch von Watson lag immer in der Luft der Konferenzhallen der IBM Connect.

Die IBM Connect fand wieder im Dolphin und Swan in Orlando statt. Hier der Blick auf den Swan.

Natürlich wurden auf der IBM Connect auch neue Produkte vorgestellt und besprochen. Die IBM Notes 9 Social Edition, die in den kommenden Wochen auf den Markt kommt, ist nach 5 Jahren wieder ein Major Release der bekannten Collaboration Software. Der Name Social Edition beinhaltet auch die wesentlichen Neuerungen, die Integration sozialer Funktionen wie Activity Streams in IBM Notes. Die Mitarbeiter, die es gewohnt sind, im E-Mail- und Collaboration-Klienten zu arbeiten, haben dort nun alle wichtigen sozialen Funktionen zur Verfügung. IBM Notes wird zu Social Mail (und mehr). Umgekehrt hatte IBM schon im Release 4 des sozialen Flaggschiffprodukts IBM Connections E-Mail-Funktionalität integriert. Die Facebook-Generation ist direkt im Facebook für Unternehmen, in IBM Connections, die E-Mail-Generation in IBM Notes. Beide arbeiten aber auf der gleichen Informationsbasis zusammen.

In Orlando wurde IBM Connections 4.5 angekündigt. Dieses Produkt integriert die IBM Content Management-Produkte mit IBM Connections, so dass dort nun das leistungsfähige ECM-Backend der IBM und dessen Funktionen genutzt werden können. Das am meisten diskutierte und gelobte Produkthighlight der IBM Connect war wohl IBM Docs, das neue Onlinekollaborationswerkzeug, mit der Dokumente, Tabellen und Präsentationen gemeinsam editiert und bearbeitet werden können. Das Produkt dürfte mit den entsprechenden Angeboten von Google und Microsoft konkurrieren, hat aber den Fokus deutlich auf soziale Zusammenarbeit, wie die Integration in IBM Connections zeigt. Wer sich IBM Docs anschauen will, kann dies live auf IBM Greenhouse tun. In Orlando wurde auch eine Vorabversion für das iPad demonstriert, die zu begeistern wusste, wie die entsprechenden Kommentare auf Twitter zeigen.

Auch im Bereich Customer Experience gab es eine Reihe Neuerungen: Nicht nur wurden die Kenexa-Produkte und die neue gebrandete IBM Employee Experience Suite vorgestellt. Auch der neue IBM WCM Social Media Publisher wusste zu gefallen. Mit ihm können Inhalte nicht nur auf der Unternehmenswebseite, sondern auch parallel auf wichtigen sozialen Plattformen wie Facebook, LinkedIn, Twitter oder in IBM Connections veröffentlicht werden, eine Funktionalität, die besonders für Marketiers interessant sein dürfte. In Kürze zu erwarten sind auch Erweiterungen des Portal- und WCM-Angebots im Bereich Digital Assets und Rich Media.

IBM Connect markiert einen Meilenstein in der Geschichte der Social Business, ehemals Lotus-Division der IBM. Und das nicht nur, weil es die zwanzigste “Lotusphere” war oder wegen der Umbenennung des Events. Die Lotusphere war traditionell eine Veranstaltung, die primär auf IT Abteilungen und CIOs fokussiert war. Für die Techies wurde auf der IBM Connect 2013 weiterhin ein umfangreiches Vortrags- und Workshopprogramm geboten. Jedoch hat die IBM die Konferenz auch massiv für Fachabteilungen geöffnet, insbesondere für Personaler, Marketing und Vertrieb, die sich in den Themen Smarter Workforce und Customer Experience wiederfinden. Dies ist gelungen, wie man an den Inhalten, der Teilnehmerzahl und -verteilung sehen konnte. Zu wünschen wäre noch ein stärkerer, sich befruchtender Dialog zwischen IT, HR, Marketing und Vertrieb. Hier war doch hier und da noch etwas Kontaktscheu der alten “Lotis” und der neuen Besucher zu beobachten. Das wichtigste Signal aus Orlando ist aber meiner Meinung nach, dass IBM massiv in seine Social Business-Division investiert, was man an den Produktneuerungen, dem verstärkten Lösungsangebot für Personal, Marketing und Vertrieb und am Kauf von Kenexa zu sehen ist. Der Fokus auf den Mitarbeiter einerseits und den Kunden andererseits ist ermutigend und macht neugierig, was da in den kommenden Monaten noch kommen mag.

Interesse an den Sessions der IBM Connect? Hier könnt Ihr Euch Aufnahmen einiger Sessions der IBM Connect 2013 anschauen.


[DE] Deutschland, das “Schland” der Ingenieure, muss ein Social Business werden – Ein Pamphlet mit 10 Thesen für 2013

31. Januar 2013 Posted by StefanP.

Es führt kein Weg daran vorbei. Deutschland, das Land der Ingenieure und Erfinder, muss ein Social Business werden. Nur so werden wir uns im globalen Wettbewerb behaupten könnrn. Wir leben von unserem Knowhow, davon, dass wir hochkomplexe Lösungen und Produkte entwickeln. Und wir müssen das schneller und besser tun als diejenigen, die dann unsere Autos, Solartechnologie oder Maschinen kopieren.

Um vorne zu bleiben, müssen wir in die Innovationskraft unserer Unternehmen durch offenen Ideenaustausch und transparente Diskussion fördern. Dazu braucht es nicht nur die Technologien. Es braucht vor allem auch die Erkenntnis und Geisteshaltung des Managements. Es ist eine Frage der Unternehmens- und Führungskultur. Der Mitarbeiter ist nicht nur als Kostenfaktor zu sehen. Er ist vielmehr und vor allem ein Produktivitätsfaktor, ein Knowhow- und Innovationsträger. Und es ist unsere Aufgabe, auf unsere Mitarbeiter zu setzen, sie mit den neuen Arbeitsweisen und Technologien, deren Risiken, vor allem aber deren Chancen vertraut zu machen.

Und nicht nur Grossunternehmen müssen ein Social Business werden. Gerade auch der deutsche Mittelstand als unverzichtbarer Innovationsmotor ist gefragt. Vor einiger Zeit war ich zu Besuch bei einem Mittelständler in Baden Württemberg. Dieses Unternehmen lebt davon, dass es auf seinem Fachgebiet, der Wassertechnologie, die besten und innovativsten Produkte hat. Sie sind dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus und können deshalb auch höhere Preise für ihre Produkte nehmen.

Die Unternehmensführung war durchaus gegenüber dem neuen “Social Gedöns” skeptisch: “Die sollen nicht chatten, die sollen was schaffen”, so die Aussage eines Managers in voll schwäbischem Akzent. Aber die Geschäftsführung hat dann doch sehr schnell erkannt, wie wichtig Echtzeitkommunikation, die Diskussion und der Austausch über Social Software ist, damit man Marktführer weltweit bleibt. Dieser deutsche Mittelständler ist ein Beispiel par excellence für ein Social Business, das auf seine Innovationskraft angewiesen ist, die Expertise und Ideen seiner Mitarbeiter braucht, das geographisch verteilt arbeitet und das schneller und besser als seine Wettbewerber sein muss, um überleben zu können. Solche mittelständischen Unternehmen gibt es zu hauf in Deutschland.

Die deutschen Unternehmen profitieren in hohem Maße von gut qualifizierten Mitarbeitern und von der Innovationskraft. Es gilt solche Mitarbeiter zu finden, für das Unternehmen zu gewinnen, sie aus- und laufend weiterzubilden, den kreativen, offenen Austausch zwischen ihnen zu fördern, ihr Wissen “einzufangen” und zu dokumentieren.

Es ist übrigens keine Frage des Alters: Gerade die älteren Mitarbeiter sind oft die Knowhow-Träger und Experten. Sie werden in einer älter werdenden Bevölkerung immer wichtiger. Gerade auch sie müssen wir an das heranführen, was wir unter einem Social Business verstehen. Das erfordert Zeit, Geduld, Aus- und Weiterbildung ebenso wie Offenheit, Managementunterstützung und eine Vertrauenskultur im Unternehmen. Letzteres mag etwas in Zeiten ständiger Kosteneinsparungen und oft damit verbundenen Personalabbaus verloren gegangen zu sein. Es erfordert auch, dass Gewerkschaften und Betriebsräte sich innovativ mit dem Thema Social Business auseinandersetzen, sich nicht auf E-Mail-Verbote fokussieren und so die Grabenkämpfe von gestern führen.

Es ist kein Meister vom Himmel gefallen. Auch das Auto fahren mussten wir alle lernen, in Theorie und Praxis, vor allem aber durch das praktische Fahren auf unseren Strassen. Genau so ist es auch im Social Business. Wir müssen es lernen, mit Hilfe des Fahrlehrers – oder nennen wir sie in diesem Zusammenhang Social Business Champions – und durch eigene Erfahrung. Die Mitarbeiter müssen die Technik, das Schalten, Bremsen und Steuern des “sozialen Fahrzeugs” lernen, aber auch die Verkehrsregeln, die Social Business Guidelines, kennen.

Und Unternehmensführung und Betriebsräte müssen den Mitarbeitern vor allem auch die Chance geben, sich auf die Strassen des Social Business zu begeben. Sie darf nicht zu viele Stopschilder, Ampeln und Blitzer aufstellen. Kontrolle mag gut sein, Vertrauen ist besser, wenn man Innovation fördern und im Markt führen will. Wir erleben derzeit, dass gerade in Deutschland das Thema Social Business angekommen ist, meiner Beobachtung mehr als in den anderen europäischen Ländern. Dies ist eine Riesenchance, erfordert aber auch, dass sich Unternehmen nicht nur auf die Auswahl des richtigen Fahrzeugs – sprich der richtigen Social Software – konzentrieren. Sie müssen vor allem auch erkennen, dass ihre Mitarbeiter eine gute Ausbildung und Fahrpraxis brauchen. Nur dann klappt das auch mit der Nachbarin …

Hier meine 10 Social Business Thesen für “Schland 2013″ (wobei ich glaube, dass das auch für andere Länder gelten mag). Über Feedback, kritische Kommentare und Ergänzungen freue ich mich sehr. Meine 10 Social Business Thesen für 2013

  1. Deutschland muss ein Social Business werden, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein. Dies gilt gerade auch für den deutschen Mittelstand.
  2. Die Mitarbeiter gehören in das Zentrum eines Social Business. Sie sind entscheidender Produktivitäts- und Innovationsfaktor.
  3. Die Unternehmensführung muss eine offene Vertrauenskultur fördern und wollen. Sie muss Social Business vorleben. Ein Social Business funktioniert nicht mit den Hierarchie- und Kontrollmustern von gestern.
  4. Das gilt auch für die Gewerkschaften und Betriebsräte. Es ist gilt konstruktiv die Arbeitswelt zu gestalten und Chancen für die Mitarbeiter zu erkennen. Darauf sollte der Fokus der Gewerkschaften liegen. Crowd Sourcing, Home Office oder mobiles Arbeiten müssen sozial gestaltet werden. Zu verbieten sind sie nicht.
  5. Es ist kein Meister vom Himmel gefallen. Die Mitarbeiter müssen ihren Social Business-Führerschein machen dürfen, mit Fahrstunden und Fahrlehrer in Theorie und Praxis.
  6. Social Business braucht Zeit und Geduld. Man muss die Mitarbeiter sanft aus ihren E-Mail-Silos mit darin gebunkertem Sicherheits- oder Herrschaftswissen herausholen und sie geduldig von den Vorteilen des transparenten Teilens von Wissens und eines offenen Austauschs überzeugen.
  7. Unternehmen sollen die Mitarbeiter fördern, die eine Affinität zu Social Media haben und sie zu Social Business Champions machen, die ihre Kolleginnen und Kollegen fördern.
  8. Es gilt, eine leistungsfähige, moderne Social Business-Plattform auszuwählen, die sich mit ihren Funktionen in die tägliche Arbeit integriert, die das Arbeiten im Büro und auf mobilen Endgeräten unterstützt.
  9. Mindestens so wichtig wie die Social Business-Plattform ist, dass der Lieferant auch tiefe Expertise in der Einführung von Social Software besitzt und die Einführung begleiten kann. Der Lieferant sollte am besten selbst ein Social Business sein, das vorleben, was er verkauft.
  10. Das intern gelebte Social Business ist die erste Stufe. In der nächsten Stufe kann und sollte Social Business in der Beziehung zu Kunden und Lieferanten praktiziert werden.