Posts Tagged: ‘Künstliche Intelligenz’

Deutsche Unternehmen tun sich noch schwer mit Künstlicher Intelligenz oder sind sie global gesehen auf Augenhöhe und in vielen Bereichen sehr aktiv? Zwei Studien

15. Juni 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Dieser Tage bin ich über zwei Studien und Umfragen zum Thema KI gestolpert, die ich. einmal nebeneinander stellen will. Der Bitkom hat mal wieder eine telefonische Umfrage durchgeführt. Demnach glauben zwei Drittel der Befragten, dass Künstliche Intelligenz die wichtigste Zukunftstechnologie ist, aber nur 6 Prozent setzen KI derzeit ein – und lediglich 22 Prozent planen die Nutzung.

Kurz zusammengefasst:

Wir haben bei Künstlicher Intelligenz kein Erkenntnis-, sondern ein massives Umsetzungsproblem.

Bitkom-Präsident Achim Berg – Unternehmen tun sich noch schwer mit Künstlicher Intelligenz | Bitkom e.V.

Und nur wenige Unternehmen wollen in diesem Jahr in KI investieren.

Weitere Details gibt es in der Pressemitteilung des Bitkom.

Ein positiveres Bild vermittelt die Studie „State of AI in the Enterprise Survey – 3rd Edition“ von Deloitte, ist aber logisch, denn Deloitte hat in Deutschland rund 200 Verantwortlich in Unternehmen, die bereits AI-Technologien eingeführt haben, befragt. Da ist dann die Überschrift von Horizont Deutsche Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz bereits im großen Stil doch etwas irreführend, gerade wenn man sie der Bitkom-Umfrage gegenüber stellt. Deloitte vermerkt gar, dass der deutsche Mittelstand im Bereich KI gut aufgestellt sei.

© Deloitte – KI-Studie 2020

Die Befragten, die eben Künstliche Intelligenz schon einsetzen, sind davon überzeugt und rechnen auch gerade in Deutschland mit einer schnellen Amortisierung. Mit einem Schmunzeln hab ich dann dieses Zitat gelesen:

Deutsche Unternehmen befinden sich beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz weitgehend auf Augenhöhe mit der internationalen Konkurrenz. Besonders erfreulich ist die vergleichsweise kurze Amortisationszeit von KI-Projekten hierzulande, die häufig auch auf den Einsatz von externen KI-Experten zurückzuführen ist, was im Regelfall die Implementierung beschleunigt und die Kosten senkt.

Milan Sallaba – Partner und Leiter Technology Sector, Deloitte Deutschland – KI-Studie 2020 | Deloitte Deutschland

Es wundert nicht wirklich, dass die Berater von Deloitte den Unternehmen, die KI einsetzen wollen, externe Berater ans Herz legen … Aber das mag ja durchaus angesichts des Fachkräftemangels Sinn machen. Laut Deloitte liegt ein Schwerpunkt des KI-Einsatzes in Deutschland im Gegensatz zu den anderen Ländern im Finanzbereich. Auch kauften deutsche Unternehmen vielfach Anwendungen „von der Stange“ und als „as a Service“. Hier kann die Studie herunter geladen werden.

© Deloitte – KI-Studie 2020

Gerade auch angesichts der aktuellen Diskussion um Bias, einer Verzerrung der Wirklichkeit durch Formulierungen, gedankliche Annahmen oder statistische Fehler im Bereich Geschlechter oder auch Hautfarbe, hier die Grafik zu den wesentlichen ethischen Risiken beim Einsatz von KI:

© Deloitte – KI-Studie 2020

Das Thema KI in Deutschland bleibt und vielleicht ist es einmal wieder Zeit, den Stand der Dinge zu diskutieren, bei #9vor9 oder im IBM Livestudio.

(Stefan Pfeiffer)

IBM Livestudio Magazin #4: Funktionierende Lieferketten, wichtiger denn je, ebenso Vertrauen in KI und automatisieren, um mehr Zeit für wichtige Arbeit zu haben

15. April 2020 Posted by Stefan Pfeiffer

Wie bekomme ich meine Lieferkette besser in den Griff, gerade in den Zeiten von COVID-19? Darüber spreche ich mit Eduard Erhart im Livestudio, der mir erklärt, wie wichtig es ist, die Expertise der Mitarbeiter in der eigenen Supply Chain zu nutzen, um zuverlässiger liefern zu können. Und dieses Wissen, das in „Resolution Rooms“ erfasst werden soll, wird dann durch künstliche Intelligenz verfügbar gemacht.

Eine ideale Überleitung zu unserem nächsten Thema: Mit Andrea Martin, „Chief Tower Officer“, im Ernst, Chefin des IBM Watson Centers in München und Mitglied der KI-Enquetekommission des deutschen Bundestages, und Thilak Mahendran, Customer Experience Experte für AI, spreche ich über Tennis, Roger Federer, warum ich alt bin und noch an Boris Becker denke, vor allem über darüber, warum es Vertrauen in künstliche Intelligenz braucht. Andrea und Thilak erklären die Prinzipien, die IBM bei Einsatz von KI beachtet.

KI spielt auch bei Automatisierung eine immer wichtigere Rolle. Und das ist Thema von Peter Collenbusch, ein langjähriger Weggefährte, jetzt Brandleader Digital Business Automation und Vorsitzender des Kompetenzbereich Digital Office beim BITKOM. Sein Credo: Wir müssen automatisieren. Vor allem müssen wir dahin kommen, dass durch Automatisierung stupide Routinetätigkeiten ersetzt werden und die Fachkräfte mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten haben.

Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören. Und gerne können Sie, könnt Ihr mit unseren Expertinnen:en Kontajt aufnehmen. Deren LinkedIn-Profil ist jeweils verlinkt. Nette Wortkombination.

Acoustic Studio auf der DMEXCO – Sendeplan und Termine

8. September 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Den Auftritt von Acoustic auf der DMEXCO werden wir mit unserem Acoustic Studio. begleiten, denn Video ist ja heutzutage in – und wir glauben an Video- und Liveformate. Aus Köln senden wir Gespräche mit Vordenkern aus dem digitalen Marketing, mit Partnern und Acoustic-Experten. Wir haben schon einige der Gesprächspartner verpflichten können und es werden sicher noch weitere hinzukommen.  Wahrscheinlich wird es auch einmal spontane Schaltungen geben

Hier ist immer der aktuelle Sendeplan, der sich natürlich verändert, anpasst und hoffentlich nicht zu verzögert. Also die Sendung, nicht der Plan. Live verfolgen kann man unsere Streams über meinen Twitter-Account beziehungsweise Periscope und auch auf dem YouTube-Kanal von Acoustic in einer speziellen Playlist.

Und wer noch Lust auf ein Gespräch zu interessanten Marketingthemen hat, kann sich gerne bei mir oder meinem „Partner in Crime“ Gunnar Sohn melden, der uns auf der DMEXCO unterstützen wird. Natürlich sind alle Gespräche auch noch im Nachgang verfügbar und hier verlinkt.

Montag, 9. September

13:00 Uhr – Das erste Acoustic Studio vor der DMEXCO

Das erste Acoustic Studio mit Ausblick auf die DMEXCO 2019 – mit Gunnar Sohn und Stefan Pfeiffer. Wir übertragen ab 13 Uhr über Gunnars Facebook-Konto und später gegen 14 Uhr dann über Twitter.

Mittwoch, 11. September

9:15 Uhr – Acoustic Studio Morgenmagazin

Das Acoustic Studio Morgenmagazin – Wir begrüßen Euch von der DMEXCO und vermitteln einen ersten Eindruck von der Messe und dem Acoustic-Stand in Halle 8, E029.

10:00 Uhr – Künstlich Intelligenz trifft (nicht nur) Postkarte

Wir unterhalten uns mit Mathias Rochlitz von der Deutschen Post und Bernd Schlösser über die Kooperation der beiden Unternehmen.

11:00 Uhr – Thought Leader: Künstliche Intelligenz avanciert für Unternehmen von der Kür zur Pflicht

Ideal im Anschluss das Gespräch mit Gabriele Horcher über Künstliche Intelligenz in Marketing und Vertrieb..

12:00 Uhr – Acoustic Partner: SignTek

Steffen Höpfinger von SignTek und Bernd Schlösser stellen die Partnerschaft zwischen SignTek und Acoustic vor.

16:00 Uhr – Thought Leader: Die Eintracht ist Meister in Social Media

Mit Edin Rekić von Net Federation sprechen wir darüber, wie deutsche Bundesliga-Vereine Social Media nutzen.

17:00 Uhr – Acoustic Studio Abendmagazin

Kurz vor Ende des ersten Messetages ziehen wir ein Zwischenresumé!

18:30 Uhr – Thought Leader Nachschlag mit Martin Meyer-Gossner

Aber wir kriegen nicht genug: Er ist voll im Stress auf der DMEXCO, denn er moderiert rauf und runter, kommt aber noch bei uns im Studio vorbei: Martin Meyer-Gossner.

Donnerstag, 11. September

9:15 Uhr – Acoustic Studio Morgenmagazin

Tag 2 der DMEXCO mit dem  Acoustic Studio Morgenmagazin wieder vom Acoustic-Stand in Halle 8, E029.

10:00 Uhr – DMEXCO-Talk mit DMEXCO Organisator

Wir treffen Christoph Memke von der DMEXCO und unterhalten uns über die Messe, wie sie bisher läuft und wie es weiter geht.

17:00 Uhr – Acoustic Studio Abendmagazin

The Final Countdown: Kurz vor Ende der Messe  ziehen wir ein Bilanz!

Nach der DMEXCO ist vor dem regelmäßigen Acoustic Studio

Das Acoustic Studio soll übrigens auch nach der DMEXCO weiter gehen. Mit einigen Thought Leadern, die es nicht nach Köln schaffen, werden wir regelmäßige Talks durchführen. Stay tuned!

(Stefan Pfeiffer)

Coole Technologie: IBM Hypertaste, eine elektronische, KI-gestützte Zunge

10. Juli 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Während der Think at IBM in Berlin wurde mit dem Partner Symrise der Berliner Duft kreiert. Funktionen von IBM Watson, der KI-Plattform der IBM, haben hierbei assistiert. Gunnar hat ja dann auch Marc vom Ende, den Parfumeur, direkt in seinem Labor besucht.

Nun bin ich auf ein neues Einsatzgebiet von künstlicher Intelligenz gestoßen. IBM Research, die immer wieder innovative Forschungsgruppe in der IBM, hat eine „künstlich Zunge“ entwickelt, die Geschmäcker identifizieren kann. Unglaublich. Hier ein Video, dass die Funktionalität erklärt. (Zum Anschauen müsst Ihr wahrscheinlich hinüber nach YouTube wechseln.)

Dass künstliche Intelligenz Sprache, Bilder und Texte verarbeiten und Muster erkennen kann, ist ja mittlerweile bekannt. Nun kommt also der nächste Schritt: Geschmäcker beziehungsweise die Zusammensetzung von Getränken können mit einer „künstlichen Zunge“ auch mobil identifiziert werden. Die Einsatzgebiete können vielfältig sein.

Hier die Übersetzung des Textes, den die Kolleginnen und Kollegen auf YouTube veröffentlicht haben.

„Der menschliche Geschmackssinn ist das Ergebnis jahrtausendelanger Evolution und erstaunlich gut darin, uns sowohl angenehme Speisen und Getränke genießen zu lassen als auch uns vor der Aufnahme von Schadstoffen zu „warnen“. Menschliche Sensoren hingegen sind der Leichtigkeit, mit der der Mensch Substanzen erkennt, noch nicht näher gekommen. Das ist eine große Lücke, denn es gibt viele Substanzen da draußen, die wir „schmecken“ möchten, ohne sie tatsächlich in den Mund zu nehmen. Für die schnelle und mobile Fingerabdruckerkennung von Getränken und anderen Flüssigkeiten, die weniger gut zur Einnahme geeignet sind, entwickelt unser Team von IBM Research derzeit Hypertaste, eine elektronische, KI-gestützte Zunge, die sich von der Art und Weise inspirieren lässt, wie Menschen Dinge schmecken.

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator“

Quelle: IBM Research

(Stefan Pfeiffer)

Kurz zitiert: Privatsphäre soll hinter gesamtgesellschaftlichen Zielen zurückstecken – Kaum Unterschied zwischen amerikanischer Digitalbranche und chinesischem Staatskapitalismus?

10. Juli 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Peter Altmaier ist im Silicon Valley und die FAZ hat einen Bericht darüber veröffentlicht, über die deutschen Bedenkenträger:

Das Individuum mit seiner Privatsphäre soll hinter gesamtgesellschaftlichen Zielen zurückstecken: Letztlich unterscheidet sich die amerikanische Digitalbranche mit dieser Haltung kaum noch vom chinesischen Staatskapitalismus. „Es wird zwei KI-Welten geben“, sagt Pascal Finette, auch er ein Gründer und Investor mit deutschen Wurzeln. Spannend sei nun, wem sich die Afrikaner anschließen würden. Deutschland und Europa hat er abgehakt – Bedenkenträger eben.

über Altmaier im Silicon Valley: „Die Deutschen sagen immer nur: Oh Gottogott!“

Kein so großer Unterschied also zwischen China und der amerikanischen IT-Branche? Die Deutschen, die Europäer spielen demnach eh keine Rolle, weil sie immer bremsen? Unbenommen ist aus meiner Sicht, dass wir zu langsam sind und schlankere Prozesse und Regularien brauchen. Die kritische Haltung zum Thema Datenschutz und Privatsphäre sollten wir jedoch nicht aufgeben, finde ich.

Im Bericht wird auch die Frage gestellt, ob es noch was mit einem deutschen Google werde. Na ja, solange sich „der Staat“ nicht dazu durchringen kann und wird, massiv europäische Lösungen in der Verwaltung einzuführen und zu fördern, wird das nix. Die Diskussion hatten wir ja auch im Livestudio auf der Think at IBM. Da hört man leider keine Aussagen von Herrn Altmaier und Frau Bär.

(Stefan Pfeiffer)

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Ticker zu #KI in #HR: Der künstlichen Vorurteile kann man Vorurteile austreiben, was aber ist mit den Menschen? #ThinkatIBM #BerlinDWM

11. April 2019 Posted by Stefan Pfeiffer

Das Thema künstliche Intelligenz kann man nicht blauäugig angehen. Gerade in der HR Abteilung wirft es ethische und datenschutzrechtliche Fragen auf. Darüber diskutieren wir am 14. Juni ab 16 Uhr im Bikini Popup Store in Berlin am Ku’damm direkt neben der Gedächtniskirche. Das Digital Workplace Meetup #BerlinDWM und die IBM laden ein:

Und weil es so wichtig ist, werde ich hier regelmäßig aus meiner Sicht relevante Links, Tweets und Zitate zur Vorbereitung der Diskussion hinterlegen (geordnet nach dem Datum, die zuletzt hinzugefügten Inhalte zuerst, Tipps & Links sind sehr willkommen, damit es nicht zu IBM-lastig wird 😉 ):


Zum Thema potentielle Voreingenommenheit von Algorithmen – und von Menschen:


Und es läuft nicht immer problemlos, wie man hier nachlesen kann:


Künstliche Intelligenz im Talent Management …


Wie IBM Watson Vorteile aus dem Bewerbungsverfahren herausnehmen kann:

 

Weitere Informationen findet Ihr auf der Webseite des Digital Workplace Meetup #BerlinDWM. Bitte daran denken, dass Teilnehmer sich unbedingt auch hier bei der IBM anmelden müssen.

(Stefan Pfeiffer)

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Gibt es gar nicht? „Letztlich existiert künstliche Intelligenz nicht“| @Tante Jürgen Geuter auf ZEIT ONLINE

7. Dezember 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Ein lesenswerter Beitrag von Jürgen Geuter* auf Zeit Online, in dem er sich mit Themen, er nennt es Mythen der heutigen Digitalisierung und der darum gewobenen Diskussion auseinandersetzt. Und da kommen knackige Aussagen heraus, so auch zum Thema Künstliche Intelligenz:

Letztlich existiert künstliche Intelligenz nicht. Und sie ist auch nicht nah. Es existieren leistungsfähige Statistiksysteme, denen durch einen attraktiven Namen eine gewisse Magie zugesprochen werden soll. „Künstliche Intelligenz“ ist nur ein Werbebegriff.

über Digitalisierung: Nein, Ethik kann man nicht programmieren | ZEIT ONLINE

Künstliche Intelligenz ist nur eines von 6 Themen, die Jürgen Geuter behandelt, Irrtümer nennt er sie. So stellt er generell in Frage, dass Software wirklich ethische Entscheidungen fällen kann.

Ethische Entscheidungen sind viel komplexer, als man das in Softwaresystemen abbilden könnte. Darum kann die Automatisierung einer Ethik nur scheitern.

über Digitalisierung: Nein, Ethik kann man nicht programmieren | ZEIT ONLINE

Und er nimmt die Gläubigkeit an die Wahrheit von Daten aufs Korn:

In der öffentlichen Debatte hat sich glücklicherweise die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Datensätze, die uns zur Verfügung stehen, durchsetzt sind mit Vorurteilen und Fehlannahmen. …

Eine objektive und abstrakte Wahrheit, wie man sie sich gerne von neutralen Maschinen erhoffen würde, kann es niemals geben.

über Digitalisierung: Nein, Ethik kann man nicht programmieren | ZEIT ONLINE

Mehr Daten heisst nicht wahrere oder unbedingt bessere Daten. Ja, man kann (und muss) Daten verbessern, aber sie sind nie perfekt oder wahr. Ich bin mir nicht so sicher, ob diese Erkenntnis nun wirklich durchgedrungen ist. Und dann sind wir auch wieder beim zuerst angesprochenen Thema Künstliche Intelligenz. Dadurch, dass man möglichst viele Daten in Systeme füttere, erhöhe man die Treffergenauigkeit in Systemen automatisierter Statistikanwendung. Mit Intelligenz habe dies nichts oder nicht viel zu tun.

Ebenso aufs Korn genommen werden Systeme zur automatisierten Entscheidungsfindung, von Kreditvergabe bis zur Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie seien systemimmanent immer bis zu einem gewissen Grad diskriminierend. Auch könne man gesetzliche und rechtliche Entscheidungen und Prozesse nicht in fehlerfreien Code übersetzen. Die Gesetze seien einfach zu komplex, der Code zu simpel.

Wenn Gesetze und Verträge wirklich so einfach wären, wie einige Technologen sich das vorstellen, hätten wir weit weniger Gerichte und deutlich weniger Anwaltskanzleien.

über Digitalisierung: Nein, Ethik kann man nicht programmieren | ZEIT ONLINE

Geuter nimmt zudem Open Source ins Visier, besser den Glauben, mit Open Source autonom und frei von Zwängen werden zu können. Doch es geht gar nicht um Open Source, sondern um digitale Kompetenz. Die Tage habe ich über das Smart Home und das Internet of Things, die Sensoren, die sich immer ausbreiten, eine enorme Sicherheitsbedrohung. Ich habe über das freie Netz geschrieben, die Verseuchung der sozialen Medien durch Kommerz und Werbung auf der einen und Populisten auf der anderen Seite. Das Thema Datenhoheit und die Bedrohung durch Datenkraken ist ein weiteres Thema, das im Netz und hier im Blog auftaucht. Wer ist als Maria oder Otto Normalnutzer/in wirklich in der Lage, all diese Kenntnisse zu haben und Komplexität zu beherrschen? Und muss jeder dazu Lust haben? Und ja, jeder braucht, sollte erst einmal ein Grundverständnis der digitalen Möglichkeiten haben.

Die Gesellschaft muss Konzepte entwickeln, die auch Menschen ohne technische Begeisterung oder Interessen eine ermächtigende Teilnahme am digitalen Teil des Lebens garantieren.

über Digitalisierung: Nein, Ethik kann man nicht programmieren | ZEIT ONLINE

Die Antworten und Lösungsansätze sind nicht einfach. Und es sind eben manchmal nur Ansätze. Menschlich halt, nicht perfekt. Sie können aber durchaus intelligent sein.

(Stefan Pfeiffer)

P.S. *Zeit Online: Jürgen Geuter aka tante arbeitet als freier Autor und Theoretiker an Fragen der sozialen Gestaltung der Digitalsphäre. Er ist Gründungsmitglied des transdisziplinären Netzwerkes Otherwise Network.

 

Vor dem Digitalgipfel: Für neue Arbeitsplatze und Wohlstand müssen wir im Bereich Künstliche Intelligenz vorn dabei sein – Angela Merkel

2. Dezember 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Nach dem KI Gipfel (und dem Ende der Cebit) ist vor dem Digitalgipfel. Montag und Dienstag treffen sich Angela Merkel und viele andere Politiker, die jetzt insbesondere künstliche Intelligenz und Digitalisierung entdeckt zu haben scheinen, in Nürnberg.

„Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und das bedeutet, alles was digitalisierbar ist, wird auch digitalisiert werden.“, sagt die Kanzlerin in ihrem Videopodcast, den icb hier mal quasi als Tatort-Ersatz am Sonntag abend hochgeladen habe. (Dauert auch nur knapp über 3 Minuten … )

Copyright & Download von https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/mediathek/die-kanzlerin-direkt

Weitere Aussage von Angie: „Wenn wir also Wachstum haben wollen, damit auch neue Arbeitsplätze und auch Wohlstand für uns alle, dann müssen wir vorne mit dabei sein im Bereich der Künstlichen Intelligenz.“

Na, wir werden mal den Gipfel verfolgen, was so abgesondert wird und wo man konkret wird. Das Video wurde vermutlich vor der offiziellen Absage der Cebit aufgenommen. Bin mal gespannt, ob das auch Thema in Nürnberg sein wird und man sich Gedanken um einen Ersatz für die Cebit, eine alternative deutsche IT-Leuchtturmveranstaltung macht

(Stefan Pfeiffer)

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KI im Einsatz: Lexus erstellt Werbespot für neuen Lexus ES mit IBM Watson

2. Dezember 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Gerne veröffentliche ich hier im Blog Beiträge über den etwas exotischer anmutenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz – in der Regel IBM Watson, warum arbeite ich sonst bei IBM. So habe ich über Watson als Koch oder das von Watson kreierte Parfum gebloggt und gezwitschert. Auf der Media Convention der re:publia 2017 durfte ich mit Maike zusammen das Cognitive Dress vorstellen und über Künstliche Intelligenz in der Kreativbranche Automating Creativity – How Artificial Intelligence changes Creative Processes sprechen, wo Watson den Trailer zu einem Horrorfilm „schnitt“.

Nun ein neues Beispiel. Lexus hat IBM Watson für einen Werbespot zum neuen Lexus ES genutzt:

Lexus Europe benötigte einen Werbespot für den intuitiven und innovativen neuen Lexus ES. Um dafür das weltweit intuitivste Drehbuch zu schreiben, arbeitete die in London ansässige Kreativagentur The&Partnership mit dem Technikpartner Visual Voice zusammen und nutzte die KI von IBM Watson.

über Jetzt Lexus Werbespot entdecken – IBM THINK Blog

Hier anschauen:

Und hier quasi das Video The Making of …

(Stefan Pfeiffer)

Bitkom-Umfrage zu Künstlicher Intelligenz: Öffentliche Einrichtungen sollen beim Einsatz Vorreiter sein

28. November 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Ich bin überrascht: Die Deutschen sehen vor allem Chancen im Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Natürlich nicht in allen Einsatzgebieten und das ist ja auch gut so. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.007 Bundesbürgern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Einige Ergebnisse als Grafik:

Bitkom_Charts_Künstliche_Intelligenz_27_11_2018_final_pdf__Seite_4_von_13_.png

Und natürlich – nicht überraschend – dominieren die Sprachanwendungen auf dem Smartphone und zu Hause*.

Bitkom_Charts_Künstliche_Intelligenz_27_11_2018_final_pdf__Seite_5_von_13_.png

Na ja, automatische Übersetzung wäre ja wirklich auch ganz nett.

Und dann quasi im Nachgang der angekündigten Förderung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland und als Vorlage für den Digitalgipfel der Bundesregierung: Die öffentlichen Einrichtungen sollen Vorreiter beim Einsatz von KI sein*!

Bitkom_Charts_Künstliche_Intelligenz_27_11_2018_final_pdf__Seite_11_von_13_.png

Kritisch sehe ich die Aussage von Bitkom-Präsident Achim Berg zur Nutzung von Daten:

„KI ohne Daten – das ist wie ein Schwimmbad ohne Wasser. Es nützt uns nichts, wenn wir auf der einen Seite eine KI-Strategie formulieren und auf der anderen Seite dann Regeln schaffen, die den darin formulierten Ansprüchen zuwiderlaufen“

über Künstliche Intelligenz: Bundesbürger sehen vor allem Chancen | bitkom

Hört sich irgendwie wie ein laxer Umgang mit Daten an. Na ja, Bitkom ist ja auch Interessenvertreter. Umgekehrt könnte man einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Daten in KI-Anwendungen ja auch als Chance begreifen: Wie kann ich einerseits künstliche Intelligenz mit Daten trainieren, sie aber andererseits dabei anonymisieren und so die Datenhoheit der Bürgerinnen und Bürger schützen.

(Stefan Pfeiffer)

*Passt ja beides zu unserer Diskussion um die Servicenummer 115, die wir am 26. November in #9vor9 hatten: Intelligente Chatbots beantworten die Fragen der Bürger … Axel Oppermann hat es immer gewusst.

#9vor9: Und er hat recht gehabt mit Automatisierung, der …

20. November 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Heute ein #9vor9 mit Axel Oppermann und Gunnar Sohn und die Themen waren SAP und generell Automatisierung im „White Collar“-Segment, bei den Verwaltungs- und Büroangestellten. Vor grob einem Jahr hat Axel schon (oder erst) beim IBM Club of Excellence auf Automatisierung abgehoben und er hatte den Eindruck, dass viele der CIOs am Gähnen waren (oder dringend auf das Steak warteten). Nun sei das Thema mehr als visibel durch Akquisition von RPA-Anbietern – beispielsweise von Contextor durch SAP – auf der Agenda.

Ich stimme teilweise zu: Viele standardisierbare Prozesse (oft im administrativen Bereich) werden ebenso wie Routinetätigkeiten (Protokoll schreiben usw.) mit Hilfe von RPA, Künstlicher Intelligenz und anderen Technologien automatisiert werden. Jenseits und im „White Collar“-Bereich wird meiner Ansicht dabei Blockchain ein wesentlicher Treiber der Automatisierung sein.

Was haben wir noch angesprochen? Flugtaxis angemessen nur sehr kurz (wegen Gunnar und Doro) und wahrscheinlich das Thema deutsche KI-Strategie anläßlich der gerade veröffentlichten Strategie der Bundesregierung. War mir wieder zu negativ. Die Chinesen investieren mehr. Das Personal fehlt. Jammer. Heul. Nutzt alles nichts. Wir müssen es positiv, nach vorne blickend anpacken und das beste aus der Situation machen, finde ich. Und ich gespannt, ob Axel nicht doch noch eine Professur für Künstliche Intelligenz übernimmt. Gunnar sitzt ja bei  Hochschule Fresenius eh in der Pole Position. In diesem Sinne eine schöne Woche.

(Stefan Pfeiffer)

Lesezeichen: China – Vorsicht, der neue digitale Drache ist da

11. November 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Wer Baidu, Alibaba und Tencent? BAT-Men? Es sind die chinesischen Internetriesen, Suchmaschinenbetreiber, der Onlinehändler und Betreiber der WeChat-App. Eventuell werden wir sie alle noch kennenlernen. Denn der chinesische Drache ist ohne Rücksicht auf Verluste, sprich ohne Rücksicht auf Datenschutz oder demokratische Verhältnisse, auf dem Weg zur Digitalmacht #1. Wer sich noch nicht mit dem neuen digitalen Riesen China auseinandergesetzt hat, sollte diesen Beitrag des SPIEGEL-Korrespondenten Bernhard Zand lesen.

In Wahrheit sind Chinas Regierende und ihre Internetkonzerne längst verheiratet. Nicht aus Liebe, sondern weil sie gemeinsame Interessen verfolgen. Die Regierung schirmt den riesigen Markt gegen ausländische Konkurrenten ab, mit Handelsschranken und Zensur. Und die Unternehmen treiben in diesem geschützten Markt die Digitalisierung voran, mit klugen Softwareingenieuren und großem Gewinn. Zusammen bauen sie China zu einer Digitalmacht auf, die das 21. Jahrhundert prägen wird: konsumorientiert und mächtig, aber unter steter Kontrolle der Kommunistischen Partei und im Dienste ihrer Interessen.

über Chinas Digitalisierung: Totale Kontrolle – SPIEGEL ONLINE

Und beim Thema künstliche Intelligenz, dass ich ja auch hier eingehend behandele, sind die Ziele, ganz vorne dabei zu sein, auch klar. Und ich habe nicht gelesen, dass sich China zu ethischen Grundsätzen rund um künstliche Intelligenz bekannt hat.

Wie China bei der Künstlichen Intelligenz zur Supermacht aufsteigt

China setzt entschlossen auf die KI. Erstmals seit der industriellen Revolution könnte der Westen die Vorherrschaft bei einer globalen Schlüsseltechnologie verlieren.

über Künstliche Intelligenz: Wie China zur Supermacht aufsteigt

Das Pseudonym Reich der Mitte ist mehr als irreführend.

(Stefan Pfeiffer)

Wild, kreuz und quer, rein subjektiv in der FAZ gelesen: Vom SPD Kanzler, Leberknödeln, Datenschutz, Schneckenrennen

20. Oktober 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Wild, kreuz und quer, rein subjektiv zitiert aus der heutigen FAZ. Der Satz zum SPD Kanzler macht mich als jemand, der mit Brandt und Schmidt aufgewachsen ist, sehr nachdenklich:

„Eine „große Koalition“ ist künftig etwas anderes als heute Gibt es wieder einen SPD-Kanzler?“
[FAZ, 20.1.2018, S. 1 Kommentar: „Aus dem Gleichgewicht“]

Zur Pressekonferenz des Stern des Südens, des FC Bayern, titelt man (mit schönem Bild) auf Seite 1:

„Beleidigte Leberknödel“
[FAZ, 20.1.2018, S. 1 Überschrift zur Pressekonferenz des FY Bayern]

Datenschutzgrundverordnung, DSGVO, ist das Thema des mir zu negativen Kommentars auf Seite 17. DSGVO bringt schon was und bitte nicht Hackerangriffe, Datenlecks und Datensauger als Argument verwenden, dass man keine DSGVO, keinen Datenschutz braucht. Das ist Quatsch bei aller Notwendigkeit, Datenschutz in Deutschland zu vereinheitlichen:

„Allein Deutschland hat 18 Datenschutzbehörden und mindestens so viele Rechtsauffassungen. …

Die DSGVO hat auch nicht den vielfach besungenen volkspädagogischen Nutzen: Weiterhin schaufeln Nutzer unbekümmert Datenmassen zu den Konzernen. stellen sich lauschende, sprechende und teils auch sehende Digitalassistenten bis in die Schlafzimmer.“
[FAZ, 20.1.2018, S. 17 Kommentar: „Datenschützer einigt Euch!“]

Auf Seite 8 geht es um den Wettlauf der Bundesländer zum Thema Künstliche Intelligenz und Wie Baden -Württemberg bei der Zukunfstechnologie die deutsche Nummer eins werden will. Baden-Württemberg wolle die Spinne im deutschen KI-Netz (oder der angedachten deutsch-französischen Kooperation)  sein. Liest man den letzten Satz, muss man eher von einem Schneckenrennen denn von einem Wettlauf ausgehen …

„In jedem Fall müssen Deutschland und der Südwesten aufholen: Während Deutschland jährlich 300 Millionen Euro für KI-Forchungsförderung ausgab, sind es in Frankreich schon länger 1,8 Milliarden Euro jährlich.“
[FAZ, 20.1.2018, S.8 „Der Wettlauf der Bundesländer zum Thema Künstliche Intelligenz“]

Zum möglichen Saudi-Arabien-Besuch von Siemens-Chef Kaeser schreibt die FAZ:

„Unter besonderer Beobachtung steht Joe Kaser, Vorstandvorsitzender von Siemens, der sich in der Vergangenheit wie kein anderer Manager zu Fragen von Moral und Politik geäußert hat und seine Kollegen in anderen Dax-Konzernen erfolglos drängte, es ihm gleichzutun.“
[FAZ, 20.1.2018, S.8: „Deutsche-Bank-Chef sagt Reise nach Saudi-Arabien ab“]

Kaeser ringe wohl noch mit sich selbst, ob er fahren soll. Eine gewisse Süffisanz kann man den Formulierungen nicht bei diesem Thema nicht absprechen. FAZ halt.

Ich gebe zu, dass ich Probleme habe, Joe Kaeser einzuordnen. Mal sitzt er neben Donald, mal trifft er klare Aussagen wie gegen die AfD. Schwierig.

(Stefan Pfeiffer)

Schluss mit dem Smartphone und die Gedanken sind (noch) frei!?!

18. Oktober 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Ein sehr einprägsamer Titel in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die das Leben nach dem Smartphone voraussagt (Der Artikel scheint nicht frei online verfügbar zu sein, muss also bei FAZ.NET „gekauft“ werden). Macht natürlich auch mich neugierig, da ich das Gefühl habe – auch privat – ohne Smartphone vor der Nase geht es nicht mehr. Wenn dann zusätzlich noch IBM-Kollege Dirk Wittkopp aus dem Labor zitiert wird …

Der Beitrag von Corinna Budras geht auf die Einschränkungen des Smartphones ein. Man braucht halt doch immer noch seine Hand oder Hände und manchmal die „Tastatur“. Das geht besser. Auch heute schon. Mit der Smartwatch telefonieren oder im Auto mit der Freisprecheinrichtung. Und das oft schon per Sprachsteuerung.

Da sind wir natürlich auch schon bei einer der Weiterentwicklungen – und nHerausforderungen. Dialekte und Sprachfärbungen, Jargon und spezielles Vokabular wird oft schlecht oder nicht verstanden. Doch die Spracherkennung wird immer besser und Alexa & Co sind in vielen Haushalten schon Realität. Und immer mehr Geräte werden „sprachgewaltig“ und können als Telefon genutzt werden. Meine Bedenken gegenüber potentiellen Wanzen im eigenen Heim (oder auch im Büro) habe ich hier ja oft geäußert.

Und halten wir uns vor Augen und im Gedächtnis: Oft ist es ja auch gar nicht mehr „telefonieren“, was mit den Smartphone gemacht wird. Muss ich an der Kasse per Smartphone zahlen? Das kann ich gegebenenfalls auch mit der Uhr oder einem anderen „intelligenten Gerät“ machen. Funktionen und Apps, die wir heute nur auf dem Handy ausführen, wandern ganz sicher auf Smarthome- und mobile Geräte.

Und die Entwicklung geht unaufhaltsam weiter. Schon wird die Stimmung, in der sich jemand befindet, durch Sprachanalyse erkannt. Oder aber es werden per Video Körpersprache und Gesichtsausdruck analysiert. Und an nächsten Stufen wird – so der Beitrag – wird wohl gearbeitet: Mit Hilfe künstlicher Intelligenz sollen Gedanken gelesen werden. Ich „denke“ meine nächste E-Mail und wenn ich „Senden“ denke, wird sie versandt. Da habe ich dann doch noch meine Bedenken … Aber man wird die weitere Entwicklung sorgfältig verfolgen müssen.

(Stefan Pfeiffer)

 

Künstliche Intelligenz: Aufklärungsbedarf (sicher nicht nur) in Deutschland – IBM will Transparenz schaffen

26. September 2018 Posted by Stefan Pfeiffer

Rund die Hälfte aller Deutschen sind noch unentschieden, wenn es um künstliche Intelligenz geht. Das ergibt eine Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 2000 Personen ab 18 Jahren vom 24. bis 28.08.2018 befragt wurden über Pressemitteilung: Künstliche Intelligenz: Deutsche sehen aktuell eher Risiken als Nutzen

Unabhängig von der Altersgruppe schätzen zwischen 44 und 46 % der Befragten Risiken und Chancen etwa gleich groß ein. Zwischen 22 und 29 % sehen eher die Gefahren und hier sind die Älteren diejenigen, die skeptischer sind. noch nicht, wie sie künstliche Intelligenz einordnen sollen.Am Positivsten stehen die Jungen mit 18 % künstlicher Intelligenz gegenüber. Nur 13 % der Älteren teilen diese Einschätzung. Und keine Meinung, „weiß nicht“ gaben zwischen 12 und 17 % an.

Es bleibt viel zu tun bezüglich Transparenz und Aufklärung zum Thema künstliche Intelligenz, gerade auch mancher unsachlichen Presseberichte, die Grundlagen des Erfolgs und Misserfolgs von KI-Projekten – z.B. gute Datenbasis – nicht berücksichtigen. Und da will die IBM jetzt ansetzen. Eine neue Software-Lösung soll Anwendungen analysieren und mehr Transparenz bringen, um so das Vertrauen in KI-basierte oder KI-unterstützte Systeme zu stärken.

„Alle Entscheidungen, die Künstliche Intelligenz trifft, haben ihre Basis in den eingegebenen Daten“, erklärte Wolfgang Hildesheim, der bei IBM in Deutschland für KI zuständig ist. „Da kann der Algorithmus so gut sein, wie er will.“ IBMs neue Technologie überprüfe etwa, ob eine ausgewogene und signifikante Datenbasis vorliege und damit auch tatsächlich verlässliche und relevante Ergebnisse geliefert werden können.

über IBM will Black Box der Künstlichen Intelligenz lüften

Diese Aussage von Hildesheim ist extrem wichtig und relevant. Wenn das System mit wenigen oder „schlechten“ beziehungsweise falschen Daten gefüttert wird, sind die gelieferten Ergebnisse auch entsprechend schlecht. Das sollten diejenigen, die entsprechende Systeme in Betrieb nehmen im Auge behalten. Die neue IBM-Lösung kann – so verspricht IBM Research – hier helfen und assistieren. Die SaaS-Lösung der IBM soll nicht nur IBM Watson, sondern auch andere Frameworks inklusive AzureML, AWS SageMaker oder Tensorflow analyisieren können.

…. Einen Teil der Lösung will das Unternehmen zudem allen Entwicklern aus der Open-Source-Gemeinde zur Verfügung stellen.

IBM wolle damit vor allem auch das Vertrauen in KI-Systeme stärken. „Ohne Transparenz gibt es kein Vertrauen“, sagte Hildesheim.

über IBM will Black Box der Künstlichen Intelligenz lüften

Diesem Satz von Wolfgang Hildesheim – der nicht nur für die Welt der Künstlichen Intelligenz gilt – ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Jedoch hat Matthias Hartmann, Geschäftsführer der IBM Deutschland Österreich und Schweiz, die Thematik Ethik und KI hier treffend beschrieben:

Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet ungeahnte Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Gesellschaftsbereiche, sie muss aber ethischen Grundprinzipien entsprechen. Jede Organisation, die KI entwickelt und nutzt sowie Daten hostet oder verarbeitet, muss dies verantwortungsvoll und transparent tun. Unternehmen wie wir müssen deutlich machen, wie KI-Systeme trainiert werden, welche Daten für dieses Training verwendet werden und vor allem, was in die Empfehlungen ihres Algorithmus einfließt. Nur wenn wir diese Fragen beantworten, können wir glaubwürdig auftreten.

Quelle: Eine Frage der Ethik – Wie KI verantwortungsvoll weiterentwickelt werden kann – IBM THINK Blog DACH

(Stefan Pfeiffer)