Posts Tagged: ‘jamcamp’

Vor 10 Jahren: Mobile Geschäftsapps auf iPhone und Blackberry, verstopfte Datennetze, Innovationsfresser, re:publica und JamCamp-Bus

23. Februar 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Und mal wieder ein Blick zurück im Block. Vor 10 Jahren habe ich die FAZ zitiert, die darüber berichtet hat, dass immer mehr geschäftliche Anwendungen auf dem Smartphone laufen werden und ich zitiere den unvergessenen Peter Kruse: „… diese Geräte generieren einen echten Mehrwert“. Ach ja, damals war der Blackberry noch „in“. Und das Foto von Lars, Peter und Thorsten ist auch nett.

Ach ja, die Wiwo berichtet über verstopfte Datennetze. Gut, dass sich da so viel bei uns geändert hat, seitdem.

Auch in der Wiwo bezeichnet Ben Schwan Microsoft, Google und Co. Innovationsfresser: „Sie kaufen zahllose kleine Firmen, nur um die Integration dann eventuell zu versemmeln …“

Im Job hat mich damals die Lotus knows-Kampagne beschäftigt. Leider wurde nicht nur die Kampagne nicht durchgehalten. Und ich habe über die langjährige Partnerschaft mit der re:publica und über das gemeinsam geplante Lotus JamCamp geschrieben.

Im Berliner Friedrichstadtpalast und in der Kalkscheune treffen sich vom 14. bis zum 16. April rund 3.000 Menschen und diskutieren über Themen wie Innovation, Identitäten im Web, Augmented Reality und viele weitere Aspekte der Social Media Revolution.

IBM und re:publica #rp10 starten Online Jam #LJC zu Arbeitsplatz der Zukunft und Smarter Work – StefanPfeiffer.Blog

Ja, IBM war nahezu von Beginn an Partner und Sponsor. Kann man auch mal anmerken. Und damals haben wir die Zusammenarbeit sehr intensiv gestaltet und sind nach der re:publica mit dem JamCamp Bus durchs Land gefahren. „Sozusagen das erste ‚Barcamp on the Road‘. Das rockt!“, sagte damals Andreas Gebhard von der re:publica. Am Montag nach der re:publica 2010 sind wir dann losgedüst. Mehr dazu in einem der nächsten Rückblicke, dann, wenn es mit dem Bus losgegangen ist – vor 10 Jahren.

(Stefan Pfeiffer)

#DAMALS in meinem Blog: Die Lotus JamCamp Bustour 2010

24. Juni 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

#DAMALS im Blog – Beiträge und Zitate hervorgekramt:


23.6.2019 – #DAMALS 2010 – Auf Bustour mit Bloggern durch Deutschland. Hier das Video vom ersten Tag und ich werde versuchen, noch möglichst viele Namen von Teilnehmern rauszukriegen. Riesendank an das Team von bytheFire.tv für die Supervideos.

Wir haben 2010 Stephan Grabmaier bei der Telekom, Ole Wintermann bei der Bertelsmann Stiftung, die Universität Koblenz, dort Professor Petra Schubert und ihr Team  vom UCC besucht. Jan Meine von der Uni war ja auch mit im Bus wie auch meine Kollegin Petra Baeuerle.


Ich bin gerade dabei, mein Blog etwas zu entrümpeln, Beiträge zu löschen, in denen tote Links zu YouTube-Videos sind, die es nicht mehr gibt, Formatierungen wiederherzustellen, die beim Umzug auf WordPress verhunzt wurden und so weiter. Geschrieben habe ich als ehemaliger Journalist immer, ist und bleibt eine Leidenschaft. Gebloggt habe ich wohl ab 2009. Zumindest datieren die ersten Einträge aus dieser Zeit.

Die erste Plattform, die ich nutzte, war Posterous und parallel Blogger. Wenig Aufwand, eine gehostete Umgebung, die ich leicht anpassen konnte, gute Integration in den Browser und bloggen per E-Mail. Das war damals was für mich, auch auf Empfehlung von Stäbchen Thorsten Zörner. Ich musste dann umziehen, denn Posterous stellte den Dienst ein. Meine Entscheidung viel auf WordPress.com, aus ähnlichen Gründen. Mit der Technik wollte und will ich wenig zu tun haben. Das Teil muss einfach funzen.

Irgendwann – schon zu Posterous-Zeiten – habe ich das Blog dann Digitalnaiv.com gebrandet. Darüber ist das Blog auch noch erreichbar, auch wenn es jetzt StefanPfeiffer.Blog heißt. Umbenannt habe ich es, um angesichts mancher kritischen Entwicklung in diesem unserem Lande persönlich Flagge zu zeigen. Wäre auch als DigitalNaiv gegangen, wenn ich so zurückblicke.

Egal. Beim Aufräumen – das weitergeht – bin ich auf manch alten Beitrag und manch alts Schmankerl gestoßen, das ich mal wieder rausholen möchte. So wird es ab sofort in unregelmäßigen auf Twitter manches Zitat von Weggefährten, klugen Leute und mir mit dem Hashtag #DAMALS geben. Die neuesten Tweets packe ich oben in diesen Beitrag rein. Vielleicht macht dieser Rückblick ja dem ein oder anderen Spaß.

(Stefan Pfeiffer)

Noch ein paar Bilder zur JamCamp Tour

28. November 2011 Posted by Joachim Haydecker

Luis Suarez: Outside the Inbox

10. November 2011 Posted by Stefan Pfeiffer

Das E-Book zum IBM Social Business JamCamp 2011

10. November 2011 Posted by Stefan Pfeiffer

Und hier das E-Book zum IBM Social Business JamCamp 2011. Schön, nochmals alle Stationen Revue passieren zu lassen. Zu den Präsentationen, die auf dem Camp in Frankfurt gehalten wurden, sind auch Links enthalten.

Was bringt mir die JamCamp-Tour?

1. November 2011 Posted by Dennis Birkhölzer

Die JamCamp-Tour ist nun fast zwei Wochen her. Es konnte genug Zeit vergehen, um die Tour mit etwas Abstand zu betrachten. Ich habe mich lange gefragt, was mir die Tour nun gebracht hat. Was habe ich für neue Erkenntnisse sammeln können? Wirklich diskutiert habe ich auf der Tour ja nicht, trotzdem bin ich mit einem sehr guten Gefühl Zuhause angekommen. Aber was genau hat dieses Gefühl ausgelöst? Um das zu beschreiben, möchte ich gerne das CTO-Modell nach Klimsa und Krömker hinzuziehen. Hierbei geht es zwar um das Zusammenspiel von Content, Technik und Organisation in den Produktionsschritten bei der Erstellung eines Medienproduktes, passt aber auch auf die einzelnen Aspekte der Bustour. Auf die Phasen möchte ich nicht eingehen, nur auf die Inhalte.

Content
Der Inhalt der Tour war klar "Get Social. Do Business". Und IBM als "Social Business" wollte uns zeigen und mit uns darüber reden, wie sozial andere Unternehmen sind. Aber genau da stoppt das ganze Unterfangen schon. Social Business als Begriff ist doppelt belegt. Einmal im Sinne nach Muhammad Yunus eines Unternehmen, dass soziales tut und im Enterprise-2.0-Gedanken, was die Kommunikation mit Social-Software-Möglichkeiten beschreibt. Zum Glück standen diese Definitionen den Diskussionen nicht im Weg, denn jeder der Teilnehmer wusste, um welche Art des sozialen Unternehmens es sich hier handeln sollte. Und so wurde fleißig geredet und die Effizienz der neuen Software-Möglichkeiten beschrieben und gepriesen. Die Quintessenz dessen: E-Mail ist überflüssig, wir wollen sie aber nicht abschaffen, da wir sie immer noch brauchen, da wir alle noch nicht auf dem gleichen Nenner sind. Wie arbeiten und Kommunizieren heutzutage aussehen kann, zeigt diese Mind-Map von Luis Suarez, der auf E-Mails komplett verzichtet und somit für manche Unternehmen geschätzte 3000 Jahre in der Zukunft (Social Software), oder im Wald (gefühlt E-Mail-Unerreichbarkeit) lebt.

Technik
Fließend geht es über zur Technik. Die Tour hat mir vor allem nämlich eins gezeigt, nämlich wo die Unternehmen gerade stehen und wo für sie Probleme und Hoffnungen liegen. Manche sind forsch und führen Plattformen im perfekten Einklang mit den Mitarbeitern ein, um effektiver (oder effizienter) im Unternehmen zu kommunizieren und zu arbeiten. Andere Unternehmen führen irgendwelche Werkzeuge ein, die irgendwelche Teilaufgaben erfüllen, weil sie dafür am besten geeignet sind. Eine Strategie lässt sich da drin nicht erkennen. Es gibt aber auch noch immer noch Unternehmen, für die das alles noch Teufelszeug ist, oder denen das Geld fehlt. Alle Facetten sind noch vertreten, wo jedoch der Sinn in zentralen Plattformen zur Kommunikation, Dateiablage und Wissensmanagement erkannt wird. In diesem Punkt hat mich die Fahrt in dem bestärkt, was ich mache und womit ich mich beschäftige.

Organisation
Die Zusammensetzung der Busbesatzung hätte besser nicht sein können. Aus allen Bereichen (IBMer, Studenten, Selbstständige aus den Bereichen IT, PR oder Consulting) waren Leute vertreten, die zwar alle eine unfassbare Internetaffinität hatten, in ihren Meinungen sich jedoch nicht hunderprozentig deckten, sich jedoch gut einigen konnten. Auch die ausgewählten Unternehmen waren sehr gemischt und nahmen uns sehr freudig und interessiert auf. Übernachtung und Verpflegung war perfekt. Im nächsten Jahr würde ich auch jeden Fall wieder an dieser Tour teilnehmen und schauen, was sich in einem Jahr so alles ändern lässt oder in den Unternehmen verändert hat. Zum Glück ist Technologie so schnelllebig.

 

Gunter Dueck auf dem JamCamp

25. Oktober 2011 Posted by Joachim Haydecker

Sehr unterhaltsam. #Erkenntnisgewinn
Watch live streaming video from ibmwebcastgermany at livestream.com

Maria Gomez zum Social Business: Mit Leidenschaft durch die »Heavy-Metal«-Ära

25. Oktober 2011 Posted by Stefan Pfeiffer

Dies ist die Eröffnungsrede, die Maria Gomez auf dem IBM Social Business JamCamp am 19. Oktober gehalten hat. Darin befinden sich jenseits des Bezugs auf das JamCamp viele interessante Statements:

Herzlich Willkommen zu unserem zweiten Social Business JamCamp.
Für einige von uns hat das JamCamp ja bereits vor gut zwei Wochen begonnen, als  unser »JamCamp Bus« in München seine Tour durch Deutschland startete. Zur Reisegesellschaft zählte ein »buntes Volk« an Bloggern, IBMern und sonstigen Social Business-Enthusiasten. Ihr gemeinsames Ziel: die lebhafte Diskussion rund um das Thema Social Business quer durch die Republik zu tragen und bei Unternehmen und Organisationen Halt zu machen, um das Gespräch zu intensivieren.

Stefan Pfeiffer war es, der diese Busgesellschaft im Gespräch mit Silicon als »buntes Völkchen« bezeichnet. Ich finde, der Ausdruck trifft nicht nur die Teilnehmer dieser Bustour recht genau. Der Begriff vom »bunte Völkchen« weckt auch eine ganze Reihe an Assoziationen, die in der Vergangenheit auf die gesamte Social Business-Welle zutraf: Das »bunte Völkchen« in seinem Ursprung ist das Volk der vagabundierenden Jahrmarktschausteller, die seit dem Mittelalter von Ort zu Ort ziehen. Dieses »fahrende Volk« bedeutete für die Ortsansässigen immer eine große Attraktion: interessant, unterhaltsam, äußerst vielgestaltig, eine Gesellschaft aus erstaunlich begabten Artisten und Individualisten. Und immer auch ein wenig anrüchig, nicht ganz geheuer, verbunden mit der Halbwelt von Taschenspielern, Tricksern, Spiegelkabinette... 

Mal ehrlich: Sind das nicht auch Assoziationen, die viele Unternehmens-Executives hatten, als sie mit Social Media und Social Software zum ersten Mal in Kontakt kamen? Waren die gedanklichen Reflexe nicht häufig von diesem Misstrauen beeinflusst, das der Bodenständige dem fahrenden Volk gegenüber hegt:
•    Eine hochgradig vernetzte Organisation – intern, wie extern -  Interessant ja.
•    Effizienterer Wissensaustausch in weitverzweigten Teams –  hörenswert alle Mal.
•    Markenstärkung durch Dialog mit den Communities – jaja.
•    Blogs, Wikis, Instant Messaging – ok...
•    Xing? – nun ja.
•    YouTube? Pfff.
•    Facebook? - bitte auf keinen Fall....

Hier liegt sicher ein Grund dafür, warum unsere Arbeit – die Transformation eines Unternehmens in ein Social Business – in den letzten zwei Jahren »Heavy Metal« war, wie es der Tourteilnehmer Detlef Dietlein von Planteam so treffend bezeichnete. 

Ich denke, diese »Heavy-Metal«-Phase haben wir heute erfolgreich hinter uns gebracht. Dafür gibt es zahlreiche Hinweise.

Dazu zählen zum Beispiel einige der Stationen, an dem unser Bus Halt gemacht hat, um die Social Business-Diskussion voranzutreiben:
•    Den Anfang machte zum Beispiel eine Redaktionsbesuch bei Silicon.de. Hier ging es unter anderem um die interessante Frage, wie sich ein Verlag in der heutigen Social-Media-Welt positionieren muss.
•    Dann Lokaltermine bei SAP und BASF, wo die Social Business-Fahrer Beispiele für die Social-Software-Nutzung im Unternehmen – extern wie intern – aus nächster Nähe betrachten konnten.
•    Und sogar bei der Bundeswehr machte unser Bus Station, um zu diskutieren, wie Social Software auch unter den »speziellen« Bedingungen des Militärs von Nutzen sein kann.

Ich denke, wenn BASF, SAP und die Bundeswehr sich mit den Gedanken tragen, sich in Social Businesses zu verwandeln, dann ist die Schausteller-Zeit des Web 2.0 definitiv vorbei.

Das wird auch durch das Programm untermauert, das uns in diesem JamCamp erwartet:
•    Wir werden von Unternehmen wie BASF, Bayer oder Sennheiser hören, die bereits einen recht weiten Weg in Richtung Social Business gegangen sind. Ich hoffe, dass deren Erfahrungen auch andere Unternehmen darin bestärken, diesen neuen Weg einzuschlagen.
•    Wir werden Experten zu Themen rund um das Social Business hören, die uns ihre Erfahrungen mitteilen – unter anderem zu Themen wie  Crowdsourcing und wie es Arbeits- und Organisationsprozesse verändert.
•    Wir werden einen Blick auf den Arbeitsplatz der Zukunft erhalten und eine Vorschau darauf, wie wir dann zusammenarbeiten werden.
•    Wir werden Neues zu Themen wie Portale und Social- bzw. Mobile Commerce erfahren.
•    Wir werden lernen, wie man eine Social-Media-Strategie einführt und wie man   Kunden-Communities aufbaut.
•    Wir werden ganz praktische Dinge kennenlernen, wie die Entwicklung von Apps im Social Business-Umfeld – nicht nur für Smartphones und Tablets.
•    Und wir werden im traditionellen Open Space-Teil unseres JamCamp in bester Social Business-Manier darüber diskutieren, was Sie alle am meisten interessiert und wozu Sie im Vorfeld des JamCamps bereits reichlich Vorschläge gemacht haben und über diese Vorschläge abstimmen konnten.

Ich persönlich freue mich natürlich auch auf die Beiträge meiner Kollegen, die ihre Ideen, Konzepte und Projekte  vorstellen werden:
•    Luis Suarez etwa stellt eine Unternehmenswelt ohne Email vor.
•    Wolfgang Kulhanek spricht über die Adaption von Social bei der IBM.
•    Und meine Kollegin Sandy Carter, die das Thema Social selbst aktiv vorlebt, eröffnet gleich nach mir mit ihrer Keynote die Diskussion rund um das Social Business.

Und ganz besonders freue ich mich auf einen ehemaligen Kollegen: Gunter Dueck, der  in seiner Abschluss-Keynote über „Leidenschaft 2.0“ spricht.

Am Ende unseres JamCamps steht also die Leidenschaft – nicht wie bei den meisten Dingen im Leben, die ein Ende nehmen, eben weil ihnen die Leidenschaft ausgeht. Dass davon bezüglich des Social Business-Gedankens keine Rede sein kann, das beweist der Enthusiasmus unseres »bunten Völkchens«. Denn Ihre Leidenschaft hat das Social Business-Thema erfolgreich durch die »Heavy-Metal«-Ära  getragen.  Dafür danke ich Ihnen und heiße Sie noch einmal herzlich willkommen auf unserem JamCamp.

 

 

 

Maria Gomez zum Social Business: Mit Leidenschaft durch die »Heavy-Metal«-Ära

25. Oktober 2011 Posted by Stefan Pfeiffer

Dies ist die Eröffnungsrede, die Maria Gomez auf dem IBM Social Business JamCamp am 19. Oktober gehalten hat. Darin befinden sich jenseits des Bezugs auf das JamCamp viele interessante Statements:
 
Herzlich Willkommen zu unserem zweiten Social Business JamCamp.

Für einige von uns hat das JamCamp ja bereits vor gut zwei Wochen begonnen, als  unser »JamCamp Bus« in München seine Tour durch Deutschland startete. Zur Reisegesellschaft zählte ein »buntes Volk« an Bloggern, IBMern und sonstigen Social Business-Enthusiasten. Ihr gemeinsames Ziel: die lebhafte Diskussion rund um das Thema Social Business quer durch die Republik zu tragen und bei Unternehmen und Organisationen Halt zu machen, um das Gespräch zu intensivieren.

Stefan Pfeiffer war es, der diese Busgesellschaft im Gespräch mit Silicon als »buntes Völkchen« bezeichnet. Ich finde, der Ausdruck trifft nicht nur die Teilnehmer dieser Bustour recht genau. Der Begriff vom »bunte Völkchen« weckt auch eine ganze Reihe an Assoziationen, die in der Vergangenheit auf die gesamte Social Business-Welle zutraf: Das »bunte Völkchen« in seinem Ursprung ist das Volk der vagabundierenden Jahrmarktschausteller, die seit dem Mittelalter von Ort zu Ort ziehen. Dieses »fahrende Volk« bedeutete für die Ortsansässigen immer eine große Attraktion: interessant, unterhaltsam, äußerst vielgestaltig, eine Gesellschaft aus erstaunlich begabten Artisten und Individualisten. Und immer auch ein wenig anrüchig, nicht ganz geheuer, verbunden mit der Halbwelt von Taschenspielern, Tricksern, Spiegelkabinette... 

Mal ehrlich: Sind das nicht auch Assoziationen, die viele Unternehmens-Executives hatten, als sie mit Social Media und Social Software zum ersten Mal in Kontakt kamen? Waren die gedanklichen Reflexe nicht häufig von diesem Misstrauen beeinflusst, das der Bodenständige dem fahrenden Volk gegenüber hegt:
•    Eine hochgradig vernetzte Organisation -- intern, wie extern -  Interessant ja.
•    Effizienterer Wissensaustausch in weitverzweigten Teams --  hörenswert alle Mal.
•    Markenstärkung durch Dialog mit den Communities -- jaja.
•    Blogs, Wikis, Instant Messaging -- ok...
•    Xing? -- nun ja.
•    YouTube? Pfff.
•    Facebook? - bitte auf keinen Fall....

Hier liegt sicher ein Grund dafür, warum unsere Arbeit -- die Transformation eines Unternehmens in ein Social Business -- in den letzten zwei Jahren »Heavy Metal« war, wie es der Tourteilnehmer Detlef Dietlein von Planteam so treffend bezeichnete. 

Ich denke, diese »Heavy-Metal«-Phase haben wir heute erfolgreich hinter uns gebracht. Dafür gibt es zahlreiche Hinweise.

Dazu zählen zum Beispiel einige der Stationen, an dem unser Bus Halt gemacht hat, um die Social Business-Diskussion voranzutreiben:
•    Den Anfang machte zum Beispiel eine Redaktionsbesuch bei Silicon.de. Hier ging es unter anderem um die interessante Frage, wie sich ein Verlag in der heutigen Social-Media-Welt positionieren muss.
•    Dann Lokaltermine bei SAP und BASF, wo die Social Business-Fahrer Beispiele für die Social-Software-Nutzung im Unternehmen -- extern wie intern -- aus nächster Nähe betrachten konnten.
•    Und sogar bei der Bundeswehr machte unser Bus Station, um zu diskutieren, wie Social Software auch unter den »speziellen« Bedingungen des Militärs von Nutzen sein kann.

Ich denke, wenn BASF, SAP und die Bundeswehr sich mit den Gedanken tragen, sich in Social Businesses zu verwandeln, dann ist die Schausteller-Zeit des Web 2.0 definitiv vorbei.

Das wird auch durch das Programm untermauert, das uns in diesem JamCamp erwartet:
•    Wir werden von Unternehmen wie BASF, Bayer oder Sennheiser hören, die bereits einen recht weiten Weg in Richtung Social Business gegangen sind. Ich hoffe, dass deren Erfahrungen auch andere Unternehmen darin bestärken, diesen neuen Weg einzuschlagen.
•    Wir werden Experten zu Themen rund um das Social Business hören, die uns ihre Erfahrungen mitteilen -- unter anderem zu Themen wie  Crowdsourcing und wie es Arbeits- und Organisationsprozesse verändert.
•    Wir werden einen Blick auf den Arbeitsplatz der Zukunft erhalten und eine Vorschau darauf, wie wir dann zusammenarbeiten werden.
•    Wir werden Neues zu Themen wie Portale und Social- bzw. Mobile Commerce erfahren.
•    Wir werden lernen, wie man eine Social-Media-Strategie einführt und wie man   Kunden-Communities aufbaut.
•    Wir werden ganz praktische Dinge kennenlernen, wie die Entwicklung von Apps im Social Business-Umfeld -- nicht nur für Smartphones und Tablets.
•    Und wir werden im traditionellen Open Space-Teil unseres JamCamp in bester Social Business-Manier darüber diskutieren, was Sie alle am meisten interessiert und wozu Sie im Vorfeld des JamCamps bereits reichlich Vorschläge gemacht haben und über diese Vorschläge abstimmen konnten.

Ich persönlich freue mich natürlich auch auf die Beiträge meiner Kollegen, die ihre Ideen, Konzepte und Projekte  vorstellen werden:
•    Luis Suarez etwa stellt eine Unternehmenswelt ohne Email vor.
•    Wolfgang Kulhanek spricht über die Adaption von Social bei der IBM.
•    Und meine Kollegin Sandy Carter, die das Thema Social selbst aktiv vorlebt, eröffnet gleich nach mir mit ihrer Keynote die Diskussion rund um das Social Business.

Und ganz besonders freue ich mich auf einen ehemaligen Kollegen: Gunter Dueck, der  in seiner Abschluss-Keynote über „Leidenschaft 2.0" spricht.

Am Ende unseres JamCamps steht also die Leidenschaft -- nicht wie bei den meisten Dingen im Leben, die ein Ende nehmen, eben weil ihnen die Leidenschaft ausgeht. Dass davon bezüglich des Social Business-Gedankens keine Rede sein kann, das beweist der Enthusiasmus unseres »bunten Völkchens«. Denn Ihre Leidenschaft hat das Social Business-Thema erfolgreich durch die »Heavy-Metal«-Ära  getragen.  Dafür danke ich Ihnen und heiße Sie noch einmal herzlich willkommen auf unserem JamCamp.

Doppelleben im Internet

24. Oktober 2011 Posted by Joachim Haydecker

Während unserer JamCamp tour in den vergangenen Wochen waren wir auch bei silicon.de in München. Im Anschluss an unsere Diskussion wurde ich noch von Sibylle Gaßner interviewt. (zum Artikel)

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JamCamp – Der Tag danach

21. Oktober 2011 Posted by Joachim Haydecker

Original: haydecker.de


Im Moment verarbeite ich noch meine Eindrücke von der Tour in den letzten Tagen und dem JamCamp in Frankfurt. Auch wenn der Abschluss einen faden Beigeschmack hat, war es eine sehr gute Tour.

Ich fand die Tour große Klasse und es ist eine super Idee. Und das war auch das Feedback aller beteiligten (sowohl der Busfahrer wie auch der Firmen, die wir besucht haben). Es ist sehr gut, dass IBM als ganzes und natürlich in Form einzelner Personen, den Mut hat, so etwas durchzuführen, zu organisieren und auch zu bezahlen.

Warum?

  1. sie  ist anders. 

    Wir wurden auf allen unseren Stationen sehr herzlich und freundlich begrüßt. Alle beteiligten haben sich immer wieder darüber geäußert, dass sie sich auf den Besuch freuen und große Erwartungen haben. Es ergaben sich unzählig viele Gespräche in großen und in kleinen Kreisen, auf der Bühne, an den Stehtischen und in den Workshops. Die Atmosphäre war immer ungezwungen, ohne große Hürden, Hemmnisse und sonstige bremsenden Faktoren. Auch bei der Bundeswehr. Wir haben viel erfahren und wir konnte viel weitergeben.

    Bei den Stationen, bei denen es sich angeboten hat, wurde um unseren Besuch herum noch zusätzlich Programm für die jeweiligen Mitarbeiter von der jeweiligen Firma geboten. So ergab sich vor Ort jeweils ein interessanter und spannender Tag für die dortigen Besucher.

    Wir – die Busfahrer – hatten die Möglichkeit, in ganz unterschiedliche Unternehmen zu gehen und uns dort die aktuellen Entwicklungen zum Thema Social Business anzusehen und mit den Mitarbeitern zu diskutieren.

    Ich denke, die gesammelte Fachexpertise der Busfahrer wurde vor Ort jeweils sehr positiv und dankbar aufgenommen.

  2. die Tour vernetzt 

    Busfahrer mit Busfahrer, IBM mit Busfahrer, Busfahrer mit besuchten Firmen, aktive #JamCamp-Twitterer mit lesenden #JamCamp-Twitterer, IBM mit Firmen, usw.

    Und soweit ich das verfolgen kann, waren alle Äußerungen innerhalb, neben, über, außerhalb der JamCamp Tour positiv. Und somit haben alle, die an der Tour aktiv, passiv oder besuchend, beteiligt waren, etwas davon.

    Die Tour hat das Thema Social Business sichtbar und auch greifbar gemacht. Sie hat den Austausch gefördert.

  3. virtuelles und reales Social Learning 

    Ich habe sehr viel gelernt und kennengelernt. Neben der Vernetzung und der Sichbarkeitmachung (habe kein anderes Wort in der Tastatur dafür gerade) das aus meiner Sicht wichtigste an der Tour. Auch hier wieder: alle Beteiligten vor Ort, im Bus oder virtuell konnten sich über das Thema Social Business in seiner ganzen Vielfalt weiterbilden, weiterentwickeln oder sich einfach informieren.

Jetzt zu dem faden Beigeschmack: Leider gab es zwischen der unkonventionellen Form der Bustour zum eigentlichen JamCamp in Frankfurt einen Bruch. Das war letztes Jahr viel besser. Das JamCamp in Frankfurt war leider wieder eine ganz konventionelle Konferenz – ein Vortrag nach dem anderen, Berieselung von vorn bis hinten, keine wirkliche Diskussion und kein Austausch, wie man ihn von Barcamps kennt. Selbst der OpenSpace Teil wurde vor Ort noch gut versteckt. Sehr schade. Auch wenn es einzelne sehr gute Vorträge von Luis Suarez, Martin Meyer-Gossner, den Firmen Sennheiser und BASF (hier der Link zu den connect.BASF Folien) usw. gab.

Wahrscheinlich war es für viele Besucher die gewohnte Form: Keine Veränderungen, so wie immer und nichts hinterfragen: Hochglanzprospekt in seiner reinsten Form. Auf diesem Wege, liebe IBM, verkauft ihr wieder nur ein Stück Software. Am Ende des Tages zählt der Umsatz, keine Frage, aber der Weg dorthin ist bei diesem Thema anders zu gehen. Das ist eine meiner Kernerfahrungen aus der Bustour.

Social Business einzuführen in Unternehmen ist unkonventionell, Grenzen aufbrechend, Struktur überwindend, Fragen und Antworten,  diskursiv und bedeutet vor allem Veränderung.

Mein Fazit: Social Business und Unkonferenzen gehören zusammen. Und die JamCamp-Bustour ist eine Form davon.

 

Live dabei: IBM Social Business JamCamp 2011

20. Oktober 2011 Posted by Roswitha Boldt

 

Sie können / konnten das IBM Social Business JamCamp 2011 in Frankfurt leider nicht besuchen, wären aber gern dabei gewesen?

Kein Problem - über diesen Livestream können Sie sich in die Vorträge einklinken oder auch die Aufzeichnungen bereits gehaltener Vorträge anschauen. Es lohnt sich!

Livestream IBM JamCamp 2011 – Frankfurt

20. Oktober 2011 Posted by Andreas Schulze-Kopp

Die gesamte letzte Woche verbrachte die Besatzung des JamCamp Busses auf den Autobahnen und vor Ort bei Kunden, Partnern und Unternehmen um sich über Themen rund um Social Media zu informieren und auszutauschen. Seit gestern läuft nun "die eigentliche" Veranstaltung, das IBM JamCamp 2011. In Frankfurt stehen nun spannende und interessante Vorträge auf dem Programm, welche auch live über einen Livestream zu verfolgen sind. Diesen Livestream möchte ich Ihnen hiermit "ans Herz legen". Die Veranstaltung ist aus meiner SIcht bislang mehr als spannend und auch die Tweets mit dem hashtag #jamcamp die man bei Twitter verfolgen kann, zeigen dies denke ich eindeutig. Wer also nicht vor Ort teilnehmen kann, sollte entweder einmal live reinschauen oder die verfügbaren Aufzeichnungen anschauen. Eine (kleine) persönliche Einschätzung der Vorträge folgt später ebenfalls. Solange wünsche ich erstmal Spaß mit dem Livestream!


Watch live streaming video from ibmwebcastgermany at livestream.com

JamCamp: Bericht von Tobias Potthoff: Was hat Gamifaction mit der Bundeswehr zu tun?

17. Oktober 2011 Posted by Joachim Haydecker

Tobias Potthoff, Mitfahrer auf der JamCamp Tour und hauptberuflich Student, schreibt in ein seinem Beitrag über unseren Besuch vergangenen Woche bei den Firmen "United Prototype" und bei der Bundeswehr.

Der Fisch auf der gezielten Suche nach Essbarem

12. Oktober 2011 Posted by Joachim Haydecker

Quelle: haydecker.de

Gestern machte Sean MacNiven von der SAP einen Vergleich. Er erzählte von Fischen, die in einem schnell fließenden Fluss geschützt hinter einem Stein sitzen. Jedes Mal, wenn etwas leckeres vorbei schwimmt, schießen sie hinaus und holen sich diesen Happen. Danach geht es wieder zurück in ihre geschützte Ecke.

Was hat das mit Social Media zu tun?

Ähnlich wie bei einem Fluss, der immer mehr Wasser aufnimmt und immer größer, breiter und schneller wird, nimmt auch die Flut an Informationen immer mehr zu: FacebookTwitterGoogle+ und Blogs. Dazu noch die Informationen aus den verschiedenen internen Social Media Plattformen, E-Mails und den sonstigen Anwendungen, die immer wieder unsere Aufmerksamkeit wollen.

Der Fisch wäre im Rahmen seiner persönlichen evolutionären Entwicklung kläglich verendet, wenn er jedes Mal herausgeschwommen wäre, wenn etwas vorbei schwimmt, dass unter Umständen etwas zu essen sein könnte. Er macht es nicht. Tiere sind schlau. Sie haben gelernt, wie sie am besten an ihre Nahrung kommen. Auch in einem reißenden Fluss.

Was machen wir?

Haben wir den Umgang mit den vielen Informationsströmen schon gelernt? Wissen wir, wann wir hinter unserem Stein hervorkommen können/müssen/sollen? Oder rennen wir noch jedem Info-Happen hinterher. Es wird uns nicht gleich umbringen, aber es kostet viel Energie.

  • Wie findet man in der heutigen Informations-Überfluß-Gesellschaft die wichtigen und relevanten Informationen?
  • Wie werden wir  vor zu viel Informationen geschützt?

Es gibt hierfür viele verschiedene Ansätze. Der wichtigste Ansatz ist und wird es bleiben: die persönliche Qualifizierung beim Umgang mit Medien. Bei aller “Intelligenz” der uns angebotenen Systeme.

Bei der uns zur Verfügung stehenden Technik ist aus meiner Sicht noch sehr viel Entwicklungs- und Forschungsbedarf. Ich möchte das am Beispiel Google+ verdeutlichen. Seit Sommer steht uns allen eine neue Kommunikationsplattform zur Verfügung. Eine Plattform, die sich für vielen Menschen als interessant und lohnend herausgestellt hat.

Aber wie geht man damit um? Noch ein Tab-Fenster offen. Noch ein Stream der regelmäßig bearbeitet werden möchte. Dazu noch häufig mit Informationen, die es so auch schon woanders gibt. Noch eine App, die ich installieren muss, um die Plattform sinnvoll zu nutzen usw.

Wir werden noch viele neue Systeme in den nächsten Jahren bekommen in diesem Umfeld. Wie auch immer diese aussehen werden und wozu auch immer sie dienen werden. Und wir werden noch sicherlich viele Jahre lernen müssen, wie wir mit den neuen Quellen umgehen, wie wir sie integrieren und wie wir sie nutzen werden.