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Chatbots und KI: #94 – KI- und Vibe-Coding für Unternehmen, Teil 5: KI-Agenten unterstützen auch bei Altanwendungen
Webinar “HCL Notes/Domino Sommer Update” am 25.06.2026

In diesem acceptIT Webinar gibt Thomas Hampel einen exklusiven Ausblick auf die kommenden Neuerungen rund um HCL Notes/Domino. Jetzt anmelden!
NACHBERICHT – openDev – GIT MIT DEM DOMINO DESIGNER
Einrichtung von Source Control im Domino Designer
Eine offizielle Anleitung zur Einrichtung von Source Control im Domino Designer stellt HCL Software bereit: https://help.hcl-software.com/dom_designer/14.5.1/xpageuser/wpd_srcecontrol_overview.html
Seit Domino/Designer Version 14 kann zusätzlich YAML als Export- bzw. Ablageformat für Design-Elemente verwendet werden. Das erleichtert insbesondere die Lesbarkeit und Nachvollziehbarkeit von Änderungen in einem Git-Repository.
Allerdings existieren aktuell noch einige bekannte Einschränkungen bzw. Bugs im Zusammenhang mit YAML und Source Control:
- KB0113160 – Known issue with YAML source control integration
- KB0130690 – Additional source control/YAML defect information
Gerade bei produktiven Projekten empfiehlt es sich daher, diese bekannten Probleme vor der Einführung von YAML-basierten Workflows zu prüfen.
Vorteile von Source Control
Der Einsatz von Git bzw. Source Control bietet auch im Domino-Umfeld zahlreiche Vorteile:
- Versionierung und Historie
Änderungen an Design-Elementen werden nachvollziehbar versioniert. Dadurch kann jederzeit ein früherer Stand wiederhergestellt werden, ohne separate Template-Versionen archivieren zu müssen. - sicheres Experimentieren und einfaches Rollback
Änderungen können direkt im bestehenden Design getestet werden, ohne Backup-Kopien anzulegen oder Code auskommentieren zu müssen.
Falls sich eine Änderung als ungeeignet erweist, lassen sich alle Änderungen komfortabel – bei Bedarf sogar zeilenweise – wieder verwerfen („discard changes“). - strukturierte Umsetzung komplexer Änderungen
Zusammengehörige Änderungen können in einem gemeinsamen Commit oder in separaten Feature-Branches organisiert werden. Dadurch bleiben auch größere Anpassungen übersichtlich und nachvollziehbar. - Bessere Zusammenarbeit im Team
Durch Pull-Requests und geregelte Review-Prozesse kann ein effektives Vier-Augen-Prinzip etabliert werden. Insbesondere bei zentral verwalteten Repositories erhöht dies die Qualität und Nachvollziehbarkeit von Änderungen.
Mögliche Nachteile und Herausforderungen
Trotz der vielen Vorteile bringt Source Control nicht in jedem Szenario ausschließlich Vorteile mit sich. Arbeiten mehrere Entwickler gleichzeitig und dauerhaft an derselben Datenbank, kann der zusätzliche Aufwand durch regelmäßiges Pullen, Mergen und Committen spürbar werden. Gerade bei kleineren Teams oder stark zentralisierten Entwicklungsmodellen kann deshalb ein klassischer Ansatz mit Design-Locking mit einem gemeinsamen Template weiterhin sinnvoll sein.
Wie stark dieser Overhead ins Gewicht fällt, hängt daher von der Teamgröße, dem Entwicklungsprozess und der Projektstruktur ab.
Git-Hosting-Plattformen
Die bekanntesten Plattformen für Git-Repositories sind:
- GitHub (Microsoft)
- GitLab (Open Source, als Cloud- und On-Premises-Lösung verfügbar)
- Bitbucket (Atlassian)
Einen ausführlichen Vergleich inklusive Informationen zu Pricing und Support bietet dieser Artikel https://rewind.com/blog/github-vs-bitbucket-vs-gitlab-comparison/
Git-Clients und Werkzeuge
Git kann auf unterschiedliche Weise genutzt werden:
- direkt über die Kommandozeile (Git Bash bzw. Git Command)
- mit einfachen grafischen Oberflächen wie Git GUI
- über spezialisierte Tools wie SourceTree, das beispielsweise Git-flow direkt unterstützt
Auch moderne Entwicklungsumgebungen wie Visual Studio Code verfügen bereits über integrierte Source-Control-Funktionen.
Git-flow und Branching-Strategien
Im Zusammenhang mit Git wird häufig das sogenannte Git-flow-Modell verwendet. Dabei handelt es sich um eine etablierte Branching-Strategie zur strukturierten Entwicklung von Features, Releases und Hotfixes.
Das Modell existiert bereits seit einigen Jahren, gilt jedoch weiterhin als bewährter Ansatz für viele Entwicklungsprojekte. Eine ausführliche Beschreibung inklusive der bekannten Branching-Grafik findet sich hier: https://nvie.com/posts/a-successful-git-branching-model/
Fazit
Gerade bei größeren Domino-Projekten mit mehreren Entwicklern kann eine klar definierte Branching-Strategie helfen, Entwicklungsstände sauber voneinander zu trennen und Releases kontrolliert auszurollen.
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Nachbericht – Deep Dive in den Domino Designer
Jeder, der im Notes-/Domino-Umfeld entwickelt, kennt ihn – wirklich lieben tun ihn allerdings die Wenigsten. Alles, was Domino im Laufe der Jahre an neuen Möglichkeiten hinzugewonnen hat, hat sich in irgendeiner Form auch im Domino Designer niedergeschlagen. So wurde aus einem einst schlanken und schnellen Entwicklungswerkzeug über die Jahre hinweg ein – wie manche sagen würden – überladenes und mitunter sehr komplexes Tool. Trotz seines großen Funktionsumfangs erfüllt es bis heute nicht alle Anforderungen, die moderne Softwareentwickler an eine Entwicklungsumgebung stellen.
Allerdings lassen sich im Rahmen eines zweistündigen Events ohnehin nicht alle Facetten des Domino Designers beleuchten und diskutieren. Da davon ausgegangen werden konnte, dass alle Teilnehmer mit den klassischen Notes-Elementen vertraut sind, wurde bewusst die Komfortzone ein Stück weit verlassen, um auch einen Blick auf weniger bekannte Bereiche zu werfen. Dazu gehörten unter anderem verschiedene Konfigurationseinstellungen sowie das Debugging von Java-Agenten – alles Themen, die der Domino Designer durchaus abdeckt, mit denen viele Entwickler jedoch nur selten in Berührung kommen.
Die zwei Stunden vergingen entsprechend wie im Flug. Dem am Ende eingeholten Feedback zufolge kam bei den Teilnehmern aber kaum Langeweile auf. Für alle, die gerne dabei gewesen wären, aber nicht teilnehmen konnten, lohnt sich sicherlich ein Blick in die Präsentation. Diese findest Du HIER.
Bei Fragen oder Interesse freut sich die Fachgruppe Development über den Austausch.
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