Posts Tagged: ‘management’

#9vor9 mit den Digitalthemen der Woche: Stellenanzeigen als Konjunkturbarometer, Homeoffice, SAP, neuen Jobs im Marketing … und „Alt werden mit Gunni und Larsilein“

26. Mai 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Und wir waren heute auch mit #9vor9, den Digitalthemen der Woche, erstmals live im Stream auf LinkedIn.

Unsere Themen heute in Stichpunkten:

Vor allem aber unsere Pläne zur inhaltlichen Weiterentwicklung von #9vor9 zu „Alt werden mit Gunnar, Lars und Stefan“:

Digitale Lesezeichen: Die offene Messenger-Matrix, die offene Microsoft und Einblicke in die SAP

22. Mai 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Ich habe das Gefühl, dass gerade viele digital relevante Informationen und Beiträge über mich herein prasseln. Schnell mal die digitalen Lesezeichen notiert, bevor ich sie vergesse:

Offenes Messenger-Protokoll, freie Messenger-Wahl auf Basis Matrix

t3n hat über das Kommunikationsprotokoll Matrix berichtet, dass jetzt bei Bundeswehr, Behörden und auch in der französischen Verwaltung eingesetzt werden soll.

Während man mit Signal, Whatsapp oder Telegram nur mit Menschen schreiben kann, die auch Signal, Whatsapp oder Telegramm nutzen, ist Matrix ein offenes Kommunikationsprotokoll. Über Matrix sollen Nutzer verschiedener Dienste – also messengeragnostisch – miteinander kommunizieren können. Matrix stellt damit also nur die Infrastruktur der Kommunikation zur Verfügung. Das jeweilige Programm zur Kommunikation – den Client – sollen sich die Nutzer dabei selbst aussuchen können.

Matrix: Das steckt hinter dem neuen Messenger von Bundeswehr und Behörden

Matrix ist Open Source und hört sich sehr interessant an. Ich bin auf entsprechende Messenger gespannt, die das Protokoll unterstützen. Habe auch gleich Feedback von einem Experten ein geholt. Der springt zwar jetzt, kennt sich aber aus, der Rafael Laguna:

Dazu passend gerade bei den Analysten von Gilbane gefunden:

Automattic, the open source force behind WordPress, WooCommerce, Longreads, Simplenote and Tumblr, has made a $4.6M strategic investment into New Vector — the creators of an open, decentralized communications standard called Matrix. New Vector also developed a Slack rival (Riot) which runs on Matrix. Matrix is an open source project that publishes the Matrix open standard for secure, decentralised, real-time communication, and its Apache licensed reference implementations.

Automattic invests in open decentralized comms ecosystem Matrix

Microsoft gibt Fehleinschätzung zu – und ändert sich bezüglich Open Source?

Eher ein Randnotiz, aber trotzdem bemerkenswert, der Bericht auf The Verge zu Microsoft und Open Source:

Microsoft has admitted it was wrong about open source, after the company battled it and Linux for years at the height of its desktop domination. Former Microsoft CEO Steve Ballmer famously branded Linux “a cancer that attaches itself in an intellectual property sense to everything it touches” back in 2001.

Microsoft: we were wrong about open source – The Verge

Unterdessen habe man gelernt und adaptiere nach und nach Open Source. Schauen wir mal, ob das auch bei Microsoft Cash Cows passiert …

Einblicke in die SAP: Technologen oder Verkäufer in die Führung?

Der Abschied von Jennifer Morgan aus der CEO-Doppelspitze von SAP wurde kontrovers kommentiert und diskutiert. Nun hat sich SAP Patriarch Hasso Plattner per Videobotschaft auf der Hauptversammlung geäußert und dem Handelsblatt ein Interview gegeben. Die Integration der übernommenen Unternehmen habe nicht geklappt, auch weil unterschiedliche Managementphilosophien zusammen gekommen seien. Laut amerikanischer Philosophie habe man die Neuerwerbungen laufen lassen, ihnen enorme Wachstumsziele gegeben – und dabei die Integration jetzt auf der SAP Cloud vernachlässigt. Das habe SAP eineinhalb bis zwei jahre gekostet:

Damals war ich davon überzeugt, dass es eine Idealkombination ist. Ich habe nicht gesehen, wie weit sich das Verständnis zwischen den zugekauften Firmen in Amerika und der deutschen Zentrale da schon auseinanderentwickelt hatte. Heute weiß ich: Die Unterschiede sind sehr groß.

Quelle: SAP: Hasso Plattner rechnet mit Ex-CEO Bill McDermott ab

Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Gegensatz zwischen amerikanischer und deutscher Führungsphilosophie wirklich so existiert. Ich habe genug amerikanische Unternehmen gesehen, die genau auf der engen Integration der zugekauften Firmen bestanden und bestehen, zumindest organisatorisch. Interessant die Aussage zu Bill McDermott:

Es ging um verschiedene Philosophien. Für Bill McDermott stand der Wettbewerb ganz oben, für mich immer der Kunde.

Quelle: SAP: Hasso Plattner rechnet mit Ex-CEO Bill McDermott ab

Die Verkäufer aus Amerika gegen die deutschen Technikern, dieses Bild wird im Interview vermittelt. Wer sich weiter im Detail für SAP interessiert, dem sei der Beitrag von Christof Kerkmann im Handelsblatt unter dem Titel Diese vier großen Aufgaben muss SAP-Chef Christian Klein bewältigen vom 7. Mai empfohlen. War da nicht noch was mit SAP? Ach ja:

Mitarbeiter von SAP haben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom und freiwilligen Open-Source-Entwicklern die erste Version des Server-Backends für die deutsche Corona-Warn-App auf GitHub veröffentlicht.

Corona-Tracing per App: SAP legt erste Version des Corona-Warn-Servers vor | heise online

Und Apple hat gerade das Betriebssystem iOS 13.5, das für das Tracing benötigt wird. In den Einstellungen findet man nun unter Datenschutz – Health die Optionen, das COVID-19-Kontaktprotokoll und Tracing-Apps zu aktivieren:

(Stefan Pfeiffer)

Bild von Myriam Zilles auf Pixabay

Von Arbeitsverdichtung, Selbstknechtung und unvermeidlicher Digitalisierung

20. April 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Der Artikel von Claudia Tödtmann zu immer mehr Arbeit für immer weniger Mitarbeiter ist schon ewige Zeiten im einem Browser-Tab offen.

Und wie begegnen die Manager dem stillen Stöhnen der Mitarbeiter? Wie werden sie dem Arbeitsschutz gerecht? Pustekuchen! Fürsorgepflicht gegenüber Arbeitnehmern? Bloß nicht. Sie drehen den Spieß flugs um und werfen ihnen nötigenfalls vor: Wer die viel mehr Arbeit nicht mehr schafft, hat selbst schuld – denn er priorisiert / organisiert nur seine Arbeit selbst falsch. Dann kann der Betroffene noch froh sein, nicht als Minderleister an den Pranger gestellt zu werden. Frei nach dem Motto, die Top-Manager streichen Stellen. Sie werden dafür mit Boni belohnt und ausbaden tun es die verbliebenen Mitarbeiter, die dasselbe Arbeitspensum oder gar mehr in derselben Zeit bewältigen müssen.

Zu viel Arbeit für immer weniger Mitarbeiter: Sind Sie noch arbeitsverdichtet – oder längst überfordert? | Management-Blog

Hier die zugehörige Grafik, die die Ergebnisse der Umfrage des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung zur gestiegenen Arbeitsbelastung visualisiert:

Auch Gunter Dueck hat sich in einem Interview mit dem SPIEGEL (leider hinter dem Paywall) skeptisch zur fortschreitenden Digitalisierung des Arbeitslebens geäußert:

Theoretisch sollte sie uns das Arbeiten erleichtern, aber in der Realität führt sie dazu, dass das Management seine Mitarbeiter mit Dauerkontrollen und ständiger Optimierung quält. Die Firmen übertreiben es einfach. Sie hetzen die Mitarbeiter durchs Tagesgeschäft.

Ex-IBM-Manager: „Computer, Roboter und Algorithmen dienen nicht uns – wir dienen ihnen“ – DER SPIEGEL

Prozessknechte oder sinnvolle Entlastung von Routinetätigkeiten

Der von mir sehr geschätzte Dueck prangert die fortschreitende Automatisierung an und schüttet meiner Meinung das Kinde mit dem Bade aus. Er prangert an, dass „vor allem Routineaufgaben werden gewissermaßen mcdonaldisiert“ würden. Da musste ich natürlich an mein Gespräch mit Peter Collenbusch und auch an viele meiner Vorträge oder Beiträge denken, in denen wir genau die Entlastung von Routinetätigkeiten positiv bewerten – wenn dadurch mehr Zeit für die eigentliche, wert- und sinnschöpfende Tätigkeiten geschaffen wird.

Werden die Mitarbeiter immer mehr zu Knechten der Prozesse, wie es Dueck sagt? Und die Zahlen und die täglichen Messlatten bestimmen demnach den Wert der Mitarbeiter. Multitasking werde zur Regel. Ja, lieber Gunter Dueck, wenn es so praktiziert wird, ist Automatisierung fragwürdig. Und, liebe Claudia Tödtmann, auch ich nehme es so wahr, dass mit immer weniger Mitarbeitern immer mehr geleistet werden soll. Das ist ein Management-, ein Führungsproblem, vor allem auch ein Problem im Umgang mit Menschen, aber kein Problem von Digitalisierung an sich. Automatisierung und Prozessoptimierung gab es immer, ist unausweichlich. Sie möglichst human zu gestalten, dass muss die Maxime sein.

Sich im Homeoffice neu selbst organisieren

Beide, Claudia Tödtmann und Gunter Dueck, haben sich übrigens vor der heißen COVID-19-Phase geäußert. Warum erwähne ich das? Gerade auch in der heißen Diskussion um Horror Office und Homeoffice wird besagter vermehrter Druck und das Thema Arbeitsverdichtung erneut thematisiert. Remote Working sollte nicht zu (noch) mehr Stress führen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen Homeoffice noch „lernen“. Sie müssen sich und ihre Arbeit daheim strukturieren, die notwendigen Pausen und Auszeiten nehmen und bewusst auch ihren Computer und ihr Smartphone ausschalten.

Nur zu knechtet uns unser eigenes Arbeitsethos

Der Druck durch Managerinnen und Manager, denen es an Empathie und Menschlichkeit fehlt, ist sicher weiter da, gefühlt sogar größer geworden. Doch ich merke auch immer wieder, dass ich mir selbst zu viel Stress mache. Man will seine Aufgaben einfach doch gut machen und erledigen, auch wenn die Arbeit immer mehr wird. Man lässt sich durch das eigene Arbeitsethos knechten. Und oft gewinnt man den Eindruck, dass genau darauf gezählt wird. Aber das war auch vor dem Virus so.

So kommen einige Faktoren zusammen: Arbeitsverdichtung bei immer weniger Mitarbeitern, immer höherer Druck durch das Management und Selbstknechtung aus falsch verstandenem Arbeitsethos. Digitalisierung und Automatisierung scheinen mir deshalb nicht das eigentliche Problem zu sein. Dass diese aber mit Hirn und Verstand, mit der Frage nach Sinnhaftigkeit umgesetzt werden sollten, ist natürlich unbestritten. Doch zeigt sich auch gerade jetzt, dass Digitalisierung in vielen Bereichen notwendig und sinnvoll ist.

(Stefan Pfeiffer)

Lesezeichen zu Agile & Scrum: „Hip Hip Hurra, alles ist super, alles ist wunderbar.“ – Nicht wirklich

25. September 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Die Tage habe ich schon davor gewarnt, „agile“ zur allseligmachenden Religion zu erklären. Da kommt dieser bemerkenswerte Beitrag von derDoubleD genau richtig.

Hip Hip Hurra, alles ist super, alles ist wunderbar.

über INSPECT&ADAPT » Scrum motiviert nicht

Wirklich? Sieht die Realität nicht vielmehr oft so aus?

Wie viele Menschen erlebe ich gelangweilt und desinteressiert in Planungsmeetings, schweigsam in Retrospektiven? Wie viele Teams erlebe ich, die sich von Sprint zu Sprint hetzen und jedes mal ihre Pläne nicht schaffen? Die dann mindestens dem Product Owner gegenüber Rede und Antwort stehen müssen …

über INSPECT&ADAPT » Scrum motiviert nicht

Doch wie es derDoubleD richtig schreibt. Nicht Scrum, nicht agile sind das Problem. Sie sind ein möglicher Rahmen, Die eigene Motivation der Mitarbeiter, ein funktionierendes Team, ein Management, das coacht und ermutigt – nicht nur mikro-managt und kontrolliert – sind wesentliche Erfolgsfaktoren.

 Bild von BoutiqueBreizh auf Pixabay

Weniger Home Office, weniger Führungskräfte: Macht aus „eydscheil“ keine Religion!

19. September 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Ein interessanter Beitrag im Management-Blog der Wirtschaftswoche zum derzeitigen Hype-Thema agiles Arbeiten. Dort wird Ulrich Sittard, Arbeitsrechtler bei Freshfields, befragt und es finden sich einige interessante Aussagen. So wird auch der scheinbare Gegensatz von agilem Arbeiten und Home Office thematisiert. Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln, wenn ich die steile These lese, dass agiles Arbeiten im Team nur bei Präsenz im Büro möglich sein soll – und man deshalb Home Office abschaffe.

Agilität ist keine Frage der Präsenz vor Ort. Da sind aus meiner Sicht andere Aspekte wie die eigene Arbeitsweise und Einstellung oder aber auch die Führungs-, Fehler- oder Kommunikationskultur im Unternehmen und der Abteilung wichtig. Und wo sitzt gerade in international tätigen größeren Unternehmen wirklich heutzutage ein gesamtes Team zusammen an einem Ort? Verteiltes Arbeiten über Landesgrenzen und Zeitzonen hinweg ist doch viel öfters die Realität. Und die Werkzeuge zur Zusammenarbeit und Kommunikation sind heute verfügbar, mit denen man auch in diesen Szenarien vernünftig zusammenarbeiten kann und nicht überkommunizieren muss.  Da scheint mir das Thema agiles Arbeiten gegen Home Office eher vorgeschoben, wenn oft doch ganz andere Beweggründe eine Rolle spielen …

Doch nicht nur Mitarbeiter werden mit agilem Arbeiten konfrontiert. Auch das Management, besonders das Middle Management, ist gefordert, denn dessen Machtposition könnte in Gefahr sein: „Unternehmen die in großem Stil agile Methoden einsetzen, brauchen künftig weniger Führungskräfte,“ sagt Ulrich Sittard. Noch dazu weniger Kontrolle, stattdessen die Stärken und Schwächen „sicherstellen und steuern“ statt Mikromanagement. Sind nicht auch auf dieser Ebene die Widerstände automatisch vorprogrammiert?

Jeder zweite Führungskraft überflüssig. Die werden natürlich umgeschult. Genau wie viele Mitarbeiter, deren Jobs wiederum durch Automatisierung und künstliche Intelligenz „substituiert“ werden. Hmm, warum habe ich gerade agile Fragezeichen in den Augen? Nicht falsch verstehen. Wir werden uns des kontinuierlichen Wandels nicht erwehren können. Wir müssen den ständigen Wandel annehmen, ja gestalten. Aber hört mir mit diesem blauäugigen, eifernden Geschwafel auf und macht aus „eydscheil“ keine Religion. Quasi religiöse propagierte Managementphilosophien hatten wir unter anderem Namen schon vor Jahrzehnten.

Lasst uns das Thema notwendiger Change – sicher kein neuer Begriff – endlich mal ernst nehmen und nicht mit Managementphilosophie- und Beratergeschwafel kaputt reden. Wandel ist nicht einfach, braucht von jedem die Bereitschaft, ja den Willen, sich verändern zu wollen und am Wandel, an der Veränderung mitzuarbeiten, sich selbst zu ändern, Wissen zu teilen, immer neu dazu zu lernen und Erbhöfe, ja Macht abzugeben. Und das gilt übrigens nicht nur für den gemeinen Mitarbeiter, sondern gerade auch für Führungskräfte. Die einen können nicht oder die anderen.

(Stefan Pfeiffer)

Leseempfehlung: Vom Mikromanagement oder der Enteierung und dem Pferdeschwanz abschneiden in Unternehmen

19. Juli 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Gut gebrüllt, Löwe. Marcus K. Reif nimmt in seinem Beitrag das Mikromanagement auseinander, das manche Führungskräfte, ja was Managementkultur in manchem Unternehmen ist. Ich bin der Überzeugung, dass diese Firmen auf Dauer nicht erfolgreich sein werden und in einem Zeitalter immer schnelleren Wandels sein können. Den ganzen Beitrag lesen.

Marcus schreibt u.a. zu Micromanagement:

Dies kommt einer Enteierung der Mitarbeiter gleich. Sie können die Motivation der Mitarbeiter nicht schneller sinken lassen als durch ausgedehntes Micromanagement und einem hohen Regulierungsgrad. Das Bedürfnis nach Details und regelmäßigen Reportings, ausgiebigem Tracking und Einschreiten mit Zwischengesprächen kennzeichnet den Micromanager ebenfalls, wie die fehlende Fähigkeit zuzuhören oder der zu hohe Fokus auf Fehler und die Suche nach der Fehlerquelle.

über Die Stechuhr korrumpiert unsere Mitarbeiter | Marcus K. Reif

#Stimmt.

 

Spring Boot Admin: Einfach genial und genial einfach

14. Oktober 2018 Posted by Stephan Kopp

Spring Boot Applikationen eignen sich optimal, um eine Microservice Applikation bestehend aus vielen kleinen Applikationen zu erstellen. Doch wie überwacht und verwaltet man diese Sammlung aus einzelnen Programmen?

Das Spring Boot Admin Projekt ist hierfür eine geniale und vor allem kostenlose Ergänzung.

Spring_Boot_Admin-3.png

Spring Boot Admin Server

Als Admin Server erstellt man sich eine eigene Spring Boot Applikation, fügt die Maven Dependency und die Annotation @EnableAdminServer hinzu und das wars schon.

pom.xml

<dependency>
   <groupId>de.codecentric</groupId>
   <artifactId>spring-boot-admin-starter-server</artifactId>
</dependency>

Spring Boot Applikation

@EnableAdminServer
@SpringBootApplication
public class AdminServerApplication {

   public static void main(String[] args) {
      SpringApplication.run(AdminServerApplication.class, args);
   }
}

An diesem Server können sich jetzt alle Spring Boot Applikationen anmelden. Ein Beispiel findet man hier.


Nun zur Client Applikation, die sich am Server anmeldet

Dazu muss man lediglich das Client Paket in die Dependencies aufnehmen und zwei Parameter setzen. Das wäre die minimale Variante, aber natürlich noch längst nicht alles. Um wirklich alle Features nutzen zu können, müssen doch noch ein paar Dinge gemacht werden. Zunächst aber zu den Basics.

pom.xml

<dependency>
    <groupId>de.codecentric</groupId>
    <artifactId>spring-boot-admin-starter-client</artifactId>
    <version>2.0.3</version>
</dependency>

application.properties

spring.boot.admin.client.url=http://localhost:9090

Actuator

Dieses Paket integriert eine Menge nützlicher APIs in die eigene Applikation, welche vom Spring Boot Admin Server verwendet werden um die eigene Applikation zu überwachen und auch zu steuern.

pom.xml

<dependency>
    <groupId>org.springframework.boot</groupId>
    <artifactId>spring-boot-starter-actuator</artifactId>
</dependency>

application.properties

management.endpoints.web.exposure.include=*
logging.file=log/logfile.txt
logging.pattern.file=%clr(%d{yyyy-MM-dd HH:mm:ss.SSS}){faint} %clr(%5p) %clr(${PID}){magenta} %clr(---){faint} %clr([%15.15t]){faint} %clr(%-40.40logger{39}){cyan} %clr(:){faint} %m%n%wEx

Der Actuator funktioniert auch ohne Konfiguration, aber mit diesen Einstellungen passiert zusätzlich zu den Standards noch folgendes:

  • Es werden alle Endpoints aktiviert, nicht nur health und up
  • Es wird ein Logfile geschrieben und farblich formatiert, dadurch wird auch automatisch der Endpoint aktiviert um auf dieses Logfile zuzugreifen

Security

Security sollte von Beginn an immer aktiviert sein. Damit benötigt natürlich auch der Admin Server Zugang zu unserer Applikation, bzw. nur zur /actuator API. Das kann man z.B. durch einen eigenen zentralen User machen, oder auch mit selbst generierten Accounts pro Applikation. Diese Zugangsdaten müssen dem Admin Server bei der Anmeldung mitgeteilt werden.

pom.xml

<dependency>
    <groupId>org.springframework.boot</groupId>
    <artifactId>spring-boot-starter-security</artifactId>
</dependency>

application.properties

spring.security.user.name=user
spring.security.user.password=password

spring.boot.admin.client.instance.metadata.user.name=${spring.security.user.name}
spring.boot.admin.client.instance.metadata.user.password=${spring.security.user.password}

Das wars schon

Dieses Basis Setup genügt, um ein zentrales (wirklich schönes) Webinterface zu haben, über das ich alle notwendigen Informationen meiner Applikationen abrufen kann. Es geht dabei nicht nur um den reinen Status up/down. Ich kann direkt auf die Logs der Services zugreifen oder mir die eingehende http Requests anschauen und noch sehr viel mehr.

Spring_Boot_Admin-7.png

Spring_Boot_Admin-4

Spring_Boot_Admin-5

Ein nettes Feature ist z.B. auch die Veränderung meiner Log Einstellungen ohne die Services neu starten zu müssen.

Spring_Boot_Admin-6

Jeder, der sich mit Spring Boot Applikationen beschäftigt, sollte sich das Spring Boot Admin Projekt mal genauer anschauen. Unter anderem deshalb liebe ich OpenSource.

Meinen Beispiel Code kann man sich hier anschauen.

Warum wir in Deutschland die digitale Innovation verpennen …

24. März 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Semih Aridogan, Gründer Digital Innovation Agentur Strive und wohl früherer Kollege von mir bei der IBM, hat einen hochinteressanten Artikel auf Handelsblatt Global geschrieben. Es dreht sich darum, warum wir in Deutschland – seine Meinung, die ich nachvollziehen kann – die digitale Innovation verpennen und er nennt vier zentrale Bereiche, warum wir nicht voran kommen.

Er äußert sich auch zum Thema Hierarchie als Feind von Innovation und weist dies in hohem Maße deutschen Unternehmen und deutscher Managementkultur zu:

The problems here begin with Germany’s rigid hierarchies. Most German organizations are shaped like a pyramid. An employee reports to his supervisor. And the supervisor reports to his super-supervisor. Working life is an endless tale of delegating, scheming and blaming. Innovative ideas stand almost no chance in this culture.

via Why German companies fail at digital innovation

Ohne dem Symptom des Hierarchiedenkens in deutschen Unternehmen widersprechen zu wollen, sehe ich dies nicht als ein deutsches Problem an. In anderen Kulturen – gerade in den USA – scheint mir das Command-and-Control und Hire-and-Fire noch stärker ausgeprägt. Und Mittelmanager, die Innovation bremsen und ihre Macht bewahren wollen, scheint es allenthalben zu geben. Wie kommt es dann, dass dort trotzdem Innovation und erfolgreiche StartUps entstehen? Liegt das nur daran, dass dort mehr Venture Capital gegeben wird?

Schmunzeln muss ich bei dem Absatz über Verwendung der moderner Werkzeuge zur Zusammenarbeit:

At almost every client I’ve worked with, I’ve encountered Stone-Age tools. The German teams I’ve seen still use e-mail to communicate. Chat, video-conferencing, applications from Slack to Trello, are often not even allowed. To track projects and numbers, the Germans still use Excel and MS Projects.

via Why German companies fail at digital innovation

Auch hier bin nicht ganz bei Semih. Mir scheint das Problem im (nicht nur deutschen) Management zu liegen. Zu viele Firmen werden noch immer per Excel und Powerpoint geführt, offene Kommunikation wird eher nicht kultiviert oder goutiert und der E-Mail-Posteingang ist das eigen Wissens- und Machtsilo.

Und ja, bei Infrastruktur stimme ich zu. Da kommen wir trotz kompetentester Politiker und Staatssekretärinnen seit Jahren nicht weiter. Aber alles soll ja jetzt gut werden. Und schließlich mangele es – so Semih – an Talenten. Man müsse viel stärker in Ausbildung investieren.

Und generell Zustimmung: Losgelöst davon ob es Command-and-Control, Management by Excel und Innvovation by E-Mail nur deutsche Problem sind: Als Deutsche müssen wir die genannten Themen sicher umgehend angehen. Zweimal also gehen – und zwar voran.

(Stefan Pfeiffer)

Lektüre für Führungskräfte im digitalen Zeitalter: Ohne Deine Mitarbeiter geht es nicht

2. Februar 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Dieser Beitrag von Gartner, der in meinem Posteingang gelandet ist, passt zu den Dingen, die mich derzeit umtreiben und bewegen. Hoffe mal, dass manche wirkliche Führungskraft das ernst nimmt:

Adopt the principle of “people first”’

In the digital environment, leaders cannot simply “manage” work. They have to engage their workforces and inspire people to participate. It’s not enough for leaders to know what they want to achieve when starting new initiatives; leaders have to listen to employees from the outset, asking them how they see proposed outcome.

Leaders can inspire employees by removing individual insecurity or personal restrictions, helping them define their part in the mission and providing a perspective of personal rewards. The next part for leaders is to work with employees, determine the nature and volume of their work and get them to commit to it.
Develop trust and collaboration continually

Collaboration is the key to success for leadership in the digital age. But collaboration is simply not possible without shared purpose, individual and collective engagement, and commitment.

via 3 Characteristics of the New Digital Leader Mindset – Smarter With Gartner

[DE] „Der Schlüssel von Management ist es, Manager los zu werden“

19. Dezember 2017 Posted by Stefan Pfeiffer

„Der Schlüssel von Management ist es, Manager los zu werden“. So postulierst es Ricardo Semler.

So zitiert Andrew Chakhoyan auf dem World Economic Forum Ricardo Semler, dessen TED Talk sich rasant verbreitet und Begriffe wie “Industrial Democracy” and “Corporate Re-engineering” geprägt hat. Zwar sei für die Mehrzahl der Arbeit immer noch die traditionelle Organisationsstruktur am besten, jedoch könnten die neuen High Tech-Unternehmen in der heutigen VUCA-Welt (Volatility = Unbeständigkeit, Uncertainty = Unsicherheit, Complexity = Komplexität und Ambiguity = Mehrdeutigkeit) die Vorreiter eines nicht hierarchischen Modells werden.

via „The key to management is to get rid of the managers“ –  CIO Kurator 

Auf dem CIO Kurator schreibe ich, dass dies durchaus ein Thema für CIOs ist, die multidisziplinäre Teams bilden müssen, um den Herausforderungen der digitalen Transformation gerecht werden zu können. Aber eigentlich sollten Manager generell darüber nachdenken …


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[DE] „Ädscheil“ hin, agile her – Zuerst (parallel) müssen wir unsere Hausaufgaben machen

11. August 2017 Posted by Stefan Pfeiffer

Auf dem CIO Kurator habe ich mir angeregt durch einen Beitrag von Andreas Seitz im Manager Magazin Gedanken um den aktuellen Agilitätswahn gemacht:

ch weiß, ich bin jetzt nicht management-konform, aber dieser Beitrag von Andreas Seitz spricht mir in vielerlei Beziehung aus dem Herzen. Auch ich habe den Eindruck, dass mal wieder eine Sau durchs Dorf getrieben wird, statt an die Ursachen zu gehen. Und um es vorweg zu sagen: Ich glaube an die Prinzipien, die beispielsweise in dieser Infografik behandelt werden, aber einerseits müssen sie wirklich gelebt werden und andererseits galten und gelten sie meiner Meinung nach auch bevor und jenseits der Agile-manie.

via „Ädscheil“ hin, agile her – Zuerst (parallel) müssen wir die Hausaufgaben erledigen –  CIO Kurator 

Mehr „drüben“.


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[EN] Lesson for Managers: „We should embrace Transparency because we cannot avoid it.“

7. Oktober 2016 Posted by StefanP.

The very nature of digital and the web leads to transparency. Digital makes it hard to keep secrets, makes it hard to hide. We should embrace transparency because we cannot avoid it. …

We have a choice. To be transparent. Or to be made transparent. …

Throughout history, the powerful elite have controlled the flow of information. The powerful are still powerful but with the advent of the web and smartphones, they have lost control of the flow of information. Consequently, they have lost the ability to control the message as much as they were used to. …

And yet management is in total denial, living a grand delusion, wondering occasionally why people are so disloyal. … Management lives within a deep cultural mind-set of hierarchy, subservience and control. If digital transformation does not address this corrosive and truly out-of-date culture, then nothing of worth will be transformed.

Source: The Age of Disloyalty and Transparency

Couldn’t agree more. Thank you, Gerry.


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[EN] The Vision of an Effective Manager versus Today’s Micro Manager

4. Oktober 2016 Posted by StefanP.

Gallup found that 50 percent of workers who quit their jobs left due to issues with management, supporting the idea that employees leave bosses, not jobs. Employees today are looking for companies with less layers of management and more freedom in the workplace.

This means companies want:

  • Less micromanaging and more autonomy
  • Faster development of new skills
  • Higher employee retention
    ….

Today’s highly skilled employees are not easily replaceable. Turnover can cost a company up to 400 percent of an employee’s annual salary. Even when they don’t leave the company, disengaged employees are less motivated and more likely to get by doing the minimum.

 

Source: What it Takes to Be an Effective Manager Today

As long as a certain layer of management defends its position through micro management all the nice ideas of agile enterprises and engaged employees producing better results are going to fail. And this layer of fat is very, very hard to cut away. The layer is tough and one micro manager is securing the others job.

And an interesting take on the millennial and usage of technology and the impact on the manager:

Not only do they want to use technology, 67 percent judge their employers based on their technological knowledge. This means managers must be tech savvy and able to provide the answers their reports need in real time using the latest workplace tech tools.

Source: What it Takes to Be an Effective Manager Today

How many managers do you know, which are not leaving in their inbox, their spreadsheets and Powerpoint-presentations but actively sharing, listening and communicating?


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Social Business Club tagt erstmals am 20. Oktober in Köln: Community Management und Social Recruiting

23. September 2015 Posted by Stefan Pfeiffer

Der angekündigte, neu gegründete Social Business Club wird zum ersten Mal auf der IBM BusinessConnect 2015 am 20. Oktober ab 15:15 Uhr in Köln tagen. Zwei Vorträge stehen unter Moderation von Markus Besch auf der Agenda: Dr. David Wagner stellt von der German Graduate School of Management and Law (GGS) Heilbronn, Deutschland stellt die Ergebnisse der Studie „Zum Status von Social Media und Community-Management in D-A-CH" des Bundesverband Community Management e.V. (BVCM) vom Sommer 2015 vor. Die Studie, die Dr. David Wagner leitete, hat das Ziel, das Arbeits- und Organisationsumfeld von Social Media & Commmunity Professionals sowie die Wirkung des Social Media und Community Managements auf den Unternehmenserfolg umfassend zu untersuchen. Es ist die erste groß angelegte Studie zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum.

Danach berichtet Dennis Wachter von der Agentur Elbkind über "Social Recruiting in der Praxis bei der Deutschen Telekom am Beispiel der Kampagne "Leave your mark". Hier geht es darum, wie Telekom „Young Potentials“ auf sich und die neuen innovativen Themengebiete wie Smart Home aufmerksam machen kann. Einen ersten Eindruck davon vermittelt dieser Film:

Der Social Business Club richtet sich an Unternehmen und an Social Business-Enthusiasten, Community Manager und Strategen in Firmen. Der Club soll die Möglichkeit geben, sich unabhängig von Anbietern und eingesetzter Software zum Thema Social Business und digitale Transformation auszutauschen. Wer sich für den Social Business Club interessiert, kann sich unter http://socialbusinessclub.de/ registriere oder sich direkt mit Markus Besch (mbesch@socialbusinessclub.org) in Verbindung setzen.

Anmelden kann man sich für den Social Business Club über die Anmeldeseite der IBM BusinessConnect.

[DE] Altmodische Tugenden und das Geschäftsleben

14. Mai 2015 Posted by StefanP.

92H

In der Ethik bezeichnet der Begriff eine als wichtig und erstrebenswert geltende Charakter­eigenschaft, die eine Person befähigt, das sittlich Gute zu verwirklichen.

via Tugend – Wikipedia.

Wer sich so das Geschäftsleben, den Quartalswahnsinn, die Bürokratieorgien heutzutage anschaut, der kann schon ins Grübeln kommen. Manche Tugenden – welch ein altmodisches Wort – sind wohl nicht mehr in Mode und die Definition auf Wikipedia klingt auch altbacken und antiquiert. Ich rede nicht von klassischen bürgerlichen Tugenden wie Ordentlichkeit, Sparsamkeit, Fleiß, Reinlichkeit  oder Pünktlichkeit, von christlichen der ritterlichen Tugenden. Ich rede von Verhaltensweisen und Charakterzügen, die nicht nur, aber im Geschäftsleben immer aus der Mode zu kommen scheinen.

Respekt ist für mich eine dieser Kardinaltugenden. Respektiere die oder den Anderen und tue ihnen nichts an, was Dir nicht angetan werden soll. Na ja, nicht immer richtig, denn natürlich müssen Chefs auch Entscheidungen treffen, die hart sein können, aber ich denke schon, sie können mit einem gewissen Respekt, Feingefühl und Takt umgesetzt werden. Ein respektvoller Umgang scheint mir jedoch immer mehr verloren zu gehen. Die Mitarbeiter oder der Mitarbeiter müssen funktionieren, koste es, was es wolle an Nerven und Arbeits- und Lebenszeit.

Damit einer geht aus meiner Sicht auch ein immer größerer werdender Mangel an Bescheidenheit. Bescheidenheit ist im Zeitalter der Laut- und Vielsprecher wohl gar nicht mehr gefragt, ja scheint oft für das eigene Fortkommen eher kontraproduktiv zu sein. Wer bescheiden ist, fällt den Chefs eher nicht auf und nur allzu gerne heften sich andere die Lorbeeren ans Revers.

Ein ehrlich gemeintes Danke kommt – wenn überhaupt – auch nicht mehr so oft. Gerade wir Deutschen scheinen zu einem eher rüden Umgangston und zu Direktheit zu neigen. Das muss nicht immer negativ sein und mir ist oft lieber als die aus unserer Sicht eher unerträgliche Rumeierei andere Kulturen – wer hat einen Amerikaner schon mal klar Nein sagen hören? Trotzdem wäre an mancher Stelle ehrlich gemeinte Dankbarkeit für eine Leistung oder einen Verdienst – jemand hat sich ein Danke verdient … – angebracht. Und damit meine ich nicht die Schulterklopferei, ein Like im sozialen Netzwerk oder das oberflächliche Danke.

Eigenschaften, die scheinbar gerade im Geschäftsleben gar nicht mehr gefragt sind, sind Zivilcourage und auch Toleranz. Wie sagte noch der bayrische Titan noch so schön: “Wir brauchen mehr Spieler mit Eier in der Hose.” Solche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Regel nicht gefragt und werden nur zu oft in den Senkel gestellt. Sie sind “negativ”, denn sie sprechen Missstände oder Fehlverhalten an, legen Finger in die Wunden. Der Vorwurf, Ihr kritisiert nur und macht aber keine konkreten Verbesserungsvorschläge, kommt schnell von den Lippen.

Es fehle die positive Attitüde. Genau diese Attitüde hat man dagegen sehr oft gerade im mittleren Management, das gefälligst zu funktionieren und zu “executen” hat – und das oft auch stumpfsinnig tut oder resigniert weiter macht. Mitdenken unerwünscht. An den Controlettis und Bürokratikern des Geschäftslebens scheitert jedoch manche noch so gute gemeinte Unternehmensreform oder Neuausrichtung. Unnötige, entbehrenswerte bürokratische Prozesse und Genehmigungsverfahren haben eine ungemeine Beharrungskraft. Der Anspruch, agiler zu werden, erscheint so oft nur ein frommer Wunsch.

Hat Toleranz etwas im Geschäftsleben zu suchen? Unter Toleranz verstehe ich nicht Schlampigkeit dabei, Aufgaben zu erledigen. Es geht eher in Richtung Respekt. Es muss, sollte und darf nicht jeder gleich gebürstet werden. Vielfalt und genau die Toleranz unterschiedlicher Typen ist wichtig und kann auch ein Unternehmen sehr befruchten.

Engagement, “Passion for the Business” und ständige Höchstleistung werden nur zu gerne gefordert. Das ist auch richtig so. Doch diese Maximen können aus meiner Sicht nur dann eingeklagt werden, wenn auch die genannten Tugenden im jeweiligen Unternehmen und im Geschäftsleben gelebt werden. Ich weiss, naiv und altmodisch.

 


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