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Wein-erlei: Bioweine von Delinat, ein Südtiroler Weißburgunder, Pälzer Podcast und die neue App Deutsche Weine

29. November 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Natürlich haben wir in den vergangenen Wochen hier und da einen neuen Tropfen probiert. Unter den Weißweinen hat uns dabei ein Südtiroler gefallen: der St. Michael-Eppan Weißburgunder 2019 Schulthauser, eine Empfehlung von Michael Liebert mit eigentlich „nur“ 98 Punkten. Wir haben einen feingliedrigen Weißburgunder getrunken, keine Butter- und Schmelzbombe. Stattdessen komplexe, auch leicht kräutrige Aromen. Gleich nachbestellt bei Vipino für ca. € 12. Schön altmodisch das Etikett …

Zwei Rotweine nicht nur für diese Jahreszeit

Und vor einigen Wochen habe ich einmal wieder bei Delinat bestellt. Das Schweizer Unternehmen hat sich kontrolliert biologischem Anbau verschrieben und bietet nur entsprechende Weine an. Hier habe ich einige Rotweine bestellt. Besonders geschmeckt hat uns der Château Couronneau Sainte-Foy, ein Sainte-Foy Côtes de Bordeaux AOP 2018 vom Märchenschloss gut 100 Kilometer östlich von Bordeaux unweit der Stadt Bergerac für € 12,50. Ein dunkelrot-violettes Cuvée aus Cabernet Franc und Merlot, Pflaume, komplex, nicht zu rund mit schönem Aroma. Gerne wieder.

Ebenfalls sehr gut geschmackt hat uns ein Portugieser. Nein, keine Portugieser, ein Wein aus Portugal: der Vale de Camelos Biodiversidade, Vinho Regional Alentejano 2019. Im Cuvée dominiert der Syrah, dazu Trauben aus Portugal, Touriga Nacional und Alicante Bouschet. Ein beeriger Wein mit feinem Aroma, kräftig, aber keine Bombe. Das Weingut hat zwei Schnecken bekommen. Die Schnecken symbolisieren die Biorichtlinien, die Delinat an Weingüter anlegt. Wer sich für die Region Alentejano im Süden Portugals, das Weingut und die Herausforderungen durch den Klimawandel interessiert, der kann hier im Delinat-Blog mehr erfahren.

Pälzer Dorschtt und was Weinbewertungen und Preise so aussagen

Und dann noch zwei Hör- und eine App-Empfehlung. Im Trocken bis lieblich-Podcast vom 5. November von Dominik Bartoschek und SWR1-Weinmann Werner Eckert geht es um Äppelwoi und andere Obstweine, vor allem aber um das schöne Thema Weinbewertungen. Was sagen uns die Bewertungen und Preise wirklich? Auf was kann man angesichts der Medaillen, Bestenlisten und Preise einigermaßen vertrauen? Kammerprämierungen und Weinführer sind laut Werner Eckert eine gute erste Orientierung, für gute, verständliche Weine, Mainstream auf hohem Niveau.

Dann habe ich mir den Dubbecast-Podcast vom 20. November mit Christian Chako Habekost angehört. Eine schöne Einführung in Pfälzer Lebensart, den in den Genen verankerten Dorschtt, die Pälzer Schorle und die „Außergewärdische“, die in die Pfalz einfallen. Neulich waren wir mit unseren Pälzer Freunden Stephanie und Markus wandern – inklusive Vesper mit Woi und hessischer Flaaschworschtt, siehe Titelbild – und ich meine die beiden zu hören. Aber man merke. Pälzer und Hessische Weingeister und Humor sind durchaus kompatibel.

Infoquelle – Die neue App des Deutschen Weininstituts

Und zum Abschluss noch der Hinweis auf die neue App des Deutschen Weininstituts Deutsche Weine. Hier hat man in der vorliegenden ersten Version eine schöne Informationsquelle zu deutschen Weinen. Man verspricht Abwechslung, immer aktuelle Themen wie gerade Glühwein. Hintergrundinfos (Wissen), Orte oder auch Events (derzeit eher rar gesät) sind Kategorien, die behandelt werden. Schön gemacht. Und ich hoffe, dass wir bald den Härtetest machen, die regionalen Wein- und Wandertipps sowie die Veranstaltungshinweise in der Praxis nach den Corona-Einschränkungen testen können. Und mein konstruktiv gemeinter erster Verbesserungsvorschlag: Möglichkeiten zum Teilen von Informationen bieten, wie es auf dem Smartphones üblich ist, denn gerne würde ich Hinweise mit Freunden teilen und diskutieren. Also Möglichkeiten zum Vernetzen schaffen. Hier der Link zur Apple iOS-Version und zur Google-Version von Deutsche Weine.

(Stefan Pfeiffer)

Wein-erlei: Lemberger ist blaufränkisch, Bioweine von Delinat und trocken bis lieblich im Podcast

25. Oktober 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Mal nach einiger Zeit wieder einige Notizen rund um Wein. Unsere Woche in der Pfalz und ins Saarland steht gerade auf der Kippe. Dabei hatte ich mich auf den Besuch bei dem ein oder anderen Winzern gefreut. Warten wir einmal die kommenden Tage ab, aber der Trend sieht ja gerade nicht unbedingt positiv aus.

Getrunken habe ich, haben wir in den vergangenen Wochen vorwiegend aus unserem Standardprogramm: Mosel-Riesling von Kallfelz, einige Weine von Kesselring aus Ellerstadt in der Pfalz oder Syrah Tareni aus Sizilien von Pellegrino. Dieser Basiswein – ein Tipp von Michael Liebert – ist immer wieder eine Überraschung. Für rund 5 Euro bekommt man sehr viel Wein. Dunkelrot, vollmundig, eine schöne Würze, viele Beeren ist er ein sehr schöner Alltagswein. Ein anderer „Standardwein“ ist jetzt auch eingetroffen: der Domaine la Florane À Fleur de Pampre von der Rhone für rund 8 Euro. Mir scheint, dass er noch etwas liegen darf.

Und noch ein guter Bordeaux

Natürlich haben wir auch wieder etwas experimentiert. Sehr gefallen hat mir der Chateau Tour du Moulin – 2016, ein Bordeaux aus Fronsac. Ich zitiere Heiner Lobenberg, der es viel besser im „Weinsprech“ beschreibt:

Schwarz zwar, aber ganz fein und immer geradeaus. Nie bitter und trotzdem intensiv. Schwarze Kirsche, Holzkohle, eine leichte Maulbeere darunter. Schoko, Lakritze, ein bisschen Minze, Schärfe vom salzigen Mineral, schön wieder hochrollend. Das macht richtig Freude.

Chateau Tour du Moulin – 2016 – Lobenbergs Gute Weine

Ich fand ihn hervorragend. Er kostet je nach Bezugsquelle und -konzept zwischen 17 und 15 Euro. Ein sehr schöner Wein und ein Nachbar des vielleicht noch etwas besseren, aber teureren Moulin Haut Laroque.

Lemberger ist blaufränkisch oder auf Entdeckerreise mit Carsten Henn

Der Chateau Tour du Moulin fällt in den Preisrahmen, den ich normalerweise für Rotwein maximal ausgebe. Diese besonderen Zeiten habe ich ein wenig als Ausrede bemüht, um Mitglied bei der Deutschen Wein-Entdeckungs-Gesellschaft zu werden. Ich hatte ja schon hier über das Konzept berichtet. Der 2019-er Entdeckerwein ist ein Lemberger aus Württemberg. Nicht nur von der Rebsorte und der Region her eher Neuland für mich. Also schlage ich natürlich nach und lerne:

Blaufränkisch, auch Lemberger oder Blauer Limberger (klassischer Name), ist eine Rotweinsorte. … Je nach Erntezeitpunkt lassen sich aus den Trauben leichte und fruchtige, aber auch tanninreiche Weine mit einer intensiv roten Farbe ausbauen, die einen kräftigen, fruchtigen, charaktervollen Rotwein mit Aromen von Kirschen und Beeren hervorbringt. Seine Lagerfähigkeit ist erheblich. … Ein sortenreiner Blaufränkisch ist ein hervorragender Begleiter zu Wildgerichten, stark mit Kräutern gewürzten Gemüsegerichten und Teigwaren sowie zu pikanten Käsesorten.

Blaufränkisch – Wikipedia

Der Entdecker-Wein „Wald vor lauter Bäumen“ für 31,50 Euro stammt vom Winzer Christian Dautel und ist in Zusammenarbeit mit Carsten Henn entstanden. Der Wein lag im Akazienholz, das heute kaum noch im Weinbau Verwendung findet. Ich habe den Lemberger dann zu einem Rinderfilet mit Pfeffersauce und Rösti-Bratkartoffeln aufgezogen. Und ja, der kräftig rote Wein riecht angenehm nach Beeren. Ich bin nicht ganz so begeistert wie Captain Cork, …

Im Mund irre saftig, stoffig und atemberaubend karg. Die Frucht ist ganz zurückgetreten und offenbart sich in Gestalt von samtiger Textur. Ich schmecke pikante Kräuterwürze, Brotkruste, Assam-Tee, dann erst Brombeere, Hollunderbeere und blutigen Bratensaft. Großartiger Rotwein, der durch Weichheit, Würze und gekonnte Säure-Bitternoten-Balance viel Noblesse ins Glas zaubert.

Carsten Henn: das Universal-Genie | CaptainCork

…, fand den ihn noch etwas jung. Gefühlt kann er noch etwas liegen und reifen. Schauen beziehungsweise schmecken wir mal. Es liegen ja noch 2 der 3 Entdeckerflaschen im Keller. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, mal den ein oder anderen Lemberger zu probieren.

Hörtipp: Trocken bis lieblich mit Weinmann Werner Eckert und Dominik Bartoschek

Ich versuche ja immer neugierig zu bleiben und auch zu lernen. Deshalb höre ich auch gerne den Podcast Trocken bis lieblich – Weinwissen für alle mit dem SWR1-Weinmann Werner Eckert und Dominik Bartoschek. In den vergangenen Folgen konnte ich schon einiges lernen, beispielsweise über die Rebsorte Portugieser und in der aktuellen Folge über Bioweine und Barrique-Ausbau. Sehr interessant, sehr lehrreich. Und natürlich fühlt man sich gebauchpinselt, wenn der Weinexperte dann auch die vanilligen, holzigen Chardonnays abwatscht, so wie sie vor Jahren gerade in den USA oder auch Australien Mode waren. Diese Frucht- und Vanillebomben haben meiner Frau den Chardonnay vermiest, doch versuchen wir gemeinsam, uns wieder langsam an die Rebsorte heranzutasten, auch wenn der von Michael Liebert empfohlene La Chablisienne Bourgogne-Chardonnay nicht aus den Socken gehauen hat. Durchschnitt.

Doch zurück zum Weinmann: Im Podcast wird auch immer ein Wein von ihm vorgestellt, diesmal einen im Barrique ausgebauten österreichischer Zweigelt für 2,99 Euro bei Lidl erhältlich. Da hat es mich schon aus den Socken gehauen. Laut Eckert muss man schon mindesten 1 Euro pro Flasche für den Barrqiue-Ausbau rechnen. Wie kann sich das rechnen? Der Zweigelt kommt übrigens als sehr konsumierbarer vergleichsweise gut weg. Die von Eckert besprochenen Weine stammen übrigens scheinbar immer aus dem Supermarktregal, was ja kein Qualitätsurteil ist. Erst einmal muss einem der Wein schmecken.

Im Podcast wird auch auf das andere „Einsatzgebiet“ von Werner Eckert verwiesen. Mit Tobias Koch macht er den Podcast Klimazentrale und ist des öfteren als Umweltexperte in der ARD zu hören und zu sehen. In ihrer aktuellen Folge besprechen sie den Weinanbau und seine Folgen für Klima & Umwelt, ein durchaus kritisches Thema.

Biologisch kontrollierter Anbau: Mal wieder bei Delinat bestellt

Zum Abschluss: Eine meiner Quellen, über die ich online Wein bestellt habe, war Delinat, ein 1980 in der Schweiz gegründeter Weinhandel, der sich der Verbreitung von Wein aus kontrolliertem biologischen Anbau gewidmet hat. Delinat gibt es unterdessen in Deutschland. Österreich und der Schweiz und es war jetzt einfach mal wieder an der Zeit, dort Wein zu bestellen. Die Lieferung sollte unterwegs sein. Wer sich dafür interessiert, sollte sich die Webseite anschauen oder den Blog lesen. Interessant sind übrigens auch die in verschiedenen Preiskategorien verfügbaren Weinabos, über die man drei- bis viermal im Jahr ein Probierpaket bekommt. Ich gebe zu, dass ich da vor Jahren mal enttäuscht war, aber ich werde hier mal einen neuen Versuch wagen.

Spaziergang auf dem Wein-Erlebnispfad Wein und Stein

So genug für heute. Später geht es nach Heppenheim auf den Wein-Erlebnispfad Wein und Stein, zum Abschluss des Spaziergangs zur Vinothek Domäne Bergstraße auf ein Gläschen in der Sonne. Und vielleicht gibt es dann hier noch einige Bilder. Bleibt gesund & für Tipps und Hinweise bin ich immer dankbar.

Stefan Pfeiffer

Wein-Notizen: Sekt aus dem großen Rotweinglas, zwei Online-Projekte und Blogs und Riparbello aus der Toskana

13. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Wieder einige Notizen rund um meine kleine Wein-Welt. Letztes Wochenende haben wir an zwei Abenden nochmals Freunde eingeladen. Noch können wir im Spätsommer oder frühen Herbst auf Balkonien sitzen und das nutzen wir natürlich aus. Mit einem befreundeten Paar haben wir einen Griesel Rosé Sekt von der Bergstraße getrunken, mit den anderen Freunden einen Wilhelmshof Rosé Sekt aus der Pfalz. Beides sind bekannte, renommierte, preisgekrönte Weingüter, deren Produkte wir mögen. In der Nachbetrachtung ist dann bei uns der Griesel Rosé Sekt besser weggekommen. Er erinnert noch mehr an Champagner, hat diesen kleinen typischen Nachgeschmack, schien noch etwas feiner und tiefer.

Sekthaus Griesel und ein Podcast mit dem „Macher“ Niko Brandner

Dazu passend habe ich die Woche dann das Gespräch mit Niko Brandner vom Sekthaus Griesel im Wein Podcast von Cork Bordell – welch ein Name – gehört und viel gelernt. In über einer Stunde lerne ich viel über Sekt machen und natürlich den Winzer. Hängen bleibt auf jeden Fall, dass man Sekt nicht zu kalt trinken sollte und durchaus ein Rotwein-Glas einmal angemessen sein kann, damit sich der Sekt auch entfalten kann. Einfach mal rein hören. Der Podcast ist vom 4. Juni 2019. Offenbar sind seitdem von den Darmstädtern keine weiteren Folgen produziert worden? Schade. Auch im Blog scheint Ruhe zu herrschen.

Um zum Sekthaus Griesel: Ich werde eh die Tage mal wieder in die Grieselstraße nach Bensheim fahren müssen, um „nachzutanken“.

Interessantes Online-Projekt: Wein-oder-Wahrheit

Wie gesagt, schade, dass bei Cork Bordell Ruhe herrscht. Doch ich bin noch auf ein anderes Online-Projekt aufmerksam geworden, das ich zu verfolgen begonnen habe: Wein-oder-Wahrheit

Im Sommer letzten Jahres ist die Idee von Wein-oder-Wahrheit entstanden, um eine Alternative zu den bereits etablierten Weinkritikern zu bieten, die oft zu Testergebnissen kamen, die für uns nicht nachvollziehbar waren. Wichtig war aber immer auch, dass es ein leckeres Essen zu dem Wein gab und wir in geselliger Runde auch mal das ein-oder andere Thema diskutieren konnte.

One great year – Die Highlights

Derzeit finde ich es noch etwas unübersichtlich, aber vielleicht fuchse ich mich noch rein. Mal schauen, wann ich hier mal den Empfehlungen folge.

Riparbello: Seit vielen, vielen Jahr Wein, Olivenöl, Grappa und Acceto aus der Toskana

Erwähnen möchte ich noch ein toskanisches Weingut, dessen Produkte wir nun schon seit vielen, vielen Jahren konsumieren: Manfred Beiwinkel oder das Weingut Riparbello. Manfred betreibt seit 1982 mit seiner Familie das Weingut und kommt in der Regel ein- bis zweimal im Jahr vorbei und bringt seinen Wein, seinen Grappa, sein geniales Olivenöl und Acceto Balsamico vorbei*. Öl und Acceto sind bei uns in der Küche nicht weg zu denken. Der goldgelbe Grappa ist ein Genuss. Beim Wein hatte ich eine kleine Pause angelegt, da bei einem Jahrgang der Kork etwas zu müffeln schien (und ich auch neue Weine probieren wollte).

Wir betreiben mit naturnahen Methoden biologisch – organischen Anbau nach den Richtlinien des AIAB, Toskana Verbandes der italienischen Biobetriebe. …

Da die Weine nur vor der Flaschenfüllung gefiltert werden und nicht pasteurisiert oder kältestabilisiert sind, kann sich in der Flasche eine Ablagerung bilden, die sich aus natürlichen Stoffen der Trauben zusammensetzt. Wir legen Wert auf unverfälschte, jahrgangstypische saubere Weine, die wir keiner speziellen Bearbeitung oder Verschnitt mit anderen Weinen unterziehen. Wir verzichten lieber auf das Gütesiegel des Consorzio Putto und die D.O.C.G Anerkennung, die an starre Regeln gebunden sind, und erhalten die Charakteristik des Jahrgangs.

Riparbello

Jetzt habe ich wieder den Cabernet (80 % Cabernet, 20 % Sangiovese) und den neuen Il Nerone (80 % Sangiovese, 20 % Cabernet Sauvignon) bestellt und probiert. Der Il Nerone ist wohl der erste Rotwein, den Manfred Sohnemann „gemacht“ hat. Eiun kräftiger Roter, der sicher von der männlichsten aller Trauben, Sangiovese, geprägt ist. Gerne wieder. Beide Weine liegen zwischen € 11 und € 14, also in erschwinglichen Bereichen.

VinVenture: Ich taste mich in das Projekt hinein und verstehe es noch nicht so ganz

Über VinVenture habe ich hier im Blog ja schon berichtet. Unterdessen ist auch ein Begrüßungspaket angekommen: eine Flasche Sekt Was lange gärt, wird richtig gut, 36 Monate Flaschengärung, handgerüttelt von der Mosel, wie auf der Flasche steht. Wir sind gespannt. Auf jeden Fall schon einmal gutes Marketing. Dann gab es noch VinVenture-Pin und eine Begrüßungskarte mit meinem Gutschein für meinen Weinkauf.

Wie es jetzt genau weitergeht, habe ich noch nicht so verstanden. Im Patenverzeichnis stehe ich wohl noch nicht, wie ich „meinen“ Winzer:in auswählen kann, ist mir auch noch rätselhaft, und wann die 10 % Rabatt auf Einkäufe gewährt werden? Bald, laut Begrüßungskarte.

Die Videos (mit Carsten Henn) und Texte über die sechs Winzer:innen, die gefördert werden sollen, habe ich mir auf jeden Fall schon einmal angeschaut und ich favorisiere derzeit zwei Winzer:innen: Sina Mertz aus Eckselsheim in Rheinhessen mit den Weinbergen im und am uralten Brandungsriff. Sie will ein Projekt mit der Scheurebe machen, eine Rebsorte, die mir mal gefällt, mal einfach zu dünn schmeckt. Und den „Rocker“ Christian Bernhardt aus Ellerstadt in der Pfalz, der Rotwein-Ciuvées machen will. Und Selbstvermarktung und Wein auf Konzerten klingt natürlich auch gut. Ellerstadt, da fällt mir natürlich noch Markus Schneider ein, da denke ich an Studier oder Kesslering. Ich werde einfach mal meinen Gutschein und etwas mehr auf den Kopf hauen und Weine der beiden probieren. Mal schauen, wie es dann weiter geht. Wie geschrieben: Alles noch etwas mysteriös.

Und es wird weiter probiert …

Und dann noch eine Rückmeldung: Auf Empfehlung von Capatain Cork in seinem Newsletter vom 27. August habe ich den Chateau D’Aurilhac Cru Bourgeois von 2016 bestellt (Preis ca. 15 ), den er empfohlen hat. Hier war ich etwas enttäuscht. Eher Durchschnitt und ich habe den beschriebenen Nachhall nicht wirklich schmecken konnte. Er war mir zu platt. Aber Geschmack ist eben individuell und der Captain und die Mannschaft haben mir ja auch schon sehr gute Tipps gegeben wie den Château Pierrail Bordeaux Supérieur.

(Stefan Pfeiffer)

* Es gibt aber auch ein Lager hier in Deutschland in Römerberg, von wo aus versandt wird.