Archive for: ‘September 2020’

,Kläff, Kläff‘ oder der Mythos Borussia Mönchengladbach – eine NDR Dokumentation

20. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Ach ja, Erinnerungen werden wach: die Geburt der Fohlenelf. In dieser Zeit bin ich in zartem Alter zum Fußball- und vor allem Gladbach-Fan geworden. Und ich erinnere mich an Namen wie Günter Netzer – immer noch ein Idol für mich -, Jupp Heynckes, Berti Vogts oder mein Torwart-Vorbild Wolfgang „Otto“ Kleff und natürlich den unvergesslichen und unvergessenen Hennes Weisweiler. In der Doku habe ich schön in Erinnerungen geschwelgt und natürlich an legendäre Momente wie das selbst eingewechselte Netzer-Tor zum Pokalsieg gedacht.

Der Witz ist so schlecht, dass er schon wieder gut ist. „Sepp Maier hat seinen Hund verkauft.“ – „Warum das denn?“ – „Er hat ihn gefragt, wer der beste Torhüter der Bundesliga sei. Und der Hund hat ,Kläff, Kläff‘ geantwortet.“

Fußball: In Sachen Spaß kommt Kleff sogar an Maier vorbei

Darin unterscheiden sich ECM- und DMS-Anwendungen

18. September 2020 Posted by Alexander Kühn

Zwei Kürzel, zwei Bedeutungen, diverse Gemeinsamkeiten. Doch was steckt hinter den sechs Buchstaben ECM und DMS und wer braucht das überhaupt? Diesen Fragen sind wir nachgegangen und haben zahlreiche Antworten gefunden. Hinter den Abkürzungen DMS und ECM verbergen sich viel mehr als nur zwei häufig verwendete Akronyme. So steht DMS für Dokumentenmanagementsystem, ECM hingegen bedeutet […]

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Erste Eindrücke von WatchOS 7 und iOS 14: Einiges geht auf der Apple Watch 3 nicht – die neuen Widgets auf dem iPhone gefallen mir

18. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Wenn der alte Mann beim Tennis stolpern und stürzen sollte, merkt und meldet es meine Apple Watch 3 nicht.

Sodele: WatchOS 7 ist nach langer Installation (gefühlte Tage, real wohl zwischen 2 und 3 Stunden) auf meiner Apple Watch der 3-er Serie. Und mein iPhone X wurde zuvor auf iOS14 aktualisiert. Böse gesagt warte ich jetzt auf die ersten Patches, die üblicherweise kurz nach dem Erscheinen eines großen Releases raus kommen, weil meist Sicherheitslücken und Fehler entdeckt werden.

Zur Apple Watch und dem neuen Betriebssystem-Release: Ernüchterung und etwas Enttäuschung macht sich breit, denn einige der angepriesenen Funktionen der Helath-App gehen auf der Watch 3 eben nicht: kein EKG oder keine Kontrolle beim Händewaschen. Hat bestimmt irgendwo in den Ankündigungen gestanden, aber ich habe es überlesen. Immerhin wird jetzt mein Schlaf „überwacht“. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und ich bin gespannt, wie lange ich standhaft bleibe und keine neue Uhr kaufe. Immerhin hat meine Frau fallen gelassen, dass sie auch Interesse an der Watch wegen der Fitness App habe. Und die geht ja auch auf der 3-er Serie … Nein, Stefan, bleib vernünftig.

Sonst habe ich nach einem Tag Nutzung bisher keine wesentlichen Unterschiede feststellen können, habe aber auch nicht der Möglichkeit herum gespielt, meine täglichen Steh- und Traningssziele individuell anzupassen. Das passt alles bei mir noch.

Und dann ist da noch iOS14 auf dem iPhone. Wie würde meine Frau sagen: Müssen die schon wieder die Benutzung ändern? Ich habe iOS 14 zum Anlass genommen und meine Apps mal aufzuräumen und neu zu gruppieren. Auch spiele ich gerade mit den Widgets herum, die es allerdings noch nicht für alle Apps gibt. Ein Feedly-Widget wäre beispielsweise nett. Mal schauen, ob ich mich auf Dauer mit der neuen Anordnung anfreunden kann. Erst einmal gefallen mir die Konfigurationsmöglichkeiten sehr gut und ich werde versuchen, weiter zu optimieren und Ballast los zu werden.

Anwendungen wie Microsoft Word oder auch Numbers und andere habe ich in die neue App Mediathek geschoben. Ganz ehrlich: Ich kann mich nicht erinnern, wie oft ich Tabellen. lange Texte oder Präsentationen auf dem iPhone genutzt habe. So sind die Apps weiter da, belegen aber nicht mehr einen Home Screen.

Viel weiter bin ich in neue Funktionen von iOS14 noch nicht abgetaucht oder habe sie „erfahren“.

Was haben Fußball und die Hybrid Cloud gemeinsam – IBM CTO Heinz-Joachim Schmitz sicher nicht wie Flasche leer

17. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Es war ein etwas anderer Beitrag im IBM Livestudio Magazin am 15. September: Es ging um Parallelen zwischen Fußball und der heutigen modernen IT. Dabei haben wir die Idee und einen Vortrag aufgegriffen, den der IBM CTO (Chief Technology Officer) Heinz-Joachim Schmitz zur Eröffnung der neuen Düsseldorfer IBM Niederlassung im Dress von Fortuna Düsseldorf in Erstliga-Zeiten von Trainer Friedhelm Funkel und Manager Lutz Pfannenstiel gehalten hat.

Diesen Talk haben wir nun aus Zeitgründen stark vereinfacht und in etwas mehr als 15 Minuten gepackt. Was Heinz-Joachim nicht wusste ist, dass ich meine Moderation und meine Fragen mit bekannten Fußballphrasen und -sprüchen von Giovanni Trapattoni bis Bruno Labbadia ausschmücken würde. Und er wusste nichts von der Zuschaltung des Videokellers von Lars Basche in Siegburg. Hier das Gespräch:

Und hier zwecks bierernster Dokumentation den Quellennachweis: „Aus der Tiefe des Raums“ ist kein Spruch, sondern der Titel der Biographie eines meiner Fußballidole, von Günter Netzer, der mich – wenn ich es überhaupt noch nachvollziehen kann – für Fußball und meine Fohlen begeistert hat. Und es war Titel einer Sonderausstellung zu Ehren seines 75. Geburtstages.

„Zuerst hattet Ihr keine Fortuna, kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu“ wiederum ist Abwandlung eines Spruchs von Jürgen Wegmann. „Und die Karten sind nun neu gewürfelt“ stammt von Oliver Kahn. „Die gut intrigierte Gruppe“ hat unser aller Loddar Matthäus von sich gegeben.

Und dem Fußballexperten und versierten Taktiker Heinz-Joachim musste ich natürlich Giovanni Trappatoni mitgeben: „Fußball ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding.“ Schließlich stammt „Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien“ von Andreas Möller. Als Reminiszenz an gute, alte Zeiten dann natürlich noch vom Düsseldorfer Kulttrainer Alexander Ristic: „Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich.“ Hey, hey, hey, hier kommt Alex (oder Aleks) mit den Toten Hosen.

Und ja, Heinz-Joachim hat das Thema Fußball und IT wirklich frei nach Bruno Labbadia „hochsterilisiert“. Und eines ist für mich nach unserem augenzwinkernden Talk auch klar: Heinz-Joachim ist ganz sicher nicht wie Flasche leer. Gerne gehe ich mit Dir in die Verlängerung und sogar das Elfmeterschießen. Wir haben ja noch nicht einmal über automatisierte Abläufe auf den Flügeln und am Arbeitsplatz oder andere Themen gesprochen. „Wir hatten fertig“ mit dem schon mal zitierten Giovanni Trapattoni. Und wer diese und noch viele andere Zitate bekannter und weniger bekannter Fußballgrößen nachlesen möchte, der kann dies beispielsweise hier tun.

Und kurz nach unserem Talk bin ich dann mal wieder über Michael Kroker auf diese aussagekräftige Infografik gestoßen, die zu den ernsteren Part unseres Gesprächs passt. Nach einer von NetApp bei IDC in Auftrag gegebenen Studie arbeiten neun von zehn deutschen Unternehmenim Zuge der digitalen Transformation mit oder an neuen Geschäftsmodellen. Und die Cloud gilt als die Grundvoraussetzung für die digitale Transformation und datenbasierte Geschäftsmodelle.

(Stefan Pfeiffer)

Auto-Notizen: Volkswagen mit der ID-Serie auf dem Weg zum Marktführer und Weltauto?

16. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Ganz nett, die Kiste, aber kein Sportwagen, so könnte man Elon Musk zitierten, der dieser Tage bei einem Blitzbesuch in Braunschweig einen VW ID.3 „testfahren“ konnte. Und die ersten Wagen sind jetzt endlich nach Verzögerungen an Kunden ausgeliefert worden. Wird der ID.3 nun das, was Käfer und Golf vorgemacht haben? Ein weltweiter Erfolg und Standard. Man wird sehen. Keine Auto-Notizen, ohne Ferdi Dudenhöffer Zitat und Kommentar. Der sieht es durchaus als möglich an, dass VW 2021 oder 2022 an die Spitze vorstoßen könne. Der ID.3 sei die Zukunft von VW.

Eine Studie des Chemnitz Automotive Institute ist optimistischer, vielleicht zu optimistisch? Demnach werde Volkswagen die Marktführer Tesla und Renault noch dieses Jahr in Europa ablösen. Und bis 2025 werde jeder vierte in Europa gebaute Pkw ein Stromauto sein, die Hälfte davon produziert in Deutschland. Das würde ja Hoffnung machen.

ID.3: Zwiespältige Kritiken und Testfahrten …

Zurück zum Id.3: Natürlich sind die ersten Kritiken zwiespältig. Die einen reden von Qualitätsmängeln und zu großen Spaltmaßen – Moment, das hatten wir doch immer von Tesla gehört -, und von nicht VW-konformer Qualität und Verarbeitung: „Ohne Frage ist ein Golf 8 das wohnlichere Auto – aber eben auch das lautere und engere.“ Die anderen sehen aber durchaus eine reelle Chance, dass der ID.3 und die zugrunde liegende Plattform Modularer Elektrifizierungsbaukasten (MEB) Volkswagen wieder nach vorne bringen wird.

Und der nächste VW auf dieser Basis wird wohl noch im September angekündigt: der ID.4, ein SUV, was auch sonst in diesen Zeiten. Ein SUV vor allem für den internationalen Markt, ein Weltauto? Da bin ich mir angesichts der Erfolge von SUVs in Deutschland gar nicht so sicher. Auf jeden Fall fällt er wohl im Vergleich mit dem 4,26 Meter langen ID.3 mit seiner Länge von 4.60 Meter größer aus. Mir ganz persönlich vielleicht zu groß. Na ja, mein derzeitiger A4 Avant ist. noch länger.

… aber günstiger als Golf und Konkurrenz?

Und was sagt der mächtige Automobilverband ADAC? Laut Autokostenvergleich liegt der ID.3 bei den Kosten gemessen an Cent pro Kilometer gegenüber dem konventionellen“verbrennenden“ Golf, aber auch gegenüber den Wettbewerbern von Tesla, Nissan oder Hyundai vorne.

Und wie sehen das die potentiellen Käufer? In einer Umfrage auf Auto Motor Sport tendieren bei der Frage Golf oder ID.3 zum Golf:

Nun kann man sagen, das seien halt die Leser von Auto Motor Sport und deshalb nicht repräsentativ. Insgesamt scheint aber die Akzeptanz zuzunehmen und das sieht man nicht nur an den stark steigenden Zulassungszahlen.

© Copyright bei WELT

Ja, es ist noch ein weiter Weg, bis die E-Autos zahlenmäßig in die Regionen der Benziner und Diesel vorstoßen, aber man scheint endlich Gas zu geben in den Zulassungszahlen. „Die Deutschen entdecken ihre Libe zur Elektromobilität„, titelt die Welt. Meine Tendenz ist klar: Ich werde mir den ID.3 anschauen, auch mal den ID.4. Und ich werde vor allem verfolgen, wie der ID.3 in der Praxis abschneidet.

Mangelhaft: Transparenz in den Preisen und Ladeinfrastruktur

Jenseits von Modellen wirft Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin, einen sehr kritischen Blick auf das, was VW und Konsorten derzeit an den „E-Lade-Tanksäulen“ abziehen. Er nennt es Abzocke …

Im 16 Minuten langen YouTube-Video nimmt Quaschning die Preise von Ionity und ENBW auseinander. Um konkurrenzfähig zu sein, müsse der Preis unter 40 Cent/Kilowattstunde liegen. Wer lange Strecken fährt, der könne derzeit eigentlich nur Tesla fahren. Wer aber über Nacht daheim laden kann und eben keine Kilometer schrubbt, gerade für die:den ist das E-Auto durchaus die Alternative. Empfehlung: Das gesamte Video auf YouTube angucken

Die deutschen Autohersteller hätten vergessen, eine konkurrenzfähige Ladeinfrastruktur aufzubauen, so Quaschning. In dieses Horn stößt auch der Chef der Denkfabrik Agora Energiewende, Patrick Graichen in einem Interview mit der FAZ:

Und das Laden?

Das ist nur noch knifflig, wenn man in Mehrfamilienhäusern ohne Garage mitten in der Stadt wohnt und es auch am Arbeitsplatz keine Stromsäule gibt. Was wir brauchen, ist eine dritte Komponente, nämlich E-Tankstellen wie heute herkömmliche Tankstellen. Mit Schnellladern könnte man in 20 Minuten 200 bis 300 Kilometer Reichweite sicherstellen. E-Tankstellen müssten da hin, wo man sie direkt ans Mittelspannungsnetz hängen kann.

Aber wollen die Autofahrer überhaupt E-Fahrzeuge?

Immer mehr wollen das, aus ökologischen Gründen und wegen der Anreize. Schauen Sie nach Norwegen, da laufen schon 70 Prozent der Neuwagen mit Strom. Deutschland hinkt noch hinterher, aber ich bin optimistisch, dass der Durchbruch kommt. Getrieben übrigens auch von der Industrie selbst. Nochmal: Das Schicksal der deutschen Autobauer hängt davon ab, dass sie die Energiewende in ihrer Branche hinkriegen.

„Der Autoindustrie bleibt nur die Flucht nach vorn“ – FAZ

Infrastruktur ist wohl kein deutsches Thema (mehr)?

Mit Infrastruktur scheinen wir es in Deutschland einfach seit Jahrzehnten nicht mehr zu haben, scheint es, von der Breitband- und Glasfaser- bis jetzt eben zur Ladeinfrastruktur. Unternehmen und auch Politik versagen. Nicht umsonst schreibt ein Sascha Lobo vom Digital Fail State, wo es reicht, dass etwas mehr schlecht als recht funktioniert.

Und hier noch einige Tweets zum Themenkomplex:

(Stefan Pfeiffer)

Kluges aus der Mitte

16. September 2020 Posted by Alexander Kluge


Mehr als ein halbes Jahr liegen jetzt zwischen Ankündigung für Buch und Podcast. Dann kam Corona, und plötzlich sieht die Welt anders aus. Vor einem Jahr noch jagen wir von Auftrittsort zu Workshop-Termin, die Bahncard im Anschlag und den Koffer gepackt. Heute kaum mehr vorstellbar, das Leben hat ein andere Geschwindigkeit, viele Dinge müssen wir neu denken und ausprobieren, nichts ist mehr wie es die letzten Jahre war.

Es gab also kaum eine bessere Fügung, als dass wir uns nun um Buch und Podcast kümmern konnten. Unser Buch ist im letzten Monat erschienen, und wir freuen uns über so viel Zuspruch und positive Rückmeldungen. Und der aus dem Buch heraus entstandene Podcast hat schon tausende Hörer gefunden – für uns ein riesiger Erfolg. Daraus ergeben sich wieder so viele neue Möglichkeiten, und wir sind selber gespannt, wohin uns die Reise als Konsorten jetzt führen wird. Es ist offenbar nie zu spät, alles nochmal neu zu denken.

5 konkrete Anwendungsfälle: So setzen Hotels Chatbots trotz Corona erfolgreich ein

16. September 2020 Posted by Johannes

5 Wege, um den Aufenthalt in Ihrem Hotel mithilfe eines KI Chatbots von assono noch angenehmer und sicherer zu gestalten.

Microsoft Ignite 2020 virtuell

15. September 2020 Posted by Gerda Marx

Im Herbst trifft sich die Microsoft Community virtuell auf der Microsoft Ignite. In der einwöchigen Veranstaltung zeigt Microsoft einen Ausblick auf die aktuellen und kommenden Technologien. Aufgrund der Corona Pandemie hat Microsoft diese Veranstaltung von einer einwöchigen lokalen Veranstaltung auf eine zweitägige virtuelle Veranstaltung umgeplant. Die Microsoft Ignite 2020 wird [...]

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Das Warntag-Debakel, Deutschland kann nicht mehr Infrastruktur und Wein im Netz als Digitalthemen der Woche bei #9vor9

15. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Eigentlich sollte es heute flauschig werden bei #9vor9. Pünktlich zum Start miaute auch Kater Toni im Hintergrund, der aber dann von dem Lars seinem Thema vertrieben wurde. Lars hat uns mit dem Debakel rund um den Warntag 2020 die Laune verdorben. Wieder ein Zeichen, dass wir Deutschen digital noch nicht so im Griff haben, wie es sich heutzutage gehört. Sascha Lobo spricht gar vom Digital Fail State, in dem es genüge, wenn etwas einigermaßen funktioniert. Beim Warntag hat es nicht einmal einigermaßen funktioniert.

Deutschland kann nicht mehr Infrastruktur

Wenn ich mich so umschaue, scheinen wir Deutsche es nicht mehr mit Infrastrukturthemen zu haben. Weder die Infrastruktur für den Warntag funzt, noch bekommen wir einen vernünftigen Breitbandausbau oder eine E-Lade-Infrastruktur in gebotener Geschwindigkeit hin.

Ich hatte mir dann mein Flauschthema Wein zurechtgelegt. Wie steht es in der Weinbranche, bei Winzern und Weingütern denn so mit der Digitalisierung insbesondere im Vertrieb und Marketing? Mir scheint, so weit ist noch nicht her damit. Zumindest mal haben einige Weingüter oder auch Onlinehändler in Corona-Zeiten mit Online-Weinproben reagiert, die durchaus ein Publikum gefunden haben. In meinem Freundeskreis war die Lust darauf nicht vorhanden. Da will man doch lieber gemeinsam analog Wein probieren und trinken.

Wein online: Unübersichtliche Vielfalt und wo sind die vertrauenswürdigen Wein-Blogger …

Also dann im Schnelldurchgang durch die digitale Weinwelt: Auch hier gibt es große Onlinehändler, aber noch ist der Markt sehr vielfältig und divers. Nach meiner Wahrnehmung gibt es trotz einiger Branchenriesen wie Hawesko nicht den einen dominierenden Weinhändler im Netz. Und der kostenlose Tipp für den Biertrinker Lars, wenn er Wein kaufen will: Geh zu Deinem lokalen Weinhandel vor Ort und lass Dich dort beraten. Und wenn es schon der Supermarkt sein muss (eigentlich nicht der Ort, um Wein zu kaufen), dann kannst Du eine App wie Vivino nutzen, das Etikett abfotografieren und Dir die Bewertungen anschauen.

… die man auch noch versteht

Und wie sieht es mit Social Media und einer Wein-Blogosphere aus? Eher dünne. Auch in der Weinwelt scheinen mir die Mehrzahl der Weinblogs eingeschlafen oder eingestellt zu sein. Leuchtturmprojekte wie die Weinbesprechungen von Dirk Würtz – dem Sascha Lobo der digitalen Weinwelt – auf Stern.de existieren nicht mehr. Auf Twitter sind in Deutschland wenige Weinliebhaber wirklich aktiv. Das mag auf Instagram und Facebook anders sein. Doch fehlt es meiner Wahrnehmung nach an den vertrauenswürdigen Weinexperten, den Influencern, die jenseits kommerzieller Interessen und nicht zu weinseliger und blumiger Sprache auch mal den Laien Empfehlungen geben. Generell gelten auch in der Weinbranche die gleichen Regeln für Social Media und Onlinepräsenz, wie sie in der Technologiewelt und anderswo zu beobachten sind. Ich werde mich auf jeden Fall weiter mit dem Thema auseinandersetzen, das wohl eher keinen Widerhall auf einer Plattform wie LinkedIn findet, lieber Lars. Also bleibe ich hier in meinem privaten Blog.

Und auch hier nochmals der Hinweis auf VinVenture, ein Crowd Funding-Projekt für junge Winzer: „VinVenture – Abenteuer Wein versteht sich als Mitmach-Netzwerk, welches Weinenthusiasten, Profis und Winzer gleichermaßen zusammenbringt und dabei einen Blick hinter die Kulissen der Weinbereitung bietet.“

Last but not least: Kurz haben wir nochmals die mögliche „Technologiepartnerschaft“ zwischen Oracle und Bytedance bzw. Tiktok und das Scheitern von Microsoft gestreift. Schauen wir mal, wie es dort weiter geht.

Und natürlich gibt es #9vor9 auch wieder als Podcast auf den bekannten Plattformen und hier im Netz.

(Stefan Pfeiffer)

Project Eleven: Get the Most Out of Domino with Easy Direct Upgrades

15. September 2020 Posted by Luis Guirigay

HCL is fully committed to enabling you and your organization to maximize the value you get from the Domino and Sametime platforms today and in the future.  

In the latest release of Domino v11.0.1, we’ve delivered innovative new capabilities such as low-code app dev and integration with Microsoft Active Directory. We’ve also launched a brand new Sametime meetings solution over the last two yearsThe response from customers and business partners has been unanimously positive  

Today, we’re excited to announce, “Project Eleven,” a new program designed to help every Domino and Sametime customer running on releases prior to v11 have a smooth upgrade experience. As part of the HCL Digital Solutions Academy, Project Eleven’s goal is to enable you to 

  • Go straight to Domino v11.0.1HCL now supports direct upgrades from any of Domino version prior to v11. Whether you’re on v8, v9, or older, you can go straight to v11.0.1 with no additional steps necessary.
  • Experience the latest version of Sametime risk-free: Secure meetings and data privacy are the most important features in today’s environment. Sametime meetings runs on Cloud Native technologies allowing you to auto scale as needed. Experience our brand new, highly secure, scalable video meetings and enterprise chat risk-free.
  • Augment your skills todayAttend our online training sessions and get best-in-class support and training from a technical advocate in your local language. We’re rolling out more than 40 webinars and workshops and new articles, cookbooks, and help guides.
  • Speak to a technical expert: Schedule an appointment with one of our highly skilled technical advisors to understand your options and create an upgrade plan that’s right for you 

 Check out the new Project Eleven webpage to find all the resources you need to make your upgrade worry-free. 

 

                                         

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HCL Connections V7 Preview

14. September 2020 Posted by Gerda Marx

Am 09.09.2020 wurde von HCL die HCL Connections V7 Preview freigegeben. Um die Pre-Release Version zu testen, müssen Sie sich bei HCL anmelden. In dieser Test-Version können Sie sich einen Eindruck verschaffen, wie das neue Connections V7 aussehen wird. Auch die neuen Features wie die Einbindung von MS Teams [...]

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Wein-Notizen: Sekt aus dem großen Rotweinglas, zwei Online-Projekte und Blogs und Riparbello aus der Toskana

13. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Wieder einige Notizen rund um meine kleine Wein-Welt. Letztes Wochenende haben wir an zwei Abenden nochmals Freunde eingeladen. Noch können wir im Spätsommer oder frühen Herbst auf Balkonien sitzen und das nutzen wir natürlich aus. Mit einem befreundeten Paar haben wir einen Griesel Rosé Sekt von der Bergstraße getrunken, mit den anderen Freunden einen Wilhelmshof Rosé Sekt aus der Pfalz. Beides sind bekannte, renommierte, preisgekrönte Weingüter, deren Produkte wir mögen. In der Nachbetrachtung ist dann bei uns der Griesel Rosé Sekt besser weggekommen. Er erinnert noch mehr an Champagner, hat diesen kleinen typischen Nachgeschmack, schien noch etwas feiner und tiefer.

Sekthaus Griesel und ein Podcast mit dem „Macher“ Niko Brandner

Dazu passend habe ich die Woche dann das Gespräch mit Niko Brandner vom Sekthaus Griesel im Wein Podcast von Cork Bordell – welch ein Name – gehört und viel gelernt. In über einer Stunde lerne ich viel über Sekt machen und natürlich den Winzer. Hängen bleibt auf jeden Fall, dass man Sekt nicht zu kalt trinken sollte und durchaus ein Rotwein-Glas einmal angemessen sein kann, damit sich der Sekt auch entfalten kann. Einfach mal rein hören. Der Podcast ist vom 4. Juni 2019. Offenbar sind seitdem von den Darmstädtern keine weiteren Folgen produziert worden? Schade. Auch im Blog scheint Ruhe zu herrschen.

Um zum Sekthaus Griesel: Ich werde eh die Tage mal wieder in die Grieselstraße nach Bensheim fahren müssen, um „nachzutanken“.

Interessantes Online-Projekt: Wein-oder-Wahrheit

Wie gesagt, schade, dass bei Cork Bordell Ruhe herrscht. Doch ich bin noch auf ein anderes Online-Projekt aufmerksam geworden, das ich zu verfolgen begonnen habe: Wein-oder-Wahrheit

Im Sommer letzten Jahres ist die Idee von Wein-oder-Wahrheit entstanden, um eine Alternative zu den bereits etablierten Weinkritikern zu bieten, die oft zu Testergebnissen kamen, die für uns nicht nachvollziehbar waren. Wichtig war aber immer auch, dass es ein leckeres Essen zu dem Wein gab und wir in geselliger Runde auch mal das ein-oder andere Thema diskutieren konnte.

One great year – Die Highlights

Derzeit finde ich es noch etwas unübersichtlich, aber vielleicht fuchse ich mich noch rein. Mal schauen, wann ich hier mal den Empfehlungen folge.

Riparbello: Seit vielen, vielen Jahr Wein, Olivenöl, Grappa und Acceto aus der Toskana

Erwähnen möchte ich noch ein toskanisches Weingut, dessen Produkte wir nun schon seit vielen, vielen Jahren konsumieren: Manfred Beiwinkel oder das Weingut Riparbello. Manfred betreibt seit 1982 mit seiner Familie das Weingut und kommt in der Regel ein- bis zweimal im Jahr vorbei und bringt seinen Wein, seinen Grappa, sein geniales Olivenöl und Acceto Balsamico vorbei*. Öl und Acceto sind bei uns in der Küche nicht weg zu denken. Der goldgelbe Grappa ist ein Genuss. Beim Wein hatte ich eine kleine Pause angelegt, da bei einem Jahrgang der Kork etwas zu müffeln schien (und ich auch neue Weine probieren wollte).

Wir betreiben mit naturnahen Methoden biologisch – organischen Anbau nach den Richtlinien des AIAB, Toskana Verbandes der italienischen Biobetriebe. …

Da die Weine nur vor der Flaschenfüllung gefiltert werden und nicht pasteurisiert oder kältestabilisiert sind, kann sich in der Flasche eine Ablagerung bilden, die sich aus natürlichen Stoffen der Trauben zusammensetzt. Wir legen Wert auf unverfälschte, jahrgangstypische saubere Weine, die wir keiner speziellen Bearbeitung oder Verschnitt mit anderen Weinen unterziehen. Wir verzichten lieber auf das Gütesiegel des Consorzio Putto und die D.O.C.G Anerkennung, die an starre Regeln gebunden sind, und erhalten die Charakteristik des Jahrgangs.

Riparbello

Jetzt habe ich wieder den Cabernet (80 % Cabernet, 20 % Sangiovese) und den neuen Il Nerone (80 % Sangiovese, 20 % Cabernet Sauvignon) bestellt und probiert. Der Il Nerone ist wohl der erste Rotwein, den Manfred Sohnemann „gemacht“ hat. Eiun kräftiger Roter, der sicher von der männlichsten aller Trauben, Sangiovese, geprägt ist. Gerne wieder. Beide Weine liegen zwischen € 11 und € 14, also in erschwinglichen Bereichen.

VinVenture: Ich taste mich in das Projekt hinein und verstehe es noch nicht so ganz

Über VinVenture habe ich hier im Blog ja schon berichtet. Unterdessen ist auch ein Begrüßungspaket angekommen: eine Flasche Sekt Was lange gärt, wird richtig gut, 36 Monate Flaschengärung, handgerüttelt von der Mosel, wie auf der Flasche steht. Wir sind gespannt. Auf jeden Fall schon einmal gutes Marketing. Dann gab es noch VinVenture-Pin und eine Begrüßungskarte mit meinem Gutschein für meinen Weinkauf.

Wie es jetzt genau weitergeht, habe ich noch nicht so verstanden. Im Patenverzeichnis stehe ich wohl noch nicht, wie ich „meinen“ Winzer:in auswählen kann, ist mir auch noch rätselhaft, und wann die 10 % Rabatt auf Einkäufe gewährt werden? Bald, laut Begrüßungskarte.

Die Videos (mit Carsten Henn) und Texte über die sechs Winzer:innen, die gefördert werden sollen, habe ich mir auf jeden Fall schon einmal angeschaut und ich favorisiere derzeit zwei Winzer:innen: Sina Mertz aus Eckselsheim in Rheinhessen mit den Weinbergen im und am uralten Brandungsriff. Sie will ein Projekt mit der Scheurebe machen, eine Rebsorte, die mir mal gefällt, mal einfach zu dünn schmeckt. Und den „Rocker“ Christian Bernhardt aus Ellerstadt in der Pfalz, der Rotwein-Ciuvées machen will. Und Selbstvermarktung und Wein auf Konzerten klingt natürlich auch gut. Ellerstadt, da fällt mir natürlich noch Markus Schneider ein, da denke ich an Studier oder Kesslering. Ich werde einfach mal meinen Gutschein und etwas mehr auf den Kopf hauen und Weine der beiden probieren. Mal schauen, wie es dann weiter geht. Wie geschrieben: Alles noch etwas mysteriös.

Und es wird weiter probiert …

Und dann noch eine Rückmeldung: Auf Empfehlung von Capatain Cork in seinem Newsletter vom 27. August habe ich den Chateau D’Aurilhac Cru Bourgeois von 2016 bestellt (Preis ca. 15 ), den er empfohlen hat. Hier war ich etwas enttäuscht. Eher Durchschnitt und ich habe den beschriebenen Nachhall nicht wirklich schmecken konnte. Er war mir zu platt. Aber Geschmack ist eben individuell und der Captain und die Mannschaft haben mir ja auch schon sehr gute Tipps gegeben wie den Château Pierrail Bordeaux Supérieur.

(Stefan Pfeiffer)

* Es gibt aber auch ein Lager hier in Deutschland in Römerberg, von wo aus versandt wird.

HCL Connections v7 Software Preview Now Live

10. September 2020 Posted by Adam Gartenberg

We know you’re anxious to get your hands on the new Connections software release due out later this year. We are excited to share that our hosted Connections v7 preview site is now live.

Sign up now and you’ll be able to try out pre-release software for our new tailored experience Community features, integration with Microsoft Teams and SharePoint, and more. You will also have a chance to provide feedback to the development team and get your questions answered.

Our new capabilities featured in the Connections v7 preview include:

Delivering a tailored Community experience

  • Reusable templates to get teams up and running faster.
  • Improved Community layout options for a more customized experience.
  • Simplified Community creation to save time getting started.

Enhanced Microsoft ecosystem support

  • Link Microsoft Teams and your Communities for a more seamless experience.
  • Access SharePoint files/folders without leaving your Connections application.

Easily print Connections content or save as a PDF file

Don’t miss your opportunity to test drive our new functionality in this software release preview. And remember to provide your feedback to us.  Our customers are an integral part of our product evolution, and your feedback is invaluable to our continued commitment of delivering the best collaborative solution in the market.

Register Now for the Connections v7 preview:  https://hclsw.co/cxn-7-pre

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Auto- oder besser Tesla-Notizen: Börsenwert, Innovationsvorsprung, Qualität und warum man noch keine Werbung schaltet

9. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Dreht sich eigentlich die ganze Autoindustrie nur noch um Tesla. Wenn man die „Auto-Nachrichten“ verfolgt gewinnt man zumindest diesen Eindruck. Nicht nur heise online berichtet über den Kurssturz:

Noch am 7. September schreibt car.IT über die goldenen Zeiten bei Tesla, den hohen Aktienkurs und die Risiken, falls der Innovationsvorsprung schrumpft oder Qualitätsmängel überhand nehmen und zitiert dazu Laut eine J.D.-Power-Studie, nach der die fehleranfälligsten Autos baue.

Apropos Qualität: Natürlich darf auch in diesen Auto-Notizen, nahezu Tesla-Notizen auch Ferndinand Dudenhöffer nicht fehlen. Anläßlich des Erscheinens der Mercedes S-Klasse sagt er zum SWR, dass der Mercedes EQS, das Topmodell der Elektrobaureihe, entscheide, wie gut Daimler zu Tesla stehe.

Die Wirtschaftswoche wiederum widmet sich dem Thema Tesla, Marketing und Werbung. Demnach setzt Elon Musk derzeit vor allem auf drei Säulen:

  • auf sich selbst und Twitter, wo seine Nachrichten verbreitet werden und er entsprechende Aufmerksamkeit genießt,
  • auf Pressearbeit, Public Relations,der Besuch in Deutschland ist ja ein gutes Beispiel und
  • und auf seine Fangemeinde, die Mundpropaganda für Tesla macht.

Das wird, so die Wirtschaftswoche bald nicht mehr genügen, um sich gegenüber den Wettbewerbern zu differenzieren. Die erste Werbekampagne wird kommen: „Irgendwann sollten wir wahrscheinlich Werbung machen“, schrieb Musk jetzt.

Und wie sehr der Name Musk zieht, hat sich ja gerade bei seinem Deutschland-Besuch gezeigt;

Und natürlich geht sein Besuch bei Volkswagen, die Probefahrt mit dem ID.3 durch die Presse, die Spekulationen schießen ins Kraut und auf tagesschau.de wird getextet „VW: Kein Deal mit Tesla“. Bei all der Aufmerksamkeit muss sogar der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann eine Lanze für die deutsche Autoindustrie brechen:

Während Tesla hochsubventioniert seine Fabrik in Brandenburg gerade erst baut, wird 200 Kilometer südlich im Zwickauer VW-Werk bereits E-Mobilität produziert, in deutlich höheren Stückzahlen.

Probefahrt für Musk: VW: Kein Deal mit Tesla | tagesschau.de

Und jenseits der Diskussion und auch teilweise des Hypes um Musk und Tesla sind derzeit dunkle Wolken über der deutschen Automobilindustrie und vor allem auch den Zulieferern deutlich zu sehen, wie das Handelsblatt mit Bezug auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) oder auch EY analysiert.

Von wegen digitale Souveränität und großer Wurf: Wie die deutsche Verwaltung unter anderem von Word- und Excel-Makros abhängig ist | Digitalthemen bei #9vor9

8. September 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Der Herr mit den unsäglichen Aussagen und eben solcher Frisur hat heute in hohem Maße die Digitalthemen der Woche dominiert. Lars hat Facebook, Twitter & Co und die anstehenden US Wahlen auf der Pfanne: Facebook will kurz vor US-Wahl keine neue Politwerbung annehmen, so berichtet (nicht nur) Zeit Online. Sicherlich wird es in den kommenden Wochen spannend, gerade auch, wenn man sich die letzten Wahlen entsprechend anschaut. Schlimmer geht nimmer? Oder etwa doch.

Mein Thema wurde durch die ct beziehungsweise heise online in entsprechenden Beiträgen und einem Video-/Podcast inspiriert. heise ist weiter gefühlt die einzige IT Publikation, die sich konstant mit Open Source und digitaler Souveränität Deutschlands kritisch auseinander setzt. Jan Mahn Christian Wölbert eröffnen ihren Beitrag wie folgt:

Washington, Herbst 2020: In der heißen Phase des US-Wahlkampfs verschärft Donald Trump die Sanktionen gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 und verbietet amerikanischen Digitalkonzernen die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen in Deutschland. Kurz darauf verlieren Hunderte Behörden, Krankenkassen und Schulen den Zugriff auf Cloud-Dienste wie Microsoft Office 365, Google Docs und Cisco Webex.

Die riskante Abhängigkeit der Bundesrepublik von amerikanischen IT-Riesen | heise online

In den einigen Beiträgen nehmen die Redakteure die lange bestehende Abhängigkeit der deutschen Verwaltung vom Betriebssystem Windows, von Microsoft Office insbesondere mit tausenden von Excel- und Word-Makros, vom Active Directory, das die Administratoren zu lieben scheinen, und von Fachanwendungen, die nur unter Windows laufen, aufs Korn. Und das sind Themen, die quasi schon Jahrzehnte bekannt sind und wo sich gefühlt nichts oder nur sehr wenig ändert. Die ganze Situation scheint sich jetzt noch durch die Bewegung in die Public Cloud oder einer quasi Private Cloud von Microsofts Gnaden zu verschärfen, wie heise korrekt umschreibt.

Die Grafik der ct zum Thema Digitale Souveränität – Die Beiträge sind im Heft und auch online unter heise+ gegen einen entsprechenden Obolus verfügbar.

Hier sei auch nochmals auf das 2019 veröffentlichtes Gutachten von PricewaterhouseCoopers (PwC) (PDF) verwiesen. Schauen wir mal, ob die neue Abteilung für digitale Souveränität etwas spürbar verändern wird. Uns – Lars und mir – scheint der politische Wille zu fehlen. Und die föderale Struktur trägt offensichtlich auch ihren Teil bei.

Thomas Bönig, „Chief Digital Officer“ der Stadt München, die ja mit LiMux eine never ending Story zu produzieren scheint, fordert auf heise online:

Zielführend wäre es, wenn der Bund zusammen mit der europäischen Industrie zwei oder drei zertifizierte Betriebssysteme vorgibt, die in der Verwaltung eingesetzt werden können und die von allen Herstellern von Fachverfahren unterstützt werden müssen. … Dann können wir als Kommune frei wählen, ohne abhängig von einem einzigen Konzern zu sein.

Woran LiMux scheiterte und was wir daraus lernen können | heise online

In Frankreich beispielsweise scheint sich, so eine neue Studie des European Center for Digital Competitiveness (ESCP) zur digitalen Wettbewerbsfähigkeit, deutlich mehr zu tun. Macron hat sich das Thema Digitalisierung auf die Trikolore geschrieben. Er hat die digitalen Hosen an. Christian Wölbert bemängelt, dass der große Wurf der Bundesregierung immer noch ausstehe:

Der Bundesregierung fehlen offensichtlich Mut und Kraft, die verkorkste IT-Konsolidierung noch einmal neu auszurichten – und ernsthaft auf Open Source zu setzen.

Kommentar: Der „große Wurf“ zur „digitalen Souveränität“ bleibt aus | heise online

Braucht es etwa doch das Digitalministerium, wie unser Freund Gunnar Sohn schon lange fordert? Muss unsere Staatsministerin Doro Bär nicht nur das digitale Dirndl anziehen, sondern endlich auch die entsprechenden Befugnisse bekommen?

Und in rührseliger Erinnerung unser Talk zum Thema Open Source „Freier Code für freie Bürger“ im IBM Livestudio in Berlin vom vergangenem Jahr mit Stephan Dörner, Chefredakteur von t3n Online, Saskia Esken, damals Bundestagsabgeordnete der SPD und Mitglied in der Arbeitsgruppe der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“, dem Blogger Michael Seemann und mit Peter Ganten, Vorsitzender der Open Source Business Alliance.

Und natürlich gibt es #9vor9 auch wieder als Podcast auf den bekannten Plattformen und hier im Netz.

(Stefan Pfeiffer)