Posts Tagged: ‘Trump’

Vom rechten Rand des weißen Amerika abrücken – Susanne Nolte (iX) zur Abkehr der IBM von Gesichtserkennung

14. Juli 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Ein Kommentar von Susanne Nolte darüber, dass mein Arbeitgeber IBM seine Gesichtserkennungs-Ambitionen auf Eis legt und sich nicht weiter am Racial Profiling be­teiligen möchte.

Doch nun scheint zumindest für IBM-CEO Krishna die Zeit der Neutralität vorbei zu sein. Während der US-Präsident nach Law and Order schreit, wendet sich Krishna in seinem Brief an die Demokraten, unterstützt ihren Gesetzentwurf zur Polizeireform samt einer bundesweiten Datenbank über Polizeivergehen, fordert mehr Transparenz und Zurechenbarkeit der Polizeiarbeit und eine bessere Analyse tödlicher Einsätze sowie die Aufhebung der allge­meinen Immunitätsdoktrin für Strafverfolger. Auch andere rücken vom rechten Rand des weißen Amerika ab. Bleibt zu hoffen, dass dies ein gutes Zeichen ist – vor allem für Amerika.

Abgewogen | iX | Heise Magazine

Ein wichtiges und richtiges Zeichen.

Bild von UnratedStudio auf Pixabay

Social Media-Splitter: Von digitaler Müllabfuhr, Kundenfreundlichkeit bei Facebook und Xing und der Wanze Giphy

29. Mai 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Lose kuratierte Nachrichten und Meinungen aus der Welt der sozialen Medien. Gerade kann man natürlich dem Streit zwischen Trump und Twitter nicht entkommen. Jenseits der unsäglichen Trump’schen Ausuferungen – die gibt es ja nicht erst seit gestern-, der Anbiederung von Zuckerberg über Trumps Haussender Fox News ist aus meiner Sicht ein Aspekt bemerkenswert: Wir in Deutschland fordern eine stärkere Kontrolle radikaler und extremistischer Inhalte auf den populärsten sozialen Kanälen ein. Trump fordert dagegen, dass keine Inhalte „zensiert“ werden, vor allem nicht seine oder andere konservative Inhalte.

Ja, ja, die Sache mit der Wahrheit und den Fakten Wie er es wohl mit linken Inhalten hält?

Der Kampf gegen Desinformation, Zensur und Hass hat viele Facetten und ist schwierig:

Allein bei Facebook und Instagram prüfen mehr als 15.000 Menschen an mehr als 20 Standorten Beiträge, auch bei Google und YouTube sind es Zehntausende. Insgesamt gibt es mehr als 100.000 Content-Moderatorïnnen, die im Auftrag großer und kleiner Plattformen die digitale Müllabfuhr übernehmen.

Zoom- und Livestream-Boom, Covid-19 und Content-Moderation, Digitalisierung der Politik – Social Media Watchblog


Und das Bild der digitalen Müllabfuhr gefällt mir.

Nun kann ich auch direkt in Twitter Nachrichten terminieren

Twitter bietet wohl jetzt eine Funktion, Tweets auf Termin zu legen. Morgen um 10:01 Uhr sende ich folgende Nachricht …

Twitter says you can now schedule tweets right from the main web app. When composing a tweet, you should see a little calendar icon on the bottom row of icons at the bottom of the compose window. Click that and you can specify when you want your tweet to be sent.

Twitter now lets you schedule tweets from its web app – The Verge

Das ist Funktionalität, die ich schon sehr lange nutze. Zuerst war meine Scheduling-Werkzeug Hootsuite, jetzt ist es Buffer (weil Hootsuite eine Funktion zum terminierten Retweeten nicht unterstützt). Tweetdeck, das der geschätzte Thomas Cloer in seinem Zwitscherer erwähnt (durch den ich auf die Nachricht aufmerksam geworden bin), nutze ich um eine Übersicht des Twitter-Geschehens zu bekommen. In Spaltenform werden mir dort meine wichtigsten Listen oder Suchbegriffe angezeigt. Ungerne würde ich auf diese Sicht, die es auch in Hootsuite gibt, verzichten. Und wie managt Ihre Eure Zwitscherei?

Facebook: Kunde ist Schnuppe – gibt eh keine Alternative

Michael Kroker echauffiert sich über Facebook, das ihm nicht mehr die Funktion „Personen, die du kennen könntest“ anbietet und wo auch die Hotline nicht sagen, ob und wann er die Funktion wieder bekommt.

Facebook ignoriert seine einzelnen Nutzer also völlig. Kundenwünsche, die eigentlich bei jedem Unternehmen im Mittelpunkt stehen sollten, sind der Zuckerberg-Company ganz offensichtlich völlig Schnuppe – weil es keine Alternative gibt. Facebook zeigt damit letztlich seine hässliche Fratze als Quasi-Monopolist im Bereich Social Media!

Krokers RAM: Wie Facebook seine hässliche Fratze als Quasi-Monopolist zeigt! | Kroker’s Look @ IT

Ist so, aber da ist das Leiden des jungen Kroker nur ein kleiner Aspekt. Bedenklicher sind die schon etwas zurückliegenden Nachrichten zur Übernahme von Giphy und zu den neuen Facebook Shops. Mit Facebook Shops steigt der Zuckerberg-Konzern noch stärker in Online-Werbung und -Handel ein – und versucht, Amazon mehr Konkurrenz zu machen. Und wieder könnte Facebook aufgrund der vielen Nutzer einen Vorteil haben und sich gar den lokalen Handel „abgreifen“.

Giphy: Ich mag die lustigen Animationen, was aber nun?

Ich mag sie, denn sie kommen meinem Hang entgegen, auch in hohem Alter nochmals albern zu sein. Lustige Animationen von Garfield, Kermit, von Waldorf und Statler oder den Protagonisten der Big Bang Theory. Andere finden sie nicht lustig und diejenigen, die sie anwenden eher na ja. Aber ich nutze sie gerne gerade auch in diesen Zeiten in der Social Coffee Hug-Tweets und um generell herum zu albern. Was heißt es aber nun, dass Zuckerberg Giphy für 400 Millionen US-Dollar kauft?

Die Kollegen vom Social Media Watchblog haben die Motive in ihrem Briefing #639 (hinter Paywall) schön auseinander genommen. Es geht im Endeffekt mal wieder um … Daten. „Facebook kauft viel mehr als lustige Gifs, es kauft Informationen über das Klickverhalten von Nutzern von Snapchat, TikTok, Twitter, Tinder, Signal, Telegram, Viber, Slack, Skype, Microsoft Teams, Mailchimp und anderen:

Anders ausgedrückt: Facebook besitzt jetzte eine Wanze in den Kernprodukten seiner schärfsten Konkurrenten.

Warum Facebook Giphy kauft, Launch von Facebook Shops und Instagram Guides

Eigentlich entschieden: LinkedIn oder Xing

Und zum Anschluss möchte ich noch auf den Beitrag von Henning Uhle zu Xing verus LinkedIn verweisen. Ich bin bekanntermaßen kein Freund des LinkedIn-Mutterkonzerns, aber die vermeintliche deutsche Alternative verbaselt es (auch losgelöst von meinem Abo-Ärger mit Xing):

Meine Ergänzung dazu als Marketer:

(Stefan Pfeiffer)

Quer gelesen, gehört, notiert: Richard, Sascha, Gerhard oder der nächste US-Präsident, Empathie ohne Filz und das Konjunkturprogramm nach der Krise

6. April 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Einige bemerkenswerte Aussagen, die ich nicht nur in der vergänglichen Timeline zwitschern möchte. Nein, sie gehören hier im „Block“ notiert und dokumentiert.

Das eine ist ein Blick in die Glaskugel von Richard Gutjahr im Mediapioneer Techbriefing von Daniel Fine. In Podcast adelt er Andrew Cuomo, den Governor von New York, als entschlossenen Krisenmanager und wagt folgende Aussage:

Andrew Cuomo wird Präsident. Richtig gehört. Nicht nur, dass er nachträglich nominiert wird – er wird Trump besiegen. … Cuomo – erst gegen Corona und dann gegen Trump – das ist das Duell, das sich die Amerikaner wünschen. Das ist Drama. Das ist Hollywood.

Tech Briefing: Was sollten wir im Kampf gegen Corona von Asien lernen?

Und sorry, ich hatte mich verzwitschert. Richard nannte im Podcast Andrew Cuomo und nicht wie irrtümlicherweise im Kopf hatte Bill de Blasio, den Bürgermeister von New York, als Herausforderer von Trump.

Und ich möchte auch Sascha Lobo zitieren, der darüber kolumnisiert, wie und warum die Corona-Krise demaskiert. Nur zu oft be- oder verstärkt das Virus die Einstellungen und Verhaltensmuster, die die jeweiligen Protagonisten schon vorher praktizierten. Aus meiner Sicht besonders wichtig ist aber diese Aussage, dieses Appell von Sascha:

Die Lehre ist, dass eine funktionierende, demokratische Zivilgesellschaft für die Bewältigung der meisten Bedrohungen essenziell ist – und dazu gehört neben einem Mindestmaß an Empathie auch die Abwesenheit von Filz und Korruption, im Großen wie im Kleinen.

Coronakrise in der Gesellschaft: Der Horror unter den Masken – DER SPIEGEL

Schließlich noch für den Notizblock ein Tweet von Saskia Esken, die Altkanzler Schröder zitiert. Mit Saskia habe ich kein Problem. Mit dem ollen Chancellor wegen seines „Russland-Verhaltens“ schon. Aber trotzdem stimmt das, was er wohl gesagt hat:

Das muss man ihm wohl Recht geben, dem Herrn Schröder. Eine kleine Randbemerkung an dieser Stelle zur Situation der SPD: Die CDU schneidet als „Krisenmanager“ unterdessen in den Wahlprognosen um die 36 Prozent ab. Die SPD dümpelt weiter bei 16 oder 17 Prozent herum. Die Welt ist mal wieder ungerecht zu den Sozialdemokraten. Die leisten genauso viel wie die Christdemokraten, aber die scheinen zumindest derzeit mehrt Anerkennung zu bekommen.

(Stefan Pfeiffer)

Bild von Marisa Sias auf Pixabay

Tom Zeizels Blog: Hand in Hand – oder mit dem Kopf durch die Wand?

20. Juli 2018 Posted by Thomas Zeizel, IBM

Tom Zeizels Blog: Hand in Hand – oder mit dem Kopf durch die Wand? Vorab möchte ich eine Selbstverständlichkeit bezogen auf diesen Blog hervorheben: Was hier steht ist meine persönliche Meinung und es ist kein offizielles Statement der IBM, das ich hiermit abgebe oder zitiere.  Dies gesagt – die Zeiten sind wie sie sind. Nach […]

Der Beitrag Tom Zeizels Blog: Hand in Hand – oder mit dem Kopf durch die Wand? erschien zuerst auf DNUG.